Burg Frankenstein (Pfalz)

Burg Frankenstein
Deutschland / Rheinland-Pfalz

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Frankenstein liegt auf einem Sporn oberhalb des Tals des Speyerbachs. Von der Anlage aus der Zeit um 1200 haben sich zahlreiche Reste erhalten. Die Burg bestand ursprünglich aus einer Kernburg auf einem Felskamm und einer Unterburg, die sich bis 20 m tiefer an den Felsen lehnte.
Heute lädt Burg Frankenstein mit den teilweise eindrucksvollen Elementen und der schönen Aussicht zu einem Besuch ein.

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Burg Frankenstein wird in folgenden Artikeln erwähnt:
Die Schlösser und Burgen um Landau
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Die Schlösser und Burgen um Kaiserslautern

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Burg Frankenstein
67468 Frankenstein

Parken: Im näheren Umfeld von Burg Frankenstein gibt es zahlreiche Straßen, in denen man kostenlos parken kann. Im Durchschnitt beträgt der Fußweg zur Anlage 400 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 280 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:34-20:26 Uhr Info

Baubestand & Beschreibung

Burg Frankenstein thront hoch über dem gleichnamigen Ort auf und an einem Felsen mit stark abschüssigen Seiten. Sie wurde zum größten Teil an und auf einem natürlichen Felsplateau gebaut und im Zuge der Zeit mehrfach erweitert oder verändert.
Man betritt Burg Frankenstein heute aus dem Tal kommend durch den ehemaligen Zwinger, der Burg Frankenstein zu einer potentiellen Angriffsseite hin schützte. Direkt dahinter eröffnet sich der Blick auf den mächtigen Burgfelsen und den ehemaligen Palas bzw. Saalbau.

Zwinger


Die Zwingeranlage schützte mit mindestens einem integriertem Wehrturm die Burg Frankenstein zu einer der beiden potentiellen Angriffsseiten.
Die Zwingeranlage schützte mit mindestens einem integriertem Wehrturm die Burg Frankenstein zu einer der beiden potentiellen Angriffsseiten.

Burg Frankenstein liegt strategisch gut positioniert auf einer steilen Felsnase. Nur 100 Jahre nach der Errichtung musste die Anlage aber erweitert werden, sodass man die Gegend um den steilen Felsen herum mit einbezog. Um die Anlage weiterhin gut verteidigen zu können, entstand eine ausgeprägte Zwingeranlage, die Burg Frankenstein zu den Angriffsseiten hin schützte.
Von der Zwingeranlage haben sich mehrere Reste erhalten, die sich in Form einer Mauer parallel zum Burgfelsen unter diesem entlangziehen.

Saalbau und neuer Palas


Der mächtige Saalbau der Burg Frankenstein grenzte direkt an der Kapelle an. Im obersten erhaltenen Geschoss befindet sich der Hofeingang. Von unten führt ein weiterer Durchgang in den Bau.
Der mächtige Saalbau der Burg Frankenstein grenzte direkt an der Kapelle an. Im obersten erhaltenen Geschoss befindet sich der Hofeingang. Von unten führt ein weiterer Durchgang in den Bau.

Beim Palas bzw. dem Saalbau der Burg Frankenstein handelt es sich um einen restaurierten Bau, der an den Burgfelsen anlehnt. In den oberen Geschossen des mächtigen Bauwerks befanden sich die relevanten Räume, die nur über den oberen Burghof begehbar waren. Eine kleine Öffnung an der unteren Seite gibt bis heute die Möglichkeit die Untergeschosse von ehemaligen Zwinger aus zu betreten.

Das Innenleben des Saalbaus der Burg Frankenstein existiert nicht mehr. Sowohl von unten wie auch von oben wirkt er dadurch sehr eindrucksvoll.
Das Innenleben des Saalbaus der Burg Frankenstein existiert nicht mehr. Sowohl von unten wie auch von oben wirkt er dadurch sehr eindrucksvoll.

