Guttenberg

Burg Guttenberg

Burg Guttenberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Guttenberg liegt auf einem Sporn oberhalb der Mündung des Mühlbachs in den Neckar. Die Anlage aus der Zeit um 1200 war von strategischer Bedeutung und wurde zum Schutz der Kaiserpfalz in Bad Wimpfen errichtet. Es erfolgten zahlreiche Aus- und Umbauten, so dass die Burg zu einer stattlichen Anlage wuchs. Heute beherbergt sie ein Museum, eine Gastronomie und eine Falknerei. Ihr eigentümlicher Bergfried, die eindrucksvolle Schildmauer und die große Außenanlage laden heute zum Erkunden und Verweilen ein.

Adresse

Burg Guttenberg 74855 Hassmersheim - Neckarmühlbach Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Halbruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Gastronomie, Museum, Falknerei
Lage:230 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:11-15:27 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:Burg: kostenpflichtig
Website:Burg-Guttenberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Guttenberg

Burg Guttenberg liegt auf einem Sporn oberhalb der Mündung des Mühlbachs in den Neckar. Die Anlage bestand ursprünglich aus einer ovalen Kernburg, mehreren Zwingeranlagen und einer Vorburg, die im Norden und Nordwesten unterhalb der Burg liegt.
Der heutige Zugang erfolgt über die Vorburg, deren Tore zu Gunsten einer Straße abgebrochen und deren Gräben verschüttet wurden. Zwei Rundtürme flankieren noch heute das ehemalige Südwesttor, das die Burg mit den Parkplätzen verbindet.
Die Kernburg ist größtes Element der Anlage und liegt auf dem höchsten Punkt. Sie wird durch einen Halsgraben vom Berg getrennt und ist von mehreren Zwingeranlagen umgeben.
Die Wände des Halsgrabens wurden im Laufe der Jahrhunderte aufgemauert und beherbergen heute die Deutsche Greifenwarte. Die gesamte Außenanlage ist durch Rundtürme flankiert und abgesichert.
Die Kernburg wurde ursprünglich zum Schutz der Königspfalz in Bad Wimpfen gegründet. Diese Aufgabe forderte die Anpassung der Anlage an die sich immer weiter entwickelnde Waffentechnologie. Aufgrund dessen entstand um die recht kompakten Kernburg eine weitere Ringmauer mit Ringzwinger und fünf Rundtürmen, die sie zu allen Seiten hin schützten[1].
Der Zugang zur Kernburg erfolgt heute wie damals über den eben genannten Ringzwinger, der gleichzeitig als Torzwinger diente. Das Zugangstor, ein romanischer Rundbogen aus der Stauferzeit, wird auf der rechten Seite durch einen Rundturm und auf der linken Seite durch den Bergfried flankiert. Der Torzwinger führt über ein weiteres Tor an der Ostseite der Kernburg vorbei zum Tor an der Nordseite.
Die Kernburg bildet den Mittelpunkt der Burg Guttenberg. Sie besteht aus einem großen Hof, einem Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert, einer hohen Ringmauer und dem Bergfried. Der Zugang erfolgt über ein kleines Tor an der Nordseite, das durch seine Lage nicht eingeschossen werden konnte.
Die Gebäude in der Kernburg sind sehr hoch und stehen dicht beieinander. Der östliche Part ist Privatbesitz. Das westliche Gebäude und der Bergfried sind Teil des Museums, das seinen Schwerpunkt auf die Thematik Mittelalter gesetzt hat.
Der südwestliche Part wird durch eine halbrunde Ringmauer, bzw. Schildmauer eingenommen, die an ihrer Hofseite mehrere verschiedene Steinarten und Umbaumaßnahmen erkennen lässt. Balkenauflager zeugen von einem Wehrgang an der Innenseite. Zu der Mauer hin sind die Rundtürme der äußeren Zwingeranlagen offen, also als Schalentürme ausgebildet und einsehbar. Die offene Seite zur Kernburg hin verhinderte die Verwendung der Türme durch den Feind. Über einen Fachwerkaufsatz auf der Mauer ist der Eingang des Bergfrieds erschlossen.
Der Bergfried ist das höchste und größte Gebäude der Burg. Er steht zur Hauptangriffsseite hin und diente mit seinen 2 m starken Außenwänden als Schildmauer. Der Turm ist quadratisch mit einer Seitenlänge von 8,5 m und war ursprünglich 24 m hoch. Sein Eingang befand sich auf 15 m Höhe, also 2 m oberhalb des Wehrgangs der Mauer. Die obersten beiden Stockwerke sind erst nachträglich entstanden. Von seiner Spitze eröffnet sich ein weit reichender Blick über das anliegende Neckartal und die Umgebung.
Burg Guttenberg ist von ihrer Typologie her nahezu einzigartig. Die Anlage wurde auf sehr kleinem Raum zu einer stark befestigten, fast uneinnehmbare Burg ausgebaut und solange sie dem Schutz Bad Wimpfens diente immer der aktuellen Waffentechnologie angepasst. Rundschalentürme, der hohe Bergfried und die bewehrten Zwingeranlagen zeugen von dieser Zeit und lassen Burg Guttenberg eindrucksvoll und imposant erscheinen.

Historie

Zobelo de Gutenberg wird 1238 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg ist wahrscheinlich um 1200 zum Schutz von Bad Wimpfen und der Kaiserpfalz entstanden. Schildmauer und Bergfried stammen von 1200, die Wohngebäude von 1500. Bis zum heutigen Tag wurde die Anlage oft erneuert.
Bis 1449 unterliegt die Herrschaft Guttenberg den Burgvögten der Staufer. Für 6000 Gulden ging sie anschließend an Hans von Gemmingen. Die Familie derer von Gemmingen sind noch heute im Besitz der Anlage.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Guttenberg liegt bei Haßmerheim im Ortsteil Neckarmühlbach. Die A6 über Ausfahrt "35 - Bad Rappenau, Bad Wimpfen" verlassen und über Bonfeld, Bad Rappenau direkt nach Neckarmühlbach fahren. Alternativ über die B27. Die Burg ist weiträumig ausgeschildert. Sie befindet sich etwas außerhalb der Ortschaft auf einem Berg. Es stehen genügend Parkplätze zur Verfügung da die Burg ganzjährig gut besucht ist.

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Sonstige Einrichtungen

Die Falknerei:
Die Falknerei veranstaltet spektakuläre Flugvorstellungen mit ihren zahlreichen Tieren. Die Deutsche Greifenwarte wacht über die Vögel. Es sind viele Arten wie Adler, Falken und Geier vertreten, die aus nächster Nähe betrachtet werden können. Der Besuch der Greifenwarte ist die optimale Möglichkeit Raubvögel aus aller Welt aus nächster Nähe zu betrachten.

Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Guttenberg erwähnt:

Horneck

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 01.04.2012


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