Vellberg

Burg Vellberg

Burg Vellberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Vellberg liegt auf einem steilen Sporn am nordöstlichen Ende der gleichnamigen Stadt. Stadt und Burg sind heute noch von einer eindrucksvollen Stadtmauer umgeben und geschützt. Die Burg stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Heute laden die nur sehr partiell existente Burg und die schöne Altstadt mit ihrer eindrucksvollen Verteidigungsanlage zum Besuchen und Entdecken ein.

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Adresse

Burg Vellberg 74541 Vellberg Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine, Schloss
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Hotel
Lage:360 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:06-15:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Vellberg

Burg Vellberg befindet sich am nördlichen Ende der kleinen gleichnamigen Stadt. Ort und Burg entwickelten sich im Laufe des Mittelalters auf einem steilen Sporn, der durch eine Flussschleife des Bühlers geprägt wurde. Bei der Anlage handelt es sich um eine übliche Stadtburg in Spornlage, die durch einen Halsgraben von der Stadt getrennt, aber über eine Zugbrücke mit dieser verbunden war. Sie liegt auf dem höchsten Punkt eines lang gezogenen Felsens, der zu allen Seiten stark abfallende Steilwände aufzuweisen hat. Durch diese geographische Lage war die Burg nur von der Stadt her angreifbar. Im 15. Jahrhundert entstand hinter der Stadt ein mächtiger Halsgraben und eine eindrucksvolle Stadtmauer, so dass Ort und Burg zu einer großen Wehranlage verschmolzen sind.
Ursprünglich bestand die Burganlage aus einem Oberen Schloss und einem Unteren Schloss. Das Untere Schloss nimmt die Kernburg ein. Das Obere Schloss entstand an der Stelle der ehemaligen Vorburg. Der Zugang zur Kernburg erfolgte über die Vorburg, die durch einen aufgemauerten Halsgraben von dieser getrennt lag. Die Vorburg hatte ihren Eingang an der Südwestseite, der aus zwei Toren und einem Torzwinger bestand. Die einzelnen Tore waren durch runde, dicke Wehrtürme flankiert und so nur schwer einnehmbar. Die Türme existieren heute noch und können besucht werden. Die Toranlage ist vollständig verschwunden.
Ein Teil der Ortschaft wurde im Zuge der Ausbauten zur Vorburg umgebaut und beherbergt heute mehrere Gebäude. Die Vorburg zog sich in etwa bis zu dem Springbrunnen und den Parkplätzen am Rathaus. Auch hier steht das eine oder andere Fachwerkhaus, das anscheinend auf alten Gemäuer errichtet wurde oder originalen Ursprungs ist. Direkt am Halsgraben ist noch der alte Kanzleiturm zu finden, der in späteren Jahren als Gefängnis diente.
Die Kernburg von Burg Vellberg ist nur noch bedingt erhalten. Die äußere Wehranlage und der Halsgraben wurden wieder hergerichtet und sind begehbar. Die Westseite beherbergt mehrere Bereiche der alten Wehrmauer, sowie einen Turm und liefert zusammen mit dem gemauerten Halsgraben ein eindrucksvolles Bild. Vom Innenleben her besteht die Kernburg heute nur noch aus zwei Gebäuden, die auf den Grundmauern der mittelalterlichen Anlage errichtet wurden. Das westliche Gebäude weist ein kleines Hotel auf, das östliche bis Anfang 2005 die Stadtverwaltung. Im Zuge der 1960er erhielt das Rathaus ein entfremdendes Dach. In dem ehemaligen Rathaus sind noch sehr gut die Reste der Schlosskapelle zu erkennen, die hier um 1549 entstand. Der gesamte Rathauskomplex stammt aus dieser Zeit. Die Schlosskapelle befindet sich im Erdgeschoss des neuen Schlosses, das hier 1543 unter Wolf von Vellberg errichtet wurde. Im zweiten Obergeschoss sollen noch gut erhaltene Wandmalereien von Karl Metzer zu erkennen sein. Weiterhin beherbergt der Bau noch zahlreiche Gewölbe, die zum Teil aus mittelalterlicher Zeit stammen.
Im nördlichen Bereich der Kernburg sinkt das Höhenniveau der alten Wehrmauern rapide ab. Es wird der Blick auf die Stöckenburg und das Flusstal frei. Der Fluss machte im Norden der Burg eine Schleife und fließt einmal um den Berg herum, auf dem sich die Stadt befindet.