Das gesamte Innenleben des Saalbaus der Burg Frankenstein ist nicht mehr erhalten. Es öffnet sich der Blick auf die eindrucksvollen Außenwände, die zum Teil noch Fensterbänke bzw. Sitzbänke, Konsolensteine für Zwischendecken, Kaminabzüge und zahlreiche weitere Details aufweisen.
Verlässt man den Saalbau und folgt weiter dem Weg unterhalb des Gebäudes gelangt man vorbei am Wohnbau in Richtung des ehemaligen Eingangs zur Burg.

Eingangssituation


Die heutige Eingangssituation lässt den ehemaligen Halsgraben der Burg Frankenstein kaum noch erahnen. Ein mächtiges, dreieckiges Bollwerk schützte das Tor vor Beschuss.
Die heutige Eingangssituation lässt den ehemaligen Halsgraben der Burg Frankenstein kaum noch erahnen. Ein mächtiges, dreieckiges Bollwerk schützte das Tor vor Beschuss.

Der Weg hoch zur Burg Frankenstein endet auf einer Wiese mit den Resten eines dreieckigen Gebäudes mit Rundbogenfries. Vor dem Bauwerk befand sich ursprünglich ein 10 m breiter Halsgraben, der im Zuge der Zeit verschwand bzw. verschüttet wurde. Am Waldrand lassen sich noch die bearbeiteten Felswände des Grabens erkennen. Man vermutet bis heute, dass sich weiter hinter die Vorburg der Burg Frankenstein befand.
Das dreieckige Gebäude mit dem Rundbogenfries entstand im 15. Jahrhundert und schützt ursprünglich das Tor zur Burganlage. Direkt neben dem Bollwerk führte eine Brücke über den Graben direkt bis vor das Tor. Vom Bergrücken war es mit den aufkommenden Pulverwaffen relativ einfach das Tor einzuschießen. Aus diesem Grund errichtete man den dreieckigen Bau, an dem die Kugeln abstreiften. Er schützte folglich das Tor vor Einschlägen.
Das Tor lag in einer Wehrmauer hinter dem Bollwerk. Mauer und Tor sind im Laufe der Zeit vollständig verloren gegangen.

Unterburg


Vom Hof der Unterburg wurden alle Gebäude der Burg Frankenstein erschlossen, die an den Felsen anlehnten.
Vom Hof der Unterburg wurden alle Gebäude der Burg Frankenstein erschlossen, die an den Felsen anlehnten.

Hinter dem ehemaligen Tor eröffnet sich der Blick auf den unteren Burghof der Burg Frankenstein. Dieser war recht eng und länglich um die umliegenden Gebäude erschließen zu können.
Neben den bereits erwähnten Saalbau und Wohnbau stand hier eine zweigeschossige Kapelle, deren Grundmauern sich erhalten haben.
Heutzutage führt eine Treppe auf den oberen Burgfelsen. Diese ist aus der Neuzeit und nicht mittelalterlich.
Die Unterbug entstand ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie war die erste Erweiterung der kleinen Burg Frankenstein, die ursprünglich nur auf dem oberen Felsplateau errichtet wurde.

Oberburg


Von der Oberburg haben sich nur Geländespuren und nieder Mauern erhalten. Sie lag zusammen mit dem Bergfried auf dem höchsten Punkt.
Von der Oberburg haben sich nur Geländespuren und nieder Mauern erhalten. Sie lag zusammen mit dem Bergfried auf dem höchsten Punkt.

Die Oberburg der Burg Frankenstein bestand ursprünglich aus einer sehr kleinen Hofsituation, an der ein halbrunder Bau, der ehemalige Palas, ein Küchenbau und der Bergfried anschlossen.
Während von den meisten Gebäuden nur noch sehr wenige Reste zeugen, haben sich die Grundmauern des Bergfried gut erhalten. Die verwendeten Buckelquader verweisen auf die staufische Herkunft.

Bergfried


Der Stumpf des Bergfrieds der Burg Frankenstein unterscheidet sich massiv vom Rest der Anlage. Hier wurden mächtige Eck- und Buckelquader verwendet. Das Gebäude gehört eindeutig zu den ältesten Bauten der Burg.
Der Stumpf des Bergfrieds der Burg Frankenstein unterscheidet sich massiv vom Rest der Anlage. Hier wurden mächtige Eck- und Buckelquader verwendet. Das Gebäude gehört eindeutig zu den ältesten Bauten der Burg.

