Vörbach

Burg Vörbach

Burg Vörbach

Deutschland / Baden-Württemberg

Oberhalb der Mündung des Vörbächle in den Fluss Waldach liegt auf einem Sporn die Burg Vörbach. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert ist heute kaum noch erhalten. Es zeugen nur noch Gräben, Wälle und der Stumpf des ehemals 28 Meter hohen Bergfrieds von der Burganlage. Nach einem Brand am 24. April 1798 wurde Vörbach fast vollständig abgebrochen. Zur Erinnerung hat man auf den Stumpf eines Wehrturms ein Fachwerkhäuschen gesetzt.

Burg Vörbach 1
Burg Vörbach 2

Baubestand & Beschreibung

Weit oberhalb der Mündung des Vörbächle in den Waldach liegt die Burg Vörbach. Die Anlage thront auf einem Sporn, der das östliche Ende des großen Plateaus der Gemeinde Vörbach zum Tal hin bildet. Der Sporn weist noch heute eine dreieckige Form auf, die nach Norden, Osten und Süden steil abfällt. Von der Burg haben sich nur wenige Reste erhalten. Man stößt auf eine ausgeprägte Grabenanlage, eine Schutz- und Wanderhütte und zahlreiche Grundmauern und Fundamente von Wehrelementen und Gebäuden.
Ursprünglich bestand die Burg aus einem Burghügel, der die Kernburg trug und einem hufeisenförmigen Terrassenring, der den Burghügel nach Norden, Osten und Süden umschloss. Ein runder Schalenturm hat sich erhalten und wurde 1906 zur Wanderhütte umfunktioniert. Heute trägt der Turmstumpf die Nördlinger Hütte. An seinen Außenmauern lassen sich abgehende Wehrmauerreste erkennen.
Die Kernburg lag auf dem Burghügel, der den höchsten Punkt der Anlage darstellte. Ältestes Gebäude war wahrscheinlich der Bergfried, der 1798 abgebrochen wurde, um die Schäden nach dem Stadtbrand zu reparieren. Bis heute haben sich nur die Fundamente erhalten, die aus eindrucksvollen, großen Buckelquadern bestehen. Abseits des Bergfrieds haben sich Wehrmauerreste der Ringmauer der Kernburg erhalten.
Von der Atmosphäre her ist Burg Vörbach sehr angenehm. Die Anlage liegt ruhig inmitten eines Waldes leicht abseits der Zivilisation. Die wenigen Reste sind schnell besichtigt und werfen viele Fragen auf. Zahlreiche Sitzbänke laden zum längeren Verweilen ein.

Historie

Burg Vörbach wird das erste Mal urkundlich 1140 im Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen erwähnt. 1330 werden Albrecht und Diem von Steinhilben als Eigentümer genannt. Sie haben die Burg wahrscheinlich von den Pfalzgrafen gekauft, nachdem ihr Vater Dietrich von Steinhilben sie als Lehen nutzte. 1360 kommt sie durch Verkauf von Graf Burkhard von Steinhilben an Rupprecht I. von der Pfalz. Es folgen weitere Verkäufe, wie zum Beispiel durch Graf Otto I. von der Pfalz 1440 an Graf Ludwig I. und Ulrich von Württemberg. Anschließend diente sie bis 1483 als Lehen der Herren von Emershofen, die die Anlage für 1800 Gulden an die Herren von Ehingen veräußerten. 1485 ist sie im Besitz des Grafen Eberhard im Bart, der sie als Lehen an Jörg von Ehingen vergibt. Sein Nachfolger, Rudolf von Ehingen, verkauft die Burg 1498 an Hans von Neuneck zu Glatt. 1625 wird sie für 70.000 Gulden an den Herzog von Württemberg veräußerte. Ob die Anlage im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, ist unbekannt.
In der Nacht vom 23. auf den 24. April 1798 kommt es zu einem großen Stadtbrand. Um den Ort wieder aufzubauen, wird die Anlage abgebrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll sie großflächig erhalten gewesen sein. 1906 entsteht auf dem Turmstumpf des Wehrturms eine Schutzhütte, die zukünftig den Namen Nördlinger Hütte tragen soll. 1990 renoviert man die Hütte.

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Anfahrt

Burg Vörbach liegt unweit von Pfalzgrafenweiler. Über die B28 über Freudenstadt oder Nagold nach Pfalzgrafenweiler fahren. Innerorts Richtung Oberwaldach und kurz vor Ortsausgang in die "Am Schlosswald" nach links abbiegen. In der Straße "Am Schlosswald" parken und am Bolz- und Fußballplatz dem ausgeschilderten Fußweg zur Burg folgen.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Vörbach erwähnt:

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.03.2014, 03.04.2005


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