Schloss und Festung Hardenburg, Hardenberg

Schloss & Festung Hardenburg, Hardenberg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Die Burgruine von Hardenberg thront auf einem weitläufigen Sporn oberhalb einer S-Kurve des Tals des Flusses Isenach. Die Burg wird urkundlich 1214 das erste Mal erwähnt und bis zu ihrer Zerstörung 1692 stetig erweitert und ausgebaut. Heute handelt es sich um eine eindrucksvolle, große, sehenswerte Festungsanlage. Bei der Verstärkung gegen Feuerwaffen hat man die mittelalterliche Burg vollständig überbaut und eine Höhenfestung geschaffen, die in Größe und Erhalt ihresgleichen sucht. Unterirdische Gänge, zahlreiche Gebäude, viele Türme, Kasematten, eindrucksvolle Toranlagen und ein verwinkelter Aufbau laden heute zum langwierigen Erkunden und Besuchen ein. Es lohnt sich!

Schloss & Festung Hardenburg, Hardenberg 1
Schloss & Festung Hardenburg, Hardenberg 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Hardenberg befindet sich auf einem auslaufenden Bergsporn oberhalb des schmalen Tals des Flusses Isenach. Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte stetig vergrößert und gehört heute zu den größten Burgen der Region. Sie wurde noch bis in das 17. Jahrhundert ausgebaut und weist daher teilweise einen sehr ausgeprägten Festungsbaustil auf. Der Weg hoch zur Burg endet direkt im alten Halsgraben, der zu späterer Zeit zum Teil überbaut wurde. Heute führt eine hohe Festungsmauer mit innenliegenden Wehrgängen und einem Tor durch den Halsgraben auf den Bergrücken. Mit zehn Meter Breite erscheint die Mauer sehr dick und imposant. Der Durchgang wirkt wie ein Tunnel. In diesem findet man noch einige Räumlichkeiten, unter anderem eine alte Wachstube.
Hinter dem Tunnel befindet sich ein Torzwinger, der einst vollständig mit einer Mauer umgeben war und einen dicken Bastionsturm als Flankierwerk aufwies. Heute sind noch Teile der Wehrmauer und des Turmes zu erkennen. Vom Torzwinger geht es über ein weiteres Tor in die Kernburg.
Das Tor der Kernburg mündet direkt auf dem alten Burghof. Der Hof bildet den Haupterschließungspunkt der Anlage. Von hier gehen zahlreiche Wege in die unterschiedlichen Bereiche ab. In der Mitte ist noch der alte und tiefe Brunnen zu erkennen. Die Ostseite des Hofs weist zwei quer liegende Mauern eines Gebäudes auf und wird zu dieser Seite hin durch diese begrenzt. Die Stirnseiten des Hauses sind noch bis zum Giebel erhalten.
An der Nordseite wird der Hof durch den ehemaligen Palas geschlossen gehalten, der zum größten Teil noch bis zum zweiten Geschoss existent ist und zahlreiche Fenster aus den unterschiedlichen Epochen aufweist. Auch seine Stirnseiten sind bis unter das Dach erhalten, bzw. wurden restauriert. Neben dem Palas führt ein Weg zum dicken nordöstlichen Bastionsturm und von dort zu den vorgelegten barocken Garten in die zweite Bastionsmauer, bestehend aus zwei mächtigen Türmen und einer fünf Meter dicken Mauer mit integriertem Wehrgang. Sowohl Türme, Garten wie auch Gang lassen sich besuchen und zeugen von spätmittelalterlicher, sehr solider Festungsbaukunst.
Die Westseite des alten Hofes ist die höchste und interessanteste der Anlage. Direkt am Eingang befindet sich ein gotischer Treppenturm, der keine Treppe mehr führt. Rechts davon stößt man auf den Zugang zum hinteren Teil der Anlage, der fast nur unterirdisch verläuft. Abgesehen von einem Turm, der Bäckerei im Erdgeschoss und dem Aufgang zu einem oberen gotischen nicht mehr existentem Treppenhaus, führt ein ehemaliger Geheimgang über den Graben zum ehemaligen Bergfried, der im Inneren eine riesige und eindrucksvolle Kuppel trägt. Von außen wurde die Kuppel wegen Einsturzgefahr einbetoniert, was aber nur vom alten Bergfried aus zu sehen ist. Im Inneren führt eine Treppe in weitere Kammern und über einen Gang tiefer in den Berg, der für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich ist. Ein alter Wehrgang gibt die Möglichkeit im oberen Bereich der Kuppel weitere Gänge zu durchwandern.
Sowohl von der Kuppel wie auch vom Hof aus laufen Wege zum Bergfried und auf den alten Wehrgang oberhalb der Schildmauer. Vom Bergfried und der Schildmauer aus hat der Besucher eine wunderbare Aussicht über Burg und Landschaft.
Erwähnenswert ist die Bewegungsfreiheit, die auf Burg Hardenberg so großzügig gegeben wird. Der Besucher hat die Möglichkeit sich bis auf zwei Gewölbe und den alten Geheimgang der Burg vollständig anzusehen. Die Burg lädt sehr zum Verweilen und Entdecken ein. Ein Besuch lohnt sich!

Historie

Urkundlich wurde die Burg im Jahr 1214 erstmals erwähnt. Von der Gründungszeit ist sehr wenig erhalten. Die heutige Burg stammt aus der Verstärkung des 14.-16. Jahrhunderts. 1692 wurde Hardenberg durch die Franzosen zerstört. 1888 und 1937 wurde die Anlage sorgfältig restauriert und zur Abwehr gegen Feuerwaffen im Stil einer Festung verstärkt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Hardenburg liegt nahe dem Ort Bad Dürkheim an der B37. Über die A6 Ausfahrt "Bad Dürkheim" Richtung Bad Dürkheim und auf die B37 wechseln. Die Anlage ist weiträumig ausgeschildert. Am Fuß der Burg sind ausreichend Parkplätze.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Hardenburg, Hardenberg erwähnt:

Burg Nonnenfels, Burg Schlosseck

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 27.07.2004


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