Burg Waldenburg

Burg Waldenburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg und Ort Waldenburg liegen auf einem hohen Bergkamm oberhalb der heutigen A6. Die Burg bildete zusammen mit der Stadtmauer eine Wehranlage, die einen kompletten Ort einschloss. Aus der dreieckigen Spornburg aus dem 13. Jahrhundert bildete sich später ein Schloss mit Ringzwinger und mehreren Türmen. Dieses hat sich bis heute erhalten und ist zusammen mit dem tiefen Brunnen, der Grabenanlage und der Stadtmauer sehenswert.

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Baubestand & Beschreibung

Das dreieckige Burggelände Waldenburg befindet sich am nördlichen Ende des gleichnamigen kleinen Städtchens. Ort und Burg bildeten auf dem Bergrücken eine langgezogene Befestigungsanlage mit äußerer Wehr-, bzw. Stadtmauer, von der heute noch viele Elemente erhalten geblieben sind. Von der alten Stadt- und Burgmauer ist der wieder aufgebaute Bergfried und eine fast vollständige Ringmauer mit Wehrtürmen, teilweise sogar noch mit Wehrgang vorhanden. Die Burg selber, bzw. das Schloss bildet hiervon einen kleinen besser befestigten und weitaus besser ausgebauten Teil an der Nordspitze.
Burg Waldenburg besteht heute zum Teil aus Privatbesitz und öffentlichem Raum. Der Besucher hat die Möglichkeit über den beidseitig gemauerten Halsgraben, das heißt über eine Steinbrücke, die wahrscheinlich eine Zugbrücke als Vorgänger hatte, in die dreieckige Anlage zu gelangen. Vom Hof führen mehrere Wege in die einzelnen Gebäude, sowie in den Privatbereich. Als Besucher hat man die Möglichkeit sich die Kapelle anzusehen. Sehr eindrucksvoll und interessant ist der erhaltene Brunnen, der mit seinen über 40 m Tiefe heute noch Wasser führt.
Die Nordseite beherbergt heute noch Teile alter Mauerreste und einen Turm. Von diesem abgesehen, trifft man bei der Umwanderung an allen Ecken der dreieckigen Anlage auf alte Wehrtürme, die man beim Umbau zum Schloss integrierte. Viele Elemente der Burg sind im Barock großzügig umgebaut und entfremdet worden, so dass heute die Spuren von typisch mittelalterlichen Einrichtungen stark verloren gegangen sind.

Im Zusammenhang mit der Stadt und dem Verlauf der Stadtmauer ist Waldenburg interessant.

Historie

Das Schloss entstand auf der Basis einer mittelalterlichen Spornburg aus dem 13. Jahrhundert. Die Region war zu diesem Zeitpunkt Lehen derer von Hohenlohe. Erstmals wird die Burg 1253 urkundlich erwähnt. Um 1330 bekommt die kleine Ortschaft das Stadtrecht, wodurch Gelder nach Waldenburg kommen.
Im 16. Jahrhundert wird die Burg zum heutigen Schloss umgebaut. Es entsteht unter einer Seitenlinie der Hohenloher ein neues Hauptgebäude 1553. Der Bergfried wird 1576 leicht gekürzt und in seine heutige Gestalt gebracht. Weitere Umbauten finden im 17. Jahrhundert unter der Leitung von Heinrich Schickhardt statt.
1679 stirbt die Linie Hohenlohe-Waldenburg aus. Es kommt zum Verfall. Im 18. Jahrhundert werden Teile des Schlosses erneuert und nach altem Vorbild zurückgebaut. Es entsteht bis 1782 die St. Michaelskirche im Schloss, deren Deckenarbeiten von C. Dornacher ausgeführt werden. Im 19. Jahrhundert wird das Schloss durch eine neue Linie Hohenlohe-Waldenburg renoviert und instandgehalten.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges fällt die Stadt 1945 schwerem Beschuss zum Opfer und brennt ab. Ab 1948 widmet man sich dem Wiederaufbau, der 1963 fertiggestellt wird.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

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Anfahrt

Über die A6 Ausfahrt "Neuenstein" auf die B19 Richtung Neuenstein. Die Burg befindet sich direkt am nördlichen Ende des Ortes und ist nicht zu übersehen.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Waldenburg erwähnt:

Burg Alt-Dahn

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.02.2014, 18.05.2005


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