Forchtenberg

Burg Forchtenberg

Burg Forchtenberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Forchtenberg wird das erste Mal 1234 genannt. Die Burg liegt heute auf einer Bergkuppe oberhalb dem gleichnamigen Ort und schützte den schwächsten Punkt der Stadtmauer zum Berg hin. Von der quadratischen Anlage haben sich Teile der Schildmauer, des Palas, der Ringmauer und mehrerer Gebäude erhalten. Highlight ist ein 60m langer und über 10m breiter Keller mit Tonnengewölbedecke ohne Stützen. Die Anlage lädt trotz des recht schlechten Erhaltes mit ihrem eindrucksvollen Auftreten und der schönen Aussicht zu einem Besuch ein.

Adresse

Burg Forchtenberg 74630 Forchtenberg Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:-
Lage:250 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:09-15:25 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Forchtenberg

Oberhalb der Mündung des Kupfertals in das Kochertal liegt die Burg Forchtenberg. Die Anlage stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut, bzw. unterlag verschiedenen Funktionen.
Forchtenberg besitzt einen fast rechteckigen Grundriss. Nach Norden, Süden und Westen wurde sie durch Steilhänge vom Ort getrennt. Im Osten übernahmen ein stark verlandeter Halsgraben und eine wuchtige Schildmauer mit angrenzendem Turm den Schutz. Die recht hohe und gut erhaltene Schildmauer wirkt eindrucksvoll. Der angrenzende Turm weist eine kleine Fuge zur Mauer auf und entstand wahrscheinlich erst später. Er ist heute nur noch zur Hälfte erhalten. Es lassen sich im ehemaligen Inneren Gewölbeansätze erkennen, unter denen sich ein Verlies befunden haben könnte.
Von der Schildmauer geht die Ringmauer ab, die bis heute die Burg vollständig umgibt. Sie variiert stark im Höhenniveau und wurde im Zuge der Restaurationsarbeiten größtenteils begradigt. Im Inneren der Kernburg haben sich bis heute der Palas und der Gewölbekeller eines weiteren Gebäudes erhalten.
Der Palas ist das besterhaltene und eindrucksvollste Gebäude der Burg. In der Außenfassade ist noch die unterste Fensterreihe mit Sitzbänken erhalten. Die Hoffassade beherbergt noch die Fenster des Kellergewölbes und einen wuchtigen Treppenturm, der einen Eingang in den Keller aufweist. Neben dem Treppenturm findet man noch den Zugang zum Gebäude. Der Turm wurde im Zuge der Restauration mit einem inneren stählernen Aussichtsturm ausgestattet, der die alte Bausubstanz nicht berührt und vorbildlich integriert wurde. Der lange Palas muss zusammen mit dem Turm mindestens zwei Obergeschosse gehabt haben und wirkte wahrscheinlich eindrucksvoll.
Das Highlight der Burg Forchtenberg ist das Kellergewölbe unter dem Palas. Das über 60 m lange und mehr als 10 m breite Tonnengewölbe ist ohne Stützen und kann von der Grundfläche viele Turnhallen übertrumpfen. Bis in das 18. Jahrhundert wurden die Steuererträge der Herrschaft in Form von Wein hier gelagert. Heute wirkt das Gewölbe aufgrund seiner Größe und Leere eindrucksvoll und imposant.
Schräg gegenüber des Palas stand ein weiteres Gebäude mit Kellergewölbe. Es soll die gesamte Westmauer eingenommen haben. Wahrscheinlich waren der große Palaskeller und dieser Keller miteinander verbunden, nachweisen kann man das aber nicht.
Burg Forchtenberg bietet heute trotz des fortgeschrittenen Verfalls einen eindrucksvollen Anblick. Durch fehlende Gebäude ist dem Besucher viel Bewegungsfreiheit gegeben. Das imposante Kellergewölbe, der Treppenturm, der heute als Aussichtsturm dient und die Schildmauer laden zu einem längeren Besuch ein. Es lohnt sich.

Historie

Burg Forchtenberg wurde wahrscheinlich durch Konrad von Dürrn errichtet, der 1210 durch die Hochzeit mit einer Tochter der Grafen von Lauffen Eigentümer der Ortschaft Wülfingen mit Umland wird. Er soll gegenüber des Ortes, auf der anderen Flussseite, die Burg errichtet und 1234 fertig gestellt haben. Es entstand unterhalb der Burg eine Stadt, die 1298 erstmals erwähnt wird. Mit dem Tod von Ruprecht, der Enkel von Konrad, stirbt die Linie aus und die Anlage geht 1323 an Kraft II . von Hohenlohe. Derer von Hohenlohe nutzen die Burg kaum oder nur als Witwensitz und errichten eine Lagerstätte für den Zehnten, also die Steuern. Es folgt der Ausbau zu einem Renaissanceschloss.
Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Anlage teilweise zerstört. Das Schloss galt als nicht bewohnbar und so nutzte man nur noch den großen Weinkeller für den Zehnten. Das Kellergewölbe wurde nach 1680 nochmals erweitert.
Um ca. 1800 war die Anlage weitestgehend ruinös. Der Verwaltungssitz Forchtenberg wurde nach 1806 aufgelöst, so dass der Weinkeller nicht mehr zur Lagerung des Zehnts benötigt wurde. Sie verkauften um 1850 die Burg an Karl Müller für 33 Gulden. Weitere Besitzer folgten, die die Burg immer wieder als Steinbruch und zur Versteigerung von Baumaterial zerlegten.
1929 erwirbt Kurt von Kleefeld die Burg Forchtenberg und setzt sie mit 10.000 DM instand. Ab 1934 gehört sie einem Herrn Schöppler und ab 1937 dem Sattelmeister Riehmann, der Sicherungsmaßnahmen durchführte. Nach 1960 wird die einsturzgefährdete Südmauer saniert.
1989 geht Burg Forchtenberg endgültig in den Besitz der Stadt über, die bis 1995 mithilfe des Denkmalamts und 1,3 Mio. DM die Burg konserviert und sichert. Juli 2012 brach eine Mauer in sich zusammen.

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Anfahrt

Die Burg liegt in dem gleichnamigen Ort Forchtenberg. Burg und Ort liegen bei Ingelfingen und sind über die A6 Ausfahrten "Kupferzell" und "Neuenstein" schnell zu erreichen. Die nächste Bundesstraße ist die B19. Innerorts sollte man am Ortseingang sich links an der Stadtmauer entlang halten und der Hauptverkehrsstraße folgen. Die Burg ist über den "Amselweg" gut zu erreichen. Sie liegt in einem etwas höher gelegenem Park.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.03.2013


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