Die Stadtmauer und die äußere Wehranlage
Bei der Restauration der städtischen Wehranlage, die teilweise mit der Burg verbunden war, gibt es sehr viel zu entdecken. Die gesamten Geschütztürme beherbergen heute Treppen und Aufgänge, die sowohl junge wie auch alte Besucher zu einer Entdeckungsreise einladen. Die Stadtmauer ist zum größten Teil noch erhalten und kann vielerorts aus der Nähe begutachtet werden. Durch den steil abfallenden Felsen, auf dem die Stadt steht, wirkt die Stadtmauer von außen gesehen umso eindrucksvoller und höher. An einigen Stellen war sie unüberwindbar. Zahlreiche kleine Türme, teilweise bewohnt, schmücken die Mauer und sorgen für ein abwechslungsreiches Bild.
Beim Wiederaufbau bzw. der Restauration hat man auf die Verwendung von Zinnen verzichtet, wodurch die Wehrmauern sehr alt wirken. Auch das Stadttor wurde wieder vollständig aufgebaut und beherbergt heute die einzige Zufahrtsstraße in den Ort. An den Gebäuden der Altstadt sind hier und da Wappen, Steinmetzzeichen und zahlreiche kleine Details zu finden. Ein Besuch lohnt sich auch wenn die Burg nur noch sehr partiell erhalten ist.

