Hohenbeilstein

Burg Hohenbeilstein

Burg Hohenbeilstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Hohenbeilstein stammt aus dem 11. Jahrhundert und bildet den höchsten Punkt der gleichnamigen Stadt. Die Anlage wurde zum Schutz der Stadt errichtet und war mit der Stadtmauer verbunden. Heute sind noch die Kernburg mit umliegender Zwingeranlage und Graben erhalten. Sehenswert ist der große Bergfried, der den Eingang flankierte. In der Burg befinden sich eine Falknerei und eine Gastronomie. Der Besucher kann die komplette Anlage frei besichtigen.

Adresse

Burg Hohenbeilstein 71717 Beilstein Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Halbruine
Burgtyp:Gipfelburg
Nutzung:Gastronomie, Falknerei
Lage:320 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:08-15:27 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Ganzjährig
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Eintrittspreise:Kernburg: frei
Falknerei: kostenpflichtig
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Kontakt:Burgfalknerei Hohenbeilstein
Brigitte u. Peter Kaltenleitner
Burg Langhans
71717 Beilstein
Tel.: 07062 / 52 12
Fax: 07062 / 97 95 37

Burggaststätte Hohenbeilstein:
Burggaststätte Hohenbeilstein
Inh. Familie Mayer
Burg Langhans
71717 Beilstein
Tel.: 07062 / 57 70 oder 07062 / 65 077
Fax: 07062 / 64 927
Website:Burgfalknerei-Hohenbeilstein.de
Burg-Beilstein.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenbeilstein

Burg Hohenbeilstein bildet bis heute den höchsten Punkt des Ortes Beilstein. Umgeben von steilen Weinhängen sondert sich die Burganlage zum Rest der Stadt großzügig ab.
Der Zugang erfolgt von Osten über den wiederaufgebauten Torturm, der eine vorliegende Zwingeranlage aufweist. Hinter dem Tor befindet sich auf der linken Seite die ehemalige Wachstube, die heute die Kasse für die Falknerei beherbergt. Direkt im Anschluss beginnt die großzügig angelegte Zwingeranlage, die die Burg nach Norden, Süden und Westen zu den eher flach abfallenden Bergseiten hin schützte.
Hohenbeilstein bestand einst aus der Kernburg, einem umliegenden Graben und einer davor errichteten Wehrmauer mit Schalentürmen, die erst wesentlich später entstanden sind. In der Grabenanlage im Zwinger, die die Burg zu allen Seiten außer zum Ort umgibt, befindet sich heute die Falknerei.
Die Kernburg weist nur einen Eingang von Osten her auf. Heute besteht der Zugang aus einer steinernen Brücke, die den Graben überspannt, sowie dem ehemaligen Tor der Kernburg. Sehr deutlich zu erkennen, sind die beiden Reste der Türme, die hier einst die Zugbrücke hielten, flankierten und zur Abwehr der eingedrungenen Gegner in den Zwinger dienten. Die beiden Türme am Tor waren Rundtürme mit Schießscharten in mehrere Richtungen. Flankiert wurde der Eingang durch den Bergfried, sowie durch rekonstruierte Zinnen auf und Armbrustschießscharten in der Ringmauer der Kernburg.
Die Verteidigungsanlagen der Kernburg wurden teilweise restauriert oder sind erhalten. Die Ringmauer ist 2,3m stark und diente somit in alle Richtungen als Schildmauer. In Relation zu den hohen Mauern wurde das Tor sehr klein gehalten und mit einem Ringzwinger versehen.
Der Burghof der Kernburg wirkt aufgrund fehlender Gebäude teilweise leer. An der Westseite befindet sich heute eine Gastwirtschaft. Sie wurde ganz im alten Stil aus Fachwerk und Stein errichtet und integriert sich gut in die Burganlage. Im Norden, neben dem Tor, befindet sich der Bergfried, der mit seiner Höhe von 27m eindrucksvoll und mächtig wirkt. Zu erkennen sind noch am Bergfried ein Erker, der wahrscheinlich als Abort diente, sowie der Eingang und die verwendeten Buckelquader. Zur Nordseite und somit zur Angriffsseite wurde die Außenmauer des Bergfrieds verstärkt und angewinkelt, so dass aufprallende Geschosse abstreiften und nicht frontal einschlagen konnten.
Der Hof beherbergt heute an der Nordostseite der Ringmauer, an der Stelle eines Gebäudes, eine große freie Fläche. Gotische und romanische Fenster, erhöhte Mauern, Balkenauflager, Balkenlöcher und restliche Fundamente weisen auf ein größeres Gebäude hin, bei dem es sich durchaus um den Palas gehandelt haben könnte. An der Südseite der Ringmauer lassen sich neben der Gastwirtschaft ebenfalls noch Reste eines Gebäudes erkennen, die darauf hinweisen, dass der Hof anscheinend nicht einmal halb so groß war, wie er es heute ist. Vor der Gastwirtschaft befindet sich noch ein Brunnen.
Zum Tal hin flacht die äußere Wehrmauer ab. Ein Tor in der Westmauer gibt die Möglichkeit den Zwinger zur Stadt hin zu betreten. Neben einem Erker an der Westmauer sind hier noch die Aussicht und ein Weg zu erkennen, der auf den Spuren des ehemaligen Zwingers entlangführt und an einem nur noch bedingt erhaltenen, alten Wehrturm endet. Noch deutlich zu erkennen, ist die Verbindung mit der ehemaligen Stadtmauer von Beilstein.
Burg Hohenbeilstein ist angenehm. Der Burghof lädt zwar zum Niederlassen und Verweilen ein, weist aber eine nur beschränkte Bewegungsfreiheit auf. Leider kann man die untypische Besonderheiten der Burg, wie z.B. der halbrunde Grundriss oder der fünfeckige Bergfried nur bedingt besichtigen.

Historie

Seit der Römerzeit werden die Berge des Burgbergs zur Weingewinnung genutzt. Die heute zu erkennende Burg entstand unter den Grafen von Calw. Der Bergfried wird seit seiner Existenz von den Einwohnern "Langhans" genannt und bildet das Wahrzeichen der Stadt. Die erste Befestigung entstand um das Jahr 1070, die um 1200 von den Grafen von Calw ausgebaut wurde. Um 1290 geht sie an die Markgrafen von Baden und 1304 und 1348 langfristig an Württemberg. Der äußere Mauerring entstand erst wesentlich später um den Graben herum. Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen verlor die Burg an Bedeutung und begann zu verfallen. In alten Urkunden wird sie unter dem Namen "Bilistein" mehrmals erwähnt. Damit ein weiterer Ausbau nicht möglich war und zur Machtsicherung zerstörten die Franzosen 1693 die Burg.

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Anfahrt

Burg Hohenbeilstein befindet sich nahe des Ortes Beilstein. Die nächste Autobahn ist die A81 Ausfahrt "Ilsfeld". Von hier führt eine Landstraße nach Beilstein. In Beilstein beginnt eine Ausschilderung zur Burg.

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Burgenarchiv.de
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Sonstige Einrichtungen

Sehr interessant ist die Form des Bergfriedes. Durch die Ecke, direkt zur Angriffseite hin, wollte man bezwecken, dass Geschosse die Mauern des Turmes nicht frontal trafen und somit abgelenkt wurden. Durch die Ablenkung wurde den Geschossen die Wucht genommen.

Gastronomie

Burg Hohenbeilstein beherbergt ein Restaurant in der Kernburg.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.01.2012


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