Lichteneck

Burg Lichteneck

Burg Lichteneck

Deutschland / Baden-Württemberg

Lichteneck thront an einem Berghang auf einem Sporn über Indelfingen. Die Burg entstand um 1250 und wurde später weiter ausgebaut. Von der Anlage haben sich zahlreiche Reste erhalten. So stößt man hinter dem Halsgraben auf eine eindrucksvolle Ringmauer mit Fenstern, Teile der Schildmauer, den Stumpf des Bergfrieds, Reste des Palas und anliegende Gebäude. Die Vorburg und die Mauern zum Hang sind vollständig verloren gegangen. Holzbänke laden heute zum Ausruhen und Genießen der Aussicht, bzw. der Burg ein. Im Graben lassen sich noch die Fundamente der Brücke und Zugbrücke erkennen.

Adresse

Burg Lichteneck 74653 Ingelfingen Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:-
Lage:290 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:08-15:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Lichteneck

Burg Lichteneck thront auf einem eckigen Vorsprung oberhalb der Ortschaft Ingelfingen. Von der Anlage haben sich nur partielle aber eindrucksvolle Reste erhalten. Die Westseite war ursprünglich zum Hang hin und ist gänzlich verschwunden. Die Ostseite hingegen hat sich gut erhalten und weist eine eindrucksvolle Schildmauer mit angrenzendem Palas und Bergfried auf.
Die Schildmauer ist noch heute größtenteils vorhanden. Sie liefert sowohl von der Außenseite, wie auch von der Innenseite einen eindrucksvollen Anblick. Der Bergfried war ursprünglich rund und direkt mit der Schildmauer verbunden. Von ihm lassen sich heute noch die Fundamente und Grundmauern erkennen, die auf einen ursprünglich über 20m hohen Turm hindeuten. Den südlichen Part nahm der Palas ein, dessen einzelne Stockwerke sich an der Schildmauer ablesen lassen. Gut zu erkennen sind ein Kellergewölbe und Fenster im zweiten Obergeschoss. Zum Hof hin haben sich zwei Mauerelemente erhalten, die unter anderem noch eine Türöffnung, also den Hofeingang des Palas aufweisen.
Der westliche Teil der Anlage ist vollständig verloren gegangen. Er wurde wahrscheinlich durch Steinraub zerstört oder ist abgerutscht. Man vermutet, dass die äußeren Wehrmauer mit mehreren Knicken verlief. Bei der Burg kann es sich aber auch um eine quadratische Anlage gehandelt haben.
Der Hof war wahrscheinlich recht groß. Das Tor, so vermutet man, lag an der Nordwestseite (neben der heutigen Feuerstelle). Vor dem Tor befand sich ein kleiner Torzwinger bzw. ein Hof, der mit einer Zugbrücke den Eingang schützte. Die Zugbrücke war vermutlich Teil einer Holzbrücke, die direkt über den heutigen Parkplatz verlief. Beweise für diese Rekonstruktion hat man keine gefunden.
Burg Lichteneck ist heute eine schöne, leicht eindrucksvolle Ruine, die mit Sitzbänken, einem Rundweg und einer herrlichen Aussicht zum Erkunden und Verweilen einlädt.

Historie

Burg Lichteneck wurde wahrscheinlich um 1250 durch Kraft von Krautheim-Boxberg errichtet. Er war Schwager von Gottfried von Hohenlohe.
Noch vor 1275 erwirbt Kraft I . von Hohenlohe-Weikersheim, Sohn Gottfrieds, Burg Lichteneck und Stadt Ingelfingen. Zwischen 1293 und 1408 werden Stadt und Burg mehrmals verpfändet, unter anderem an Würzburg, Henneberg und Nassau. Um 1400 geht sie vollständig in den Besitz derer von Hohenlohe.
Wann Lichteneck zerstört wurde ist unbekannt. Man vermutet, dass sie 1394 durch Graf Eberhard von Württemberg oder 1436 durch die Wertheimer Fehde vernichtet wurde. Seit 1965 befindet sich das Grundstück im Eigentum der Stadt Ingelfingen und wurde nach mehreren Wetterschäden 1974 und 1976 saniert und instandgesetzt.

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Anfahrt

Die Burg Lichteneck liegt oberhalb des Ortes Ingelfingen. Über die A6 Ausfahrt "Kupferzell" abfahren und der B19 folgen. Innerorts Richtung Norden bzw. Dörrenzimmern fahren. Etwas außerhalb des Ortes rechts bergauf abbiegen und im Burggraben parken.

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Sonstige Einrichtungen

In der Stadt Ingelfingen trifft man unter anderem noch auf Teile der Stadtmauer. Diese war wahrscheinlich mit der Burg verbunden.

Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Lichteneck erwähnt:

Alte Zarge

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.03.2013


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