Burg Spangenberg, Spangenburg

Burg Spangenberg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Spangenberg thront auf einem steilen Felssporn oberhalb der Mündung des Höllischtals in das Speyerbachtal. Sie liegt gegenüber von Burg Alt-Erfenstein und Erfenstein und stammt ungefähr aus der selben Zeit. Die Ruine der Kernburg befindet sich auf einem steilen Felssporn, zu dessen Füßen eine Vorburg mit Gastronomie liegt. Sie bestand aus einem sehr großen Wohnturm, der durch eine Schildmauer geschützt wurde. Heute kümmert sich ein Verein liebevoll um die Anlage und hält sie entstand. Die Kernburg lässt sich nur im Zusammenhang mit einer Führung besuchen. Es lohnt sich.

Adresse

Burg Spangenberg 67471 Elmstein Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Halbruine
Burgtyp:Felsturmburg, Spornburg
Nutzung:Gastronomie
Lage:250 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:14-15:31 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:Vorburg: frei
Kernburg: kostenpflichtig
Website:Burg-Spangenberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Spangenberg

Burg Spangenberg liegt hoch über dem Ort Erfenstein. Die Anlage wurde auf einem steilen Sporn errichtet und besteht aus einer kleinen Kernburg und einer größeren Vorburg.
Die Vorburg ist fast täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet und ein beliebter Anlaufspunkt für alle Altersgruppen von Besuchern. Man betritt sie durch ein kleines Tor. Der Weg dahinter führt durch den kleinen Burghof über eine Treppe in die Gaststätte und zu einem überdachten mittelalterlichen Belüftungsbereich. Hier wurden unter anderem Lebensmittel gelagert, die durch einen tiefen und 20cm breiten Riss im Felsen, auf dem die Burg steht, Zuluft bekamen und somit stets kühl gehalten wurden. Abgesehen von der vollkommen neu aufgebauten und gut integrierten Gaststätte und dem breiten Riss hat die Vorburg nur wenige Überreste zu bieten.
Die Kernburg ist nur im Zusammenhang mit einer Führung besuchbar. Sie ist der älteste Teil der Burganlage. Anfangs bestand diese nur aus dem noch gut zu erkennenen, viereckigen Wohnturm, auf dem letzten Part des steilen Felsens. Später hat man einen kleinen Vorhof und die hohe und gut erhaltene Schildmauer errichtet. Zur Blütezeit war die Kernburg nur über eine hölzerne Treppe über die Vorburg zu erreichen. Der Bequemlichkeit wegen hat man bei der Restauration einen seperaten Eingang geschaffen, der über die Schildmauer in den Hof der Kernburg führt.
Im Hof befindet sich ein nachgebauter steinerner Wasserspender, der sich einst an dieser Stelle befand. Das Original steht heute in einem Heimatmuseum. Da die Burg keinen Brunnen besaß, nimmt man an, dass sie ihr Wasser von der 400m entfernten Quelle mit Hilfe einer Leitung bezog. Diese führte mit leichter Senkung von der Quelle zur Burg und ließ das Wasser in den Spender laufen. Neben dem Spender ist noch ein Stück des Rohres aus Holz zu sehen, dass aber anderweitig gefunden und ausgegraben wurde.
Von dem Hof der Kernburg führt heute eine Treppe aus nationalsozialistischer Zeit in den alten Wohnturm. Die Treppe wurde im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin seitwärts angelegt. Direkt daneben findet man im Felsen noch die Reste des Treppenturms, der hoch in den Wohnturm führte. Von der Kernburg ist nur noch eine Mauer erhalten, die viele gotische Spitzbogenfenster aufweist. Anfangs besaß die Burg nur ein Stockwerk, doch erhielt sie später weitere, was sich sehr gut an der Färbung des Steins und der Setzung der Steine über den Fenstern erkennen lässt. Auch ist noch ein Erker vorhanden, der als Abort diente. Zum Tal hin weist die Burg nur noch Mauern mit knapper Brüstungshöhe auf, so dass sich eine wunderbare Aussicht auf Burg Erfenstein und das Tal eröffnet. Durch die große Plattform und die fehlenden Mauern wirkt die Fläche sehr groß und leer, lädt aber zum Verweilen ein.
Der hintere Teil der Kernburg (zum Eingang hin) wurde mit einem halb offenem Fachwerkhaus versehen. Dieses beherbergt heute den Zugang zum Keller und die alte Regenwasserzisterne, die die Bewohner im Falle einer Belagerung mit Wasser versorgte, da die Verbindung zur Quelle bei Belagerungen gekappt wurde. Neben dieser befindet sich der Zugang zu den Kellergewölben, die für Veranstaltungen von den Restaurateuren ausgebaut wurden und Tische und Bänke aufweisen. Durch das Zustellen mit zahlreichem Schmuck und zahlreichen Wappen und Fahnen, wirkt das längliche Gewölbe herrschaftlich, bedarf aber keiner langen Besichtigung. Der Raum eignet sich jedoch wunderbar für hier angebotene Veranstaltungen.
Von der Atmosphäre her ist Burg Spangenberg sehr angenehm. Die Überreste zeigen deutlich, wie Felsspornburgen in dieser Region ausgesehen haben könnten.

Historie

Die Felsenburg wurde wohl um 1100 durch die Bischöfe v. Speyer gegründet. Die Grundrissform, Funde und die Bauart weisen auf die 2. Hälfte des 13 Jahrhunderts hin. Nach einer Zerstörung 1470 wurde Spangenberg wieder aufgebaut und im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört Der Eingang zum Wohnturm auf dem Felsturm lag ursprünglich an der Nordseite und erfolgte über eine Holzbrücke, der Treppenturm im Osten kam erst im 15. Jahrhundert hinzu.

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    Anfahrt

    Burg Spangenberg liegt etwas oberhalb des Ortes Erfenstein. Burg und Ort erreicht man gut über die Autobahnen A6 Ausfahrt "Kaiserslautern" oder A65 Ausfahrt "Neustadt". Die nächste Bundesstraße ist die B39. Burg Spangenberg liegt an der Verbindungsstraße zwischen Lambrecht und Elmstein. Innerorts sollte man auf dem großen Parkplatz am westlichen Ende des Ortes parken. Von hier führt ein Weg hoch zur Burg.

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    Sonstige Einrichtungen

    Einer Legende nach waren die Burgherren von Spangenberg und Erfenstein befreundet. Um sich täglich sehen zu können und nicht durch das Tal marschieren zu müssen, spannten Sie eine Brücke aus Leder auf. Nach einem Streit kappte einer der beiden die Seile und der andere fiel mit der Brücke in die Tiefe. Seitdem gibt es immer wieder Schatzsucher, die die Hänge nach Beweisen für eine Brücke absuchen, da dies bei der Spannweite theoretisch möglich gewesen sein soll.

    Gastronomie

    Ein Restaurant befindet sich in der Vorburg.

    Querverweise

    Bei folgenden Burgen wird Spangenberg erwähnt:

    Erfenstein

    Aktualisierung

    Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.06.2005


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