Wildeck

Burg Wildeck

Burg Wildeck

Deutschland / Baden-Württemberg

Östlich der heutigen A81 liegt inmitten von Weinhängen die Burg Wildeck. Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute eine Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau und kann nicht besichtigt werden. Es haben sich die Ringmauer, Teile des Grabens, neuzeitliche Gebäude auf alten Fundamenten und ein schöner Wohnturm erhalten. Der Besucher hat die Möglichkeit die Anlage fast vollständig zu umrunden und Einblicke in das Grundstück zu gewinnen. Zusammen mit der gegenüber gelegenen Burg Helfenberg lohnt sich ein Besuch.

Burg Wildeck 1
Burg Wildeck 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Wildeck beherbergt heute einen Versuchsbetrieb der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Die Anlage ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, kann aber nach Absprache mit der Lehr- und Versuchsanstalt besucht werden.
Die Burg besteht aus einem Wohnturm mit zwei Erkern an der Nordost- und der Südostseite und einem davor liegendem Hof Richtung Osten, der einen Gebäudekomplex an der ehemaligen südlichen Wehrmauer beherbergt. Der Turm ist bis zum vierten Stockwerk erhalten und wirkt durch seine Höhe leicht eindrucksvoll. Der anliegende Gebäudekomplex lehnt sich an die rechteckig geführte Wehrmauer, die vom Turm ausgehend, die davorliegende Burg einrahmte. Zum Bergrücken hin war Wildeck mit einem Halsgraben abgetrennt, der zum Teil verlandete, aber noch erkennbar ist. Der gute Erhalt und der Wiederaufbau, bzw. Ausbau aus dem 18. Jahrhundert lassen die gesamte Burg aus der Ferne betrachtet sehr zusammengehörig und gut erhalten wirken. Von der Burg eröffnet sich eine schöne Sicht in alle Richtungen.

Historie

Der Baubeginn der Burg Wildeck wird zwischen 1230-1330 vermutet. Der Burgadel wird 1330 erstmals erwähnt. Die Burg, bzw. der Wohnturm stammt dementsprechend aus dem 13. Jahrhundert. 1336 verschreiben die Brüder Friedrich und Rudolf von Heinriet dem Grafen Ulrich von Württemberg das Öffnungsrecht für ihre Burgen Wildeck und Heinriet. Rudolf von Heinriet verkauft den Rest seiner Herrschaft Heinriet an Graf Albrecht von Löwenstein im Jahre 1346. Vermutlich ist Wildeck zu dieser Zeit bereits nicht mehr im Besitz dessen, da die Anlage im Vertrag nicht genannt wird. Im Jahre 1432 wird durch Markgraf Jacob von Baden bestätigt, dass Heinrich von Heinriet und Agathe Wildeck, Abstatt und einen Teil von Heinriet als Lehen erhalten haben. Harrant von Hohenburg, der Schwiegersohn Heinrichs von Heinriet, erhält Wildeck 1450 und behält diese bis 1490. Im selbigen Jahre stirbt Harrants von Hohenburg und die Burg geht als Lehen an Wilhelm von Neipperg. Für 4400 Gulden kauft Ludwig von Baiern 1492 die Burg. Er war der Sohn des Pfalzgrafen Friedrich des Siegrei­chen und wurde 1494 Graf zu Löwenstein.
Nach den pfälzischen Erbfolgekriegen gelangt die Burg 1504 als Teil der Grafschaft Löwenstein an Württemberg, doch erhalten die Löwensteiner die Grafschaft als Lehen im Jahre 1510 zurück. Der alte Wohnturm, so vermutet man, wurde 1533 in die heutige Form umgebaut. Eine Jahreszahl am Kellereingang deutet darauf hin. Durch die Aufteilung der Löwenstein-Scharfeneck-Linie in katholische und evangelische Linie verliert die Familie die Scharfenecker Teile ihres Besitztums im Jahre 1622.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Wildeck liegt nahe der Ortschaft Helfenberg. Über die A81 Ausfahrt "Heilbronn / Untergruppenbach" Richtung Abstatt und der Straße nach Unterheinriet folgen. Auf halbem Wege geht rechts die Wildeckstr. ab, die direkt zur Burg führt.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.02.2014, 06.03.2005


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