Burg Hornberg

Burg Hornberg

Burg Hornberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Hoch über der Mündung des Zwerchbachtals in das Köllbachtal liegt auf einem Sporn die Burg Hornberg. Die Anlage aus dem 11. Jahrhundert ist heute privat und beherbergt ein Landschulheim. Sie kann dennoch von außen besichtigt werden. Es haben sich partiell Gebäude wie der Bergfried, der Graben und Teile der Ringmauer erhalten. Eines der Gebäude steht auf den Grundmauern des Palas.

Burg Hornberg 1
Burg Hornberg 2

Baubestand & Beschreibung

Hoch über der Mündung des Zwerchbachtals in das Köllbachtal liegt auf einem Sporn die Burg Hornberg. Sie steht an einer Ecke eines hohen Plateaus, südlich von Hornberg. Die Anlage wurde in ein Schulwaldheim umfunktioniert und erfuhr durch seine neue Funktion einige Um- und Anbauten. Der mächtige Graben fungiert heute als Zugang zu einem Wanderweg in die Berge, ist in seiner Grundform aber noch gut zu erkennen. Neben dem eigentlichen Burggelände, das man teilweise in seiner alten Form zu belassen, befindet sich ein Neubau des Besitzers.
Von Burg Hornberg sind noch partiell Reste erhalten. Neben dem umfunktionierten Graben stößt man heute noch auf den Palas, dessen Reste sich vom integrierten Neubau durch die Buckelquader gut absondern. Neben dem Gebäude steht ein wieder aufgebautes Stück Wehrmauer, die den Innenhof nach außen hin abtrennt und als Verbindungsstück zwischen Palas und dem restaurierten Bergfried fungiert. Am Turm wurde ein Anbau zu einem Aufbewahrungsort umfunktioniert, in dem allerlei Bergbauwerkzeug und Kleidung aufgehoben wird. Im ehemaligen Halsgraben im Norden stößt man hinter dem Bergfried auf eine alte Lore. Kinder und Gäste des Schulwaldheims haben die Möglichkeit sich in einen nahe gelegenen Stollen zu begeben und sich die Kunst des Bergbaus zu Gemüte zu ziehen. Der Silberbergbau in dieser Gegend könnte ein Grund für den Bau der Burg gewesen sein.
Von der Atmosphäre her ist die Anlage angenehm. Die Reste der Burg, bestehend aus einer Wehrmauer, dem mächtigen Halsgraben, dem Bergfried und dem Palas wurden weitestgehend wieder aufgebaut, saniert oder restauriert. Die Anlage lässt sich heute zur Hälfte umrunden und bewundern. Um der Funktion als Schulwaldheim gerecht zu werden, mussten einige Bereiche erneuert oder entfremdet werden.

Historie

Sowohl Ort wie auch Burg wurden von den Grafen von Calw, nach einer Rodung des Gebietes im 11. und im 12. Jahrhundert gegründet. Erbaut wurde die Anlage von den Lehensherren von Calw, den Herren von Fautsburg. Ein Herr Heinrich von Hornberg wird im Jahre 1252 urkundlich erwähnt. Durch Fehlwirtschaft blieb das Geschlecht aber nicht lange im Besitz ihrer Ländereien, so dass es zum Verkauf der Güter an die Grafen von Baden und die Grafen von Württemberg kam. 1399 starben die Hornberger aus und der Besitz ging vollständig an die beiden Grafschaften, die sich die Ländereien teilten. 1548 soll der Reformator Johannes Brenz sich unter anderem hier und auf der Fautsburg versteckt haben.
Anschließend verfiel die Burg. 1603 wird die Anlage urkundlich mit dem Verkauf an Württemberg als Ruine bezeichnet. Erhalten geblieben sind Reste der Umfassungsmauern, des Bergfrieds und die Grundmauern des Palas. 1958 wurde der Bergfried wieder aufgebaut. Kurze Zeit später kam es durch das Land Baden-Württemberg bis 1971 zum Aufbau weiterer Gebäude, die als Landesforstverwaltung genutzt wurden. Anschließend wurde die Burg zu einem Waldschulheim umfunktioniert. 1993 renovierte man die Anlage.

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Anfahrt

Burg Hornberg liegt nahe dem kleinen, gleichnamigen Ort bei Altensteig. Am besten ist die Anlage über die B28 bis kurz vor Altensteig und dann weiter nach Berneck zu erreichen. In Berneck sollte man sich links halten (die Hauptstraße teilt sich). Hinter Berneck kommt ein sehr scharfer Abzweig nach rechts Richtung Hornberg. Die Burg ist ausgeschildert, der Weg geht vor dem Ort ab.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 25.01.2005


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