Burg Neudahn

Burg Neudahn

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Neudahn befindet sich auf einem Sporn oberhalb der Mündung des Moosbachtals in das Wieslautertal. Genau wie zahlreiche andere Burgen der Region wurde Neudahn in eine Festung umgebaut. Der Ursprung der Anlage aus dem 13. Jahrhundert liegt in einem Wohnturm auf einem 10 m hohen Felsklotz, der im 15. Jahrhundert und im 16. Jahrhundert mit mächtigen Festungselementen verstärkt wurde. Eindrucksvollstes Element ist ein Doppelturm, der mit mehr als 2 m dicken Mauern und allen erhaltenen Stockwerken mit Gewölben einem unvergesslichen Anblick geliefert. Ein Besuch lohnt sich!

Burg Neudahn
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Adresse

Burg Neudahn Neudahner Weiher
66994 Dahn Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine, Festung
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 286 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:15-17:27 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Neudahn

Die Burg Neudahn befindet sich auf einem Bergsporn weit oberhalb des Tales des Flusses Lauter. Der Ursprung der Anlage liegt in einem Wohnturm, der sich auf einem Felsblock befand, der heute die Überreste der Kernburg trägt. Der Felsblock ist zu allen Seiten hin stark abfallend. Eingerahmt wird er von einer unteren Vorburg, die im Norden, im Westen und im Osten des Felsens liegt. Im Süden wurde eine kleine Bastion mit vorgelagerter Schildmauer errichtet, die die Anlage zu dieser Seite hin schützten sollte.
Burg Neudahn besteht aus einer Vorburg, bzw. Unterburg und einer Oberburg, bzw. der Kernburg. Die Kernburg liegt 20 m höher als die Vorburg. Von der Vorburg sind heute nur noch bedingt Reste erhalten. Der Zugang erfolgte von Südosten her und führte einmal um den halben Felsblock herum. Von dem Tor der Vorburg ist heute nichts mehr erhalten. Nur die Überreste eines runden Batterieturms befinden sich direkt neben dem ehemaligen Tor. Der Turm flankierte einst den Zugang zur Vorburg.
Die Vorburg umrahmte die Kernburg fast vollständig. Heute wie damals muss man sie durchlaufen und somit die Kernburg umrunden, um zum Aufgang zu gelangen. Die Vorburg wurde sehr großzügig gestaltet und gewährte freies Schussfeld von der Kernburg aus. Der Weg durch die Vorburg wurde vollständig durch die Kernburg flankiert und konnte lückenlos beschossen werden, sollte der Gegner eingedrungen sein.
Über ein weiteres Tor geht es in einen abgesonderten Bereich, der einen weiteren Turmstumpf und die Überreste eines Gebäudes beherbergt. Von hier gelangt man über einen Treppenturm in die Kernburg. Über einen im Mittelalter nicht existenten Zugang gelangt man auf die östliche Bastion, die die Anlage zu dieser Seite hin gegen eintreffende Geschosse schützte. Die Bastion wurde spitz zur Angriffsseite hin angelegt damit Geschosse abstreifen und nicht einschlagen konnten.
Die Kernburg befindet sich auf einem fast quadratischen Felsblock, der mehr als 10 m über der Vorburg liegt. Im 16. Jahrhundert wurde sie zur Festung ausgebaut und dem Artilleriewesen angepasst. Im Zuge der Verstärkung entstand neben der Bastion im Südosten eine Doppelturmanlage, die die Möglichkeit gab das Tor der Vorburg zu flankieren. Von der Kernburg kann man über eine Wendeltreppe in die einzelnen Geschossebenen der doppelten Turmanlage gelangen. Aufgrund der kleinen Schießscharten und fehlenden Fenstern sind die einzelnen Gewölbe, die sich besuchen lassen, sehr dunkel. In den einzelnen Stockwerken lassen sich größere Räume erkennen, die unter anderem alte Gewölbe aufzuweisen haben.
Die Kernburg bildet den höchsten Punkt der kompletten Burganlage. Sie liegt wesentlich höher als die restliche Burg und bietet eine hervorragende Aussicht über die Umgebung. Aufgrund des kleinen Plateaus fällt die Bebauung sehr kompakt aus. Vom Erhalt her stößt man im inneren Bereich nur auf niedere Grundmauern. Im Zuge der Restauration wurden die meisten Mauern auf Brüstungsniveau gebracht, um die Kernburg für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die nordwestliche Ecke der äußeren Mauer ist am besten erhalten. Hier stößt man auf zahlreiche Fenster, die unter anderem noch die Löcher für die Fensterlaibungen aufweisen. Zudem lassen sich Verzierungen erkennen, die auf einzelne Epochen hindeuten. Durch die hohe Lage der Kernburg eröffnet sich der Blick auf die gesamte Vorburg.
Von der Atmosphäre her ist Burg Neudahn sehr angenehm und sehr urig. Die hervorragende Restauration lässt kaum Unterschiede zwischen Alt und Neu erkennen, wodurch das Erhaltene eindrucksvoll und urig wirkt. Die Möglichkeit in die einzelnen Gewölbe und Stockwerke zu gelangen, macht den Besuch von Neudahn zu etwas besonderem.

Historie

Nach Krahe entstand die Burg aus einem Wohnturm heraus, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf dem Felsblock erbaut wurde. Die Anlage ist mehrfach erweitert worden und erhielt neben Wohngebäuden ein Doppeltor, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und in anderer Literatur als Bastion bezeichnet wird. Im 16. Jahrhundert erfolgten weitere Verstärkungen der Substanz. 1689 wurde die Burg von den Franzosen zerstört. Die Burg Neudahn ist die vierte Burg der Dahner Burgengruppe. Erbauer war wahrscheinlich Heinrich von Dahn, der auch als Heinrich Mursel von Kropsberg bekannt ist. Aufgrund von Familienstreitigkeiten soll er die Anlage um 1240 errichtet haben. Mit dem Aussterben der Familie ging die Burg an die Linie von Altdahn. Man vermutet das 1438 Neudahn niederbrannte und anschließend aber wieder aufgebaut wurde. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts passte man sich dem neuen Stand der Waffentechnik an. Es entstanden die beiden Batterietürme. Der letzte Dahner Ritter Ludwig von Neudahn starb 1603 in seinem Schloss in Burrweiler. Sein Besitz, unter anderem auch die Burg, fiel zurück an das Bistum Speyer. Die Burg diente anschließend als Wohnsitz eines Speyerer Amtmanns. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde sie 1689 durch die Franzosen zerstört. In der Neuzeit wurde die Anlage großzügig restauriert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Neudahn liegt in der Nähe von Dahn. Über die A65 Ausfahrt "Landau Nord" im Osten oder über die A62 Ausfahrt "Pirmasens" im Westen nach Landau, bzw. nach Pirmasens fahren und der B10 nach Hinterweidenthal folgen. Dort abbiegen auf die B427 Richtung Dahn. Noch vor Ortsbeginn Dahns befindet sich auf der rechten Seite ein Abzweig zu einem Campingplatz, dem man bis zur ersten scharfen Rechtskurve folgt. In der Nähe der Kurve parkt man und folgt dem Fußweg, der aus der Kurve abgeht am See und den Eisenbahngleisen entlang. 100 Meter weiter ist der Weg hoch zur Burg ausgeschildert.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.01.2008


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