Historie

Der Berg, auf dem Burg und Ort Vellberg liegen, war schon sehr früh besiedelt. Man vermutet, dass zeitgleich mit der benachbarten Stöckenburg 741 eine Siedlung auf dem Vellberg stand. Das Adelsgeschlecht von Vellberg wird erstmals am 3. Mai 1102 in einer Urkunde genannt. Die Errichtung der Burg vermutet man zwischen den Jahren 1076 und 1086. Derer von Vellberg hatten eine recht enge Bindung zum König. Die Tochter von König Konrad III., genannt Ludimilla, wird im 12. Jahrhundert als verheiratet mit einem von Vellberg genannt. 1188 sind Anlage und Stadt im Besitz der Staufer und werden urkundlich im Ehegelöbnis des Sohns von Kaiser Friedrich I. Barbarossa schriftlich erwähnt. 1263 dienen derer von Vellberg als Ministerialen zu Limburg. Es werden ein Volkard und ein Erenfried von Vellberg beurkundet. Zahlreiche Lehensbriefe der Bischöfe von Würzburg und der Markgrafen von Brandenburg geben derer von Vellberg unzählige Rechte an Weinzehnten im Unterland und in Tauberfranken.
1466 wurde die Burg weiter ausgebaut. Es entstand die Vorburg. Zudem wurde die Burg Leofels gekauft. Grund für den Ausbau und den Kauf der neuen Burg war die große Anzahl der Besitzer. Es lebten zu diesem Zeitpunkt mehr als acht Familien auf der Anlage, die alle zum Teil Besitzer waren. Unter anderem waren Adelslinie wie derer von Klingenfels oder derer von Adelsheim vertreten.
1481 beurkundet man einen Burgfrieden innerhalb der mehrköpfigen Vellberger Familie. Man beginnt mit dem Ausbau der Festungselemente des Schlosses. Die Vellberger kauften bis 1480 den gesamten Besitz zurück und vereinigten sowohl die Burg, wie auch die Ländereien wieder, wodurch sie ihre Macht in der Region sicherten.
Die Stadt, die sich mittlerweile hinter der Burg auf dem Berg gebildet hatte, erhält 1500 durch Kaiser Maximilian das Recht jährlich vier Märkte abzuhalten. Es folgen 1506 die Stadtrechte und die Gerichtsbarkeit. Die eindrucksvolle und gut erhaltene Stadtmauer wird nur wenige Jahre später fertig gestellt.
Wilhelm von Vellberg versteckt 1523 den Raubritter Thomas von Absberg in der Burg. Der Raubritter gehörte zu den schwersten Verbrechern der Region und terrorisierte ganze Landstriche. Wilhelm von Vellberg, der mittlerweile an Geldmangel litt, rechnete mit einer neuen Einnahmequelle. Auf der Suche nach Thomas von Abtsberg zerstörten Truppen des Schwäbischen Bundes 23 Burgen und Verstecke. 1523 sollen 10.000 Infanteristen, 1000 Reiter, 100 Kanonen und 30 Büchsen, sowie Karren mit 900 Zentner Schwarzpulver vor der Burg gestanden haben. Wilhelm von Vellberg gab auf und lieferte Thomas von Abtsberg aus. Als Strafe für die Kooperation mit dem Raubritter wurde der Wohnbau von Wilhelm von Vellberg am 11. Juni 1523 niedergebrannt. Da es sich zu diesem Zeitpunkt um eine Ganerbenburg handelte, die unterschiedlichen Parteien gehörte, wurde nur dieses eine Gebäude zerstört.
Sein Sohn Wolf von Vellberg baut die Anlage 1543 bis 1546 wieder auf. In der Mitte des 16. Jahrhunderts übernimmt Konrad von Vellberg die Besitztümer und vereinigt sie zu einem großen Territorium. Er bleibt kinderlos und so stirbt mit ihm 1592 das Geschlecht aus. Das Schloss erben derer von Hohenlohe, die Stadt geht an die Reichsstadt Hall (heute Schwäbisch Hall). 1600 wird das Schloss von den Grafen von Hohenlohe an die Stadt Hall verkauft. Es folgt die Einsetzung eines Amtsvogts bis 1802.
Im Dreißigjährigen Krieg war Vellberg aufgrund ihrer überdimensionalen Stadtmauer die Zuflucht vieler Menschen aus der Region. Aufgrund von Überbevölkerung brach die Pest aus, so dass 1634 ein Drittel der Bevölkerung starb. 1702 errichtete man eine neue Zugangsstraße, die fast vollständig durch die Stadt flankiert wurde.
1803 wurden unter Napoleon Reichsstädte aufgelöst. Vellberg wurde in das Herzogtum Württemberg eingegliedert und war damit keine freie Stadt mehr. 1847 gab es 661 Einwohner und 138 Gebäude. Das Schloss, das zu dieser Zeit teilweise schon Ruine war, wurde 1857 in ein Rathaus umfunktioniert.
1901 und 1902 sind ein Drittel der Stadt durch einen Brand zerstört wurden. 1937 kümmerte sich der Bürgermeister Mozer mit der Gründung einer Baugesellschaft um den Wiederaufbau der bereits stark zerfallenden Stadtmauer.
Der Zweite Weltkrieg ging vollständig an Vellberg vorbei. Es wurden nur drei Scheunen zerstört. Im Anschluss folgte bis 1972 eine Instandsetzung der gesamten Altstadt. In den 1980er und 1990er kam es zu großen Sanierungen, die bis heute das Bild der Burg und der Ortschaft prägen. 1981 baute man das alte Amtshaus wieder auf. 2004 zog die Stadtverwaltung in das Obere Schloss (am Brunnen).

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    Anfahrt

    Vellberg liegt südlich der A6 zwischen Schwäbisch Hall und Crailsheim. Über die A6 Ausfahrt "Schwäbisch Hall" nach Vellberg. Innerorts der Ausschilderung zum Rathaus folgen. Vor dem Rathaus am Brunnen parken.

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    Querverweise

    Bei folgenden Burgen wird Vellberg erwähnt:

    Bichishausen, Sontheim, Stöckenburg, Werdeck

    Aktualisierung

    Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 06.05.2014, 19.05.2005


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