Den höchsten Part des Felsens nahm der Bergfried ein. Er lag 11 m höher als die Unterburg und war letzte Zufluchtsstätte. Durch seine Lage schützte er die Wohnbauten der Oberburg vor Beschuss.
Der mächtige Turm war ursprünglich circa 30 m hoch. Seine Außenmaße sind 7,9 m auf 8,9 m. In jüngerer Zeit entdeckte man einen Schildmaueranschluss, der von dem Turm Richtung Unterburg abging und schon im 12. Jahrhundert existiert haben soll, also genauso alt ist wie der Bergfried.
Heute lässt sich der Stumpf des Bergfrieds mit seinen bis zu 3 m dicken Mauern begehen und lädt mit seiner weitreichenden Aussicht über das Tal und die Burg zum Verweilen ein.

Ehemalige Obstgärten am Burgberg


Im Wald auf dem Weg zur Burg Frankenstein lassen sich noch die Reste von Terrassen erkennen, die seit dem Mittelalter bis 1955 bewirtschaftet wurden.
Im Wald auf dem Weg zur Burg Frankenstein lassen sich noch die Reste von Terrassen erkennen, die seit dem Mittelalter bis 1955 bewirtschaftet wurden.

Der Weg zur Burg Frankenstein führt im Wald an terrassenförmigen Anordnungen vorbei, die sich im Wald noch erahnen lassen. Es handelt sich dabei um die landwirtschaftliche Nutzung des Hanges, die nur mit Hilfe von Trockenmauern in Terrassenform möglich war.
An den meisten Hängen in dieser Region waren Wiesen, die hauptsächlich mit Obstbäumen bepflanzt waren. Von diesen lebten sowohl Bewohner des Dorfes wie auch die der Burg Frankenstein. Bis 1955 wurden die Obstbaumhänge genutzt. Anschließend erfolgte eine Wiederaufforstung.

Fazit


Burg Frankenstein ist sehenswert. Auch wenn die Kernburg dem Zahn der Zeit nicht standhalten konnte, haben sich viele interessante Elemente erhalten.
Burg Frankenstein ist sehenswert. Auch wenn die Kernburg dem Zahn der Zeit nicht standhalten konnte, haben sich viele interessante Elemente erhalten.

Von der Atmosphäre her ist Burg Frankenstein sehr eindrucksvoll. Man hat beim Bau aufgrund der Topographie viel mit den unterschiedlichen Höhenniveaus gespielt und zwischen der Vor- und der Kernburg Verbindungen in Form von Gebäuden geschaffen, wodurch die Burg zu einer seltenen Typologie zuzuordnen ist und eine Einzigartigkeit darstellt. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

1146 wird erstmals ein Helger von Frankenstein als Edelfreier genannt. Die heutige Bausubstanz der Burg Frankenstein stammt aus der Zeit kurz vor 1200 und wurde vermutlich durch die Grafen von Leiningen errichtet.
Im weiteren Verlauf werden nach 1216 mehrere Burgmannen genannt. 1414 erneuert man Burg Frankenstein größtenteils. In den Bauernkriegen 1525 kommt es zu Beschädigungen, die vermutlich für den anschließenden Verfall sorgten. 1560 wird die Anlage schließlich als Ruine bezeichnet und nicht wiederhergestellt.

Eintritt und Öffnungszeiten

Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.
Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Anfahrt

Burg und Ort Frankenstein liegen direkt an der B37 nahe der A6 bei Kaiserslautern. Die mächtige Burg ist aus beiden Richtungen sehr gut zu sehen. Nahe dem westlichen Ende des Eisenbahntunnels, der unter der Burg hindurchgeht, befindet sich der Pfad hoch zur Anlage. Er beginnt direkt vom Parkplatz zur Burg (Hauptstraße 24). Nach knapp 5 Min Fußweg erreicht man Burg Frankenstein.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Frankenstein erwähnt:

Burg Diemerstein

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 09.05.2022, 23.07.2004


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