Wildberg

Burg Wildberg

Burg Wildberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem Sporn in einer Schleife des Flusses Nagold entstand im 12. Jahrhundert die Burg Wildberg. Von der Anlage haben sich ausgiebige Reste erhalten, die heute in einer Parklandschaft integriert wurden. Die schöne Burg lädt mit zahlreichen Sitzbänken und einer weiten Aussicht zum Erkunden und Verweilen ein.

Burg Wildberg
Burg Wildberg

Adresse

Burg Wildberg 72218 Wildberg Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: -
Lage: 410 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:40-16:42 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Wildberg

Auf einem auslaufenden Sporn weit über dem Tal der Nagold liegt das Schloss Wildberg. Die Anlage stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert zu einem weitläufigen Schloss ausgebaut, von dem sich heute nur noch Ruinen erhalten haben. Die Anlage befindet sich oberhalb der Altstadt auf dem höchsten Punkt und war zu zwei Seiten mit der Stadtmauer verbunden. Sie schützte die Stadt zu ihrer schwächsten Stelle hin.
Von dem Schloss haben sich heute große Teile der äußeren Ringmauer, ein Turm, Teile des Tors und der Stumpf des ehemaligen Bergfrieds erhalten. Zur Stadt hin wurde sie durch einen tiefen Halsgraben geschützt, der zu Gunsten des Parkplatzes und der Schlossstraße teilweise eingeebnet wurde. Zum Tal hin war die Burg durch steile, natürliche Abhänge vor Angriffen sicher.
Burg Wildberg bestand ursprünglich aus einer trapezförmigen Burg mit vorgelegtem Zwinger. Von dem Zwinger zeugt heute nur noch ein runder Turm, der sich abseits des Grabens befand und heute direkt am Parkplatz liegt. Der Turm weist noch Schlüsselschießscharten und kleine Fenster in alle Richtungen auf. Seine runde Form deutet auf eine späte Entstehung hin.
Burg Wildberg besitzt keine Vorburg. Man kann davon ausgehen, dass die weitläufige Kernburg mehrere Wirtschaftsgebäude beherbergte. Der Zugang erfolgt heute wie damals von Westen her über einen Torbau, der sich größtenteils erhalten hat. Er wurde durch einen aus der Mauerflucht stehenden eckigen Turm flankiert. Bei dem Turm soll es sich um den Bergfried gehandelt haben. Er soll das älteste Gebäude der Burg sein. Buckelquader in seiner Mauer weisen darauf hin. Vor dem Tor befand sich vermutlich eine Zugbrücke und ein Graben, die heute nicht mehr erkennbar sind.
Das Innere der Kernburg wurde größtenteils durch einen weitläufigen Hof dominiert, der vermutlich erst mit dem Bau des Schlosses entstanden ist. Im Zentrum des Hofs lag ein Brunnen, dessen Stelle heute durch ein Blumenbeet markiert wird. Die Kernburg ist nahezu leer. Abstufungen und Grundmauern weisen auf Gebäude hin, die sich an der West-, Nord- und Südseite befanden. An der intakten Ringmauer, die noch heute die Kernburg vollständig umgibt, lassen sich zahlreiche Fenster und Balkenauflager erkennen. Der Bau im Süden ist das besterhaltene Gebäude. Unter dem Bauwerk befindet sich noch ein Kellergewölbe, das von außen einsehbar ist. Direkt neben dem Bau wurde eine kleine Terrasse angelegt, die eine Aussicht über das Nagoldtal verspricht.
Von der Atmosphäre her ist Burg Wildberg sehr angenehm. Die Anlage wurde in einem Park integriert und wird durch die Stadt aufwändig gepflegt. Die Terrasse im Süden lädt mit einer weiten Aussicht zum Verweilen ein und ist ein gern besuchter Platz von Einheimischen und Touristen.

Historie

Das Schloss basiert auf einer romanischen Burg, die teilweise zur Stauferzeit mit Buckelquadern verstärkt wurde. Sie wurdeu um 1200 als Burg der Pfalzgrafen von Tübingen, ursprünglich die Grafen des Nagoldgaus, errichtet. Erstmals taucht sie in einer Urkunde 1237 zusammen mit einem Schenk von Wildberg auf. Man vermutet das Burkhard III. von Hohenberg die Stadt errichtet hat und zeitweise auf der Burg wohnte.
Um 1500 wurde Burg Wildberg verstärkt (wahrscheinlich nach den Angriffen im Bauernkrieg) und nach einem Blitzschlag 1618 repariert. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört.
Zwischen 1688 und 1692 kam es zu einem Umbau zum Schloss. Sie wurde Sitz der württembergischen Obervögte. Bei einem Luftangriff 1945 hat man die Burg endgültig zerstört.
Heute dient die Anlage unter anderem als Park.

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Anfahrt

Die Burgruine Wildberg liegt in dem gleichnamigen Ort Wildberg an der B463 zwischen Calw und Nagold. Über die A81 Ausfahrt "Herrenberg" auf die Bundesstraße und weiter auf die L349 Richtung Effringen. Die Straße führt in zwei Serpentinen den Berg hoch. Der Ausweisung Richtung Rathaus folgen. Dieses befindet sich in der "Marktstraße". Die "Marktstraße" geht in die "Schlossstraße" über, an deren Ende die Parkplätze zur Burg liegen.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Wildberg erwähnt:

Waldeck

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.02.2014, 29.01.2005


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