Schloss Schwerin

Burg Schwerin
Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Auf einer kleinen Insel im Schweriner See thront weit sichtbar das eindrucksvolle und reprÀsentative Schloss Schwerin. Die schöne Residenz zÀhlt heute zu den bekanntesten Schlössern und Burgen in Deutschland. Der riesige Bau beherbergt ein Museum und den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.
Die Geschichte der Anlage reicht bis in das Jahr 973 zurĂŒck, als hier an selbiger Stelle eine slawische Wallanlage und nach 1160 bis Ende des 14. Jahrhunderts eine Wasserburg standen. Herzog Johann Albrecht I . baut 1555 ein Renaissanceschloss an diese Stelle und lĂ€sst die alte Burg abreißen. Er prĂ€gte das Bild des heutigen Schlosses, das in der darauf folgenden Zeit erweitert und mit einer Parkanlage versehen wurde.
Heute lĂ€sst sich der eindrucksvolle Schlossbau vollstĂ€ndig umrunden und ĂŒber das Museum zum Teil begehen. Die Insel lĂ€dt mit Park und Schloss zu einer ausgedehnten Besichtigung ein. Es lohnt sich.

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Burg Schwerin wird in folgenden Artikeln erwÀhnt:
Die Schlösser und Burgen um Schwerin
Die Schlösser und Burgen um Wismar
Die schönsten Schlösser und Burgen in Deutschland

Bilder

Adresse, Karte & Parken


Burg Schwerin
19055 Schwerin

Parken: Es gibt fĂŒr Burg Schwerin einen kostenpflichtigen Parkplatz. Von hier belĂ€uft sich der Fußweg zur Anlage auf 300 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Wallburg
Nutzung: -
Lage: 46 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 08:10-18:43 Uhr Info

Baubestand & Beschreibung

Das Schloss Schwerin liegt auf einer Insel im Schweriner See. Heute ist sie ĂŒber zwei BrĂŒcken mit dem Festland verbunden und ein gern gesehenes Ausflugsziel zahlreicher Touristen. Auf der Insel lag ursprĂŒnglich eine Wallburg aus der Slawenzeit, die spĂ€ter zu einer Wasserburg und dann zu einem herrschaftlichen Schloss umgebaut wurde. Das Schloss erstrahlt heute in wieder aufgebautem, gutem Zustand und beherbergt neben einem Museum den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns.
Von der ehemaligen Wallburg und der mittelalterlichen Steinburg ist nichts mehr zu erkennen. Die Lage auf der kleinen Insel, inmitten des Sees, zeugt einzig und allein von einem guten Schutz. Heute trifft man auf einen mehrflĂŒgeligen Schlossbau mit einer abwechslungsreichen Neorenaissancefassade, die unter anderem alte Epochen und Stile aufweist. Einige der Elemente sind im historischen Kontext einzigartig in Europa.
Vor dem Umbau bestand der GebĂ€udekomplex aus vier GebĂ€uden aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Auf Wehranlagen verzichtete man und errichtete diesen reprĂ€sentativen Schlossbau. Einzig und allein der Graben und der so genannte “Burggarten“ erinnern an mittelalterliche Wehranlagen.
Trotz der nicht mehr existenten Burganlage ist Schloss Schwerin sehr interessant und wirkt sehr eindrucksvoll. Mit Hilfe eines Rundweges lĂ€sst sich die Anlage einmal vollstĂ€ndig auf Wegen durch teilweise neue und teilweise alte Parkanlagen auf der Insel umrunden. Dabei stĂ¶ĂŸt man auf den so genannten Burggarten, zahlreiche TĂŒrmchen, sehr unterschiedliche Fassaden, ein CafĂ© und uneingeschrĂ€nkte Aussichten ĂŒber den See.
Der Schlossbau ist polygonal, d.h. er weist sechs Ecken auf und besitzt sechs Fassaden unterschiedlichen Ausmaßes. Immer wieder stĂ¶ĂŸt man dabei auf kleine Bastionen, die wohl im 16. Jahrhundert errichtet wurden und beim Wiederaufbau und der Erweiterung des Schlosses ihre Bedeutung fanden. Zumindest sind sie heute noch existent, weisen aber nur eine geringe Höhe und sehr große Schießscharten auf.
Der normale Besucher, der nicht Mitglied des Landtags ist, betritt das Schloss ĂŒber einen reprĂ€sentativen Eingang, der durch sein Spinnennetzgewölbe, den verzierten SĂ€ulen, den zwei Seitenschiffen und prachtvollen Holzarbeiten, sowie einer massiven und eindrucksvollen TĂŒr von großer Sorgfalt beim Wiederaufbau zeugt. Betritt man den prĂ€chtigen Durchgang bleibt nur der Weg in das Museum.
Die Tour durch das Museum fĂŒhrt durch zahlreiche RĂ€ume, die sich immer wieder in ihrer Schönheit und ReprĂ€sentation gegenseitig ĂŒbertreffen. Neben zahlreichen Möbeln, Wandverkleidungen, Malereien und der Wohnung des Großherzogs stĂ¶ĂŸt man auf den imposanten und eindrucksvollen Thronsaal, der in seiner Art in Norddeutschland kaum zu ĂŒbertreffen ist. An diesen schließt die Ahnengalerie an, die einen RĂŒckblick in die Zeiten der Herzöge und Grafen Mecklenburgs werfen lĂ€sst. Thronsaal und Ahnengalerie, sowie viele andere SĂ€le sind ein Muss fĂŒr jeden Freund der schmuckvollen und reprĂ€sentativen Art des 16. Jahrhunderts, die im 19. Jahrhundert wieder aufgefasst und restauriert wurde.
Im Gesamtbild ist Schloss Schwerin eine große Anlage aus dem 19. Jahrhundert, die eine majestĂ€tische und gehobene Ausstrahlung aufweist. Von der Burg, die sich einst an selbiger Stelle befand, ist nichts mehr zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

