Burg Kirnburg

Burg Kirnburg

Burg Kirnburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Inmitten tiefer Wälder liegt auf einem hohen Berg die Ruine der Burg Kirnburg. Die Anlage stammt aus der Zeit um 1160 und wurde durch das Geschlecht Üsenberg errichtet. Von der Burg haben sich Reste der Ringmauer, des Palas, des Halsgrabens und des Bergfrieds erhalten. Die Vorburg ist fast gänzlich verschwunden. Kirnburg liegt heute leicht abgeschieden und wird nur selten besucht.

Burg Kirnburg 1
Burg Kirnburg 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Kirnburg thront inmitten eines Waldes auf einem auslaufenden Bergrücken zwischen dem Kammergrabental und dem Kirnbachtal. Sie bestand aus einer eng bebauten Kernburg mit vorgelagerter Vorburg, geschützt durch sachte Hänge und einen nach Süden orientierten Halsgraben. Der breit angelegte Halsgraben, durch den heute der Pfad verläuft, trennt die Burg vom restlichen Bergrücken. Da das Gelände sehr flach abfällt, trifft man auf Graben-Wall-Anlagen, die sich fast vollständig um die Burg ziehen und mit dem Halsgraben verbunden sind.
Heute betritt man die Burg durch die Vorburg, von der sich vor allem Bodenfundamente erhalten haben. Neben den Bodenfundamenten stößt man auf Teile eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes an der Außenmauer der Kernburg.
Der Eingang zur Kernburg erfolgt über das ehemalige Obertor, das wie der Rest der Burg 1978 restauriert wurde. Anschließend führt der Weg auf den ehemaligen Burghof, von dem ein Weg in den Palas und auf den Bergfried führt Sie sind neben der Ringmauer die beiden einzigen Elemente, die von der Kernburg erhalten geblieben sind. Durch die fehlende Bebauung wirkt der Hof größer und leerer, als er einst gewesen zu sein scheint.
Der Palas wurde großzügig restauriert und besitzt heute rekonstruierte Fensteröffnungen. Der Bergfried ist nur noch bedingt erhalten. Es existiert nur noch der Stumpf, der auf dem höchsten Punkt eine Bank beherbergt, die mit der weitreichenden Aussicht zusammen einen Platz zum Verweilen bietet.
An der kleinen Burgruine wurde seit 1978 viel getan, so dass sie durch großzügige und sachkundige Rekonstruktion ein angenehmes Bild aufweist und nicht in Vergessenheit geraten ist auch wenn die Natur begonnen hat dieses Gebiet zurück zu erobern. Von der Atmosphäre her ist Burg Kirnburg sehr ruhig und angenehm. Die Anlage ist selten besucht und wirkt durch den dichten Bewuchs urig. Die Erkundung der Anlage fällt dennoch relativ kurz aus, da nur die Außenmauern der Kernburg vollständig und die Gebäude bruchstückhaft erhalten geblieben sind. Sitzgelegenheiten und eine weite Aussicht laden zum Verweilen und Entspannen ein.

Historie

Um 1160 wurden die ersten Teile der Burg unter dem Üsenberger Burkhart I. gebaut. Ungefähr 200 Jahre war die Kirnburg Residenz der Üsenberger, die 1249 die Stadt Kenzingen gründeten. Urkundlich wurde Kirnburg am 16. November 1219 das erste Mal erwähnt. 1372 fiel die Burg nach Verkauf an das Haus Österreich. Bis 1564 war sie an Ritter Martin Maiterer, Snewlin von Landeck, Konrad von Weinsberg, Straßburg und Wolf von Hürnheim zum Tuttenstein verpfändet. In der Straßburger Zeit wurde die Burg ein letztes Mal umgebaut (1424), von dem noch Ofenkacheln gefunden wurden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Kirnburg 1638 unter Herzog Bernhard von Weimar zerstört. Bis 1967 war die Anlage anschließend Lehenssitz der Grafen von Kageneck. Sie ging danach an das Land Baden-Württemberg und wurde gesichert.

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Anfahrt

Die Burg Kirnburg liegt nahe dem Ort Bleichheim. Über die A5 Ausfahrt "Kenzingen" auf die B3 und bei Kenzingen Richtung Wagenstadt / Bleichheim. In Bleichheim hält man sich am Ortseingang rechts und fährt in die "Vogtstraße". Von dieser wieder rechts in die "Schlossbergstraße / Am Kammgraben". In dieser parken und dem Weg in den Wald hinein zu Fuß folgen. Nach kurzer Zeit kommt man an eine Kreuzung, bei der es weiter geradeaus geht. Der Ausschilderung zur Burg weiter folgen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 12.03.2004


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