Burg Wolfartsweier

Burg Wolfartsweier

Burg Wolfartsweier

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem hohen Bergsporn oberhalb der Mündung des Wettersbachs in die Rheinebene lag die Burg Wolfartsweier. Die recht kleine Anlage aus dem 12. Jahrhundert ist vollständig verschwunden. Es haben sich nur ein Turmfundament, auf dem heute eine Waldhütte steht und stark verlandete Gräben erhalten. Heute liegen die Reste in einem Wäldchen im Lärm der Autobahn A8.

Burg Wolfartsweier 1
Burg Wolfartsweier 2

Baubestand & Beschreibung

Auf einem hohen Bergsporn oberhalb der Mündung des Wettersbachs in die Rheinebene lag die Burg Wolfartsweier. Bei der Anlage handelt es sich um eine kleine Turmburg. Sie bestand ausschließlich aus einem Wohnturm, der von einem Graben umgeben war.
Heute findet man nur noch die Reste des Fundaments der Grundmauern des Turms vor. Der umliegende Graben und der Wall lassen sich noch gut erkennen. Die Burg wurde auf einer Motte errichtet und durch den Graben in alle Richtungen geschützt. Zum Bergrücken hin war dem Graben ein Wall vorgelegt.
Bei der Burg handelt sich wahrscheinlich um eine klassische Turmburg, ähnlich wie bei Kleinsteinbach. Der Wolfartsweier Turmhügel hat einen Durchmesser von circa 14m. Der Turm bestand aus Bruchstein. Erhaltenes Mauerwerk von 1,5m Höhe wurde leider 1973 illegal durch die Forstverwaltung Karlsruhe abgerissen, so dass nur noch Fundamente erhalten sind.
Im Tal nahe der Burg befindet sich die Autobahn A8 nach Stuttgart, die durch ihren enormen Lärmpegel den Besuch nicht gerade angenehm macht. Auf der anderen Seite des Waldweges stößt man noch auf eine Wallanlage und einen Grabenrest.

Historie

1883 wurde die Burg archäologisch erstmals untersucht. 2011 kam es zur letzten Untersuchung. Ob die Burg auf einen römischen Wachturm zurückgeht, ist unbekannt. Funde deuten darauf hin, dass die Burg im 12. Jahrhundert entstand. Bis 1187 waren die Grafen von Grötzingen hier ansässig. Anschließend folgte der Einfluss durch die Markgrafschaft Baden. Unterhalb der Burg verlief die Reichsstraße, die auf Befehl des staufischen Königs kontrolliert und gesichtert werden sollte. Daraufhin entstand wahrscheinlich die kleine Turmburg.
Der letzte Bewohner war Ritter Bleich von Waldeck im 15. Jahrhundert, der Vasall der Markgrafen von Baden war. Anschließend begann der Verfall.
Bis 1973 hatten sich 1,5m hohe Mauern erhalten, die bei der Entstehung eines nicht mehr existenten Spielplatzes durch die Forstverwaltung Karlsruhe ohne Genehmigung entfernt wurden. Seit 2009 kümmert sich der Verein für die Geschichte von Wolfartsweier um die Burg.

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Anfahrt

Die Burg liegt bei Wolfartsweier nahe Karlsruhe. Über die Autobahn A5 Ausfahrt "Karlsruhe Mitte" Richtung "Durlach" und auf der B3 bleiben Richtung Bergwald. Der Straße durch den Wald zu der Villensiedlung Bergwald und durch den Ort bis zum Ende folgen. Auf die Elsa-Brändström-Str. abbiegen. Hier parkt man am ersten abgehenden Waldweg und folgt diesem in den Wald hinein. Nach einem kurzem Fußmarsch erreicht man die Reste der Burg, auf denen eine Schutzhütte errichtet wurde. In der Stadt an der Bushaltestelle hängt für Notfälle eine Informationstafel.

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Geschichten & Legenden

Laut einer Sage soll auf Burg Wolfartsweier einst eine große Schlacht zwischen einem Raubritter und den Wolfartsweier mit kaiserlichen Unterstützung stattgefunden haben. Der Raubritter ist nach erbitterlicher Wehr mit seinen Männern gefallen. Aufgrund von fehlenden Waffen haben die Wolfartsweier angeblich mit Zaunpfählen angegriffen.

Literatur

- Örtliche Informationstafel

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.02.2014, 06.10.2004


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