Im Jahre 973 wurde eine slawische Burganlage auf der kleinen Insel genannt. Ab 1147 kommt es zu den SlawenfeldzĂŒgen unter Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern. 1160 brennt der letzte große FĂŒrst der Obotriten die Burg nieder. Daraufhin grĂŒndet Heinrich der Löwe die Stadt Schwerin und veranlasst einen Wiederaufbau der Burg im selben Jahr. Bis ins Ende des 14. Jahrhunderts dient die Burganlage den Herzögen von Mecklenburg als Residenz. Erst unter Herzog Johann Albrecht I. kommt es 1555 zum Umbau zu einem befestigten Renaissanceschloss, das 1563 um eine Schlosskirche und somit den ersten protestantischen Kirchenbau in Mecklenburg erweitert wird. 1643 baut man die Anlage ein weiteres Mal im niederlĂ€ndischen Hochrenaissance-Stil nach PlĂ€nen von Ghert Evert Piloot um. 1857 stellt man einen Um- und Neubau des Schlosses unter Großherzog Friedrich Franz II. nach PlĂ€nen von Demmler, StĂŒler, Willebrand fertig. Die Anlage wird um den Burggarten erweitert. Die umliegende Parkanlage wird gestaltet. 1918 geht das Schloss durch den Ausruf der Weimarer Republik in den Eigentum des Landes Mecklenburg-Schwerin ĂŒber, die ab 1921 bis 1945 das Schloss als Schlossmuseum nutzen. Ab 1949 bis 1989 ist es Sitz der Landesregierung und des Landtags. Zudem stĂ¶ĂŸt man auf eine pĂ€dagogische Schule, ein Museum fĂŒr Ur- und FrĂŒhgeschichte und auf ein polytechnisches Museum. Ab 1990 beginnt die große Restauration, die bis 2001 andauert. Das Schloss wird Schritt fĂŒr Schritt wieder aufgebaut und erhĂ€lt sein heutiges Aussehen. Als letztes wurde die Orangerie fertiggestellt.

Eintritt und Öffnungszeiten

Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.
Öffnungszeiten: GanzjĂ€hrig
Park: offen
Museum:
15.Apr-14.Okt:
tÀglich:
10.00-18.00 Uhr
15.Okt-14.Apr:
Di-So, Ft:
10.00-17.00 Uhr
24.12: geschlossen.
Eintrittspreise: Park: frei
Schloss: kostenpflichtig
Erwachsene: 4,00€
ErmĂ€ĂŸigt: 2,50€
Gruppe: 2,50€ p.P.
Familie: 7,00€
Schulklasse: 0,50€ p.P.
Kontakt: Staatliches Museum Schwerin
Schloss Schwerin
Lennéstr. 1
19055 Schwerin
Website: Schloss-Schwerin.de

Anfahrt

Das Schloss Schwerin befindet sich inmitten der Stadt Schwerin. Von der A24 auf die A241 und ĂŒber die Ausfahrt “Schwerin Ost“ auf die B321. Innerorts immer geradeaus, bzw. der Ausschilderung zur Stadtmitte folgen. Kurz nach Ortsanfang beginnt die Ausschilderung zum Schloss und dem anliegenden Parkplatz.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Schwerin erwÀhnt:

Burg LĂŒbz, Burg Dobin, Burg Neustadt-Glewe, Burg Landskron, Burg Mecklenburg, Schloss Ratzeburg, Burg Saarburg, Schloss GĂŒstrow, Burg Spantekow, Burg Tribsees

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.07.2006


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Burg Dobin

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19067 Rubow - Flessenow
Entfernung: 18.51 km

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