Inhaltsverzeichnis
- Kurz und gut
- Bilder
- Adresse, Karte & Parken
- Kurzinfo
- Baubestand
- Historie
- Preise und Ăffnungszeiten
- Anfahrt
- Literatur und Quellen
Kurz & gut
In der Mitte des 11. Jahrhunderts entstand oberhalb des Lautertals die Burg Hohengundelfingen. Ihre Lage auf einem terrassenförmigen Sporn mit SteilhĂ€ngen bot den Einwohnern nur wenig Platz. Hauptaugenmerk der Burgruine ist der Stumpf des Bergfrieds, der aus riesigen Buckelquadern errichtet wurde und wahrscheinlich ĂŒber 30m hoch war. Nach 1948 wurden die Ăberreste der Burg mĂŒhsam gesichert und konserviert. Heute lĂ€dt sie zum Besuchen, Verweilen und Erkunden ein.
Bilder
Adresse, Karte & Parken
Burg Hohengundelfingen
72525 MĂŒnsingen-Gundelfingen
Parken: Es gibt fĂŒr Burg Hohengundelfingen einen kostenlosen Parkplatz. Von hier belĂ€uft sich der FuĂweg zur Anlage auf 750 m.
Kurzinfo
| Punkte: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| Zustand: | Ruine |
| Burgtyp: | Spornburg |
| Nutzung: | - |
| Lage: | 730 m.ü.NN. |
| Sonnenlicht: | 09:16-17:40 Uhr Info |
Baubestand & Beschreibung
Burg Hohengundelfingen liegt auf einem steilen Felsen ĂŒber dem Lautertal, der durch seine terrassenartige Form den damaligen Bewohnern viel Platz bot. Man erreicht die Anlage entweder ĂŒber die Vorburg oder ĂŒber den Halsgraben, die beide das westliche und östliche Ende der Anlage bilden.
Die Vorburg liegt knapp 15m unterhalb der Kernburg und ist mit dieser nicht verbunden. FrĂŒher gab es anscheinend eine Art Holzkonstruktion, Leiter, Treppe oder Tunnel, der von der Vorburg in die Kernburg fĂŒhrte. Heute muss man die Vorburg verlassen und einem Wanderweg weiter folgen um in die Kernburg zu gelangen. Die Vorburg ist eher schlecht erhalten. Man hat zur Orientierung und der Sicherheit wegen die AuĂenmauern bis auf knapp einen Meter wieder aufgebaut und gesichert. Von dem ehemaligen Innenleben ist in der Vorburg nichts zu finden. Das Tor der Vorburg wurde sehr klein gehalten und ist zum Teil noch originalen Ursprungs. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf das groĂe leere Plateau der Vorburg und auf die imposanten Felsen und die SteilwĂ€nde, die ein unĂŒberwindbares Hindernis zwischen Vor- und Kernburg darstellten.
Der Zugang zur Kernburg erfolgte ĂŒber einen Weg nördlich des Halsgrabens. Der ehemalige Zugang besaĂ eine Wachstube, von der noch die Grundmauern erhalten sind und endet auf der untersten Ebene der terrassenartigen Anlage, bzw. im alten Burggarten. Die unterste Ebene beinhaltete unter anderem WirtschaftsgebĂ€ude, die hier am Eingang den Weg verengten. Zur Steilwand hin steht auf einem Sporndas Frauenhaus, das ebenfalls nur noch von den Grundmauern her existiert. Dieses bildet den dritthöchsten Punkt, liegt dafĂŒr nah zum Tal und bietet neben Sitzmöglichkeiten eine Aussicht auf den Fluss und das Tal. Im Tal befindet sich die Burg Niedergundelfingen auf einem HĂŒgel am Fluss. Zwischen den beiden Anlagen herrschte Sichtkontakt.
Von dem runden, plateauförmigen Frauenhaus hat man mehrere Möglichkeiten in die unterschiedlichen Bereiche der Burg zu gelangen. Es gibt einen Weg, der in die ehemaligen beiden BurggĂ€rten fĂŒhrt, die nach SĂŒden ausgerichtet waren und somit zur ErnĂ€hrung der Burg und als Zwinger dienten. Oberhalb lag die Regenwasserzisterne und der Bergfried.
Der Bergfried ist der am besten erhaltene Punkt der Burg. Er hat eine Höhe von 12 Metern zuzĂŒglich der Höhe des Felsens und besteht aus groĂen Bossenquadern. Im Schutz des Bergfrieds lag die Regenwasserzisterne, die heute nur noch aus einem tiefen Loch besteht. Wahrscheinlich gibt es noch ein verschĂŒttetes unteres Höhlensystem, da der Kern einer Wendeltreppe im Regenwasserzisternenloch vorzufinden ist.
Burg Hohengundelfingen ist sehr angenehm. Erhaltene Elemente separieren sich von der Restauration, so dass man gut erkennen kann, was erhalten geblieben und was neu ist. Die terrassenförmige Struktur sorgt dennoch fĂŒr Schwierigkeiten die Reste zuzuordnen.
Historie
Die Burg wurde von den Herren von Gundelfingen in der Mitte des 11. Jahrhunderts errichtet. Der Bergfried weist riesige Bossenquader auf, die mit ihrem sorgfĂ€ltigen Zuschlag nur selten zu finden sind. Er war wahrscheinlich einst circa 30 Meter hoch und hielt mit seinen Steinen aus hartem Jurakalk den stĂ€rksten SchĂŒssen stand.
Ab dem 16. Jahrhundert begann der Verfall der Anlage. 1939 wird die Burg von Hans Römer aus Neu-Ulm gekauft. Hohengundelfingen war durch die schlechte Befestigung der Steine auf dem blanken Fels stark verfallen, so dass sich Hans Römer ab 1948 16 Jahre lang mit dem Wiederaufbau beschĂ€ftigte. Die Burg wurde durch ihn und ein kleines Team erst wieder zugĂ€nglich gemacht. Es kam zur Entschuttung, Ausgrabung, Freilegung, Sicherung, ErgĂ€nzung und Konservierung des Vorhandenen. Man nutzte ausschlieĂlich vorgefundene Steine, was der Burg ein natĂŒrliches und altes Aussehen verleiht, dennoch durch die Steinsetzkunst das Alte vom Neuen trennt.
Eintritt und Ăffnungszeiten
Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.| Öffnungszeiten: | offen |
| Eintrittspreise: | frei |
Anfahrt
Burg Hohengundelfingen ist eine der beiden Burgen, die in Gundelfingen zu finden sind. Burgen und Ort liegen nahe der B465 und sind somit von der A8 Ausfahrt âWendlingenâ ĂŒber Metzingen, Bad Urach und MĂŒnsingen zu erreichen. Innerorts sollte man sich von der HauptstraĂe dem ausgeschilderten Wanderweg zuwenden und die Burg ĂŒber den steilen Weg durch die Vorburg erreichen oder man fĂ€hrt Richtung DĂŒrrenstetten und parkt hier auf dem hinteren Wandererparkplatz, um von hier die Burg ĂŒber einen angenehm, leicht ansteigenden, kĂŒrzeren Weg zu besuchen. In diesem Falle gelangt man ĂŒber den Halsgraben zur Burg.
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Querverweise
Bei folgenden Burgen wird Hohengundelfingen erwÀhnt:Burg Niedergundelfingen, Burg Wartstein
Literatur
- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", StĂŒrtz Verlag, 2000, WĂŒrzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, âHistorische StĂ€tten VI- Baden-WĂŒrttemberg- 6. Bandâ, Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart
Aktualisierung
Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.01.2012
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