Sooneck

Burg Sooneck

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Sooneck thront auf einem Felsen oberhalb des Rheins. Die Anlage aus dem 11. Jahrhundert wurde nach ihrer Zerstörung 1689 durch König Friedrich Wilhelm IV. 1843 gekauft und 1862 im neogotischen Stil wieder aufgebaut. Die recht kleine Kernburg liegt auf einem 6 m hohen Felsen, der an seinem Fuß eine Vorburg aufweist. Bis heute haben sich die wuchtige Ringmauer und der ehemalige Wohnturm mit Bergfried erhalten, die in der Neogotik stark verändert wurden. Ein Besuch ist nur im Zusammenhang mit einer Führung möglich.

Burg Sooneck 1
Burg Sooneck 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Sooneck thront an einem Einschnitt des Rheingrabens. Die Ruine wurde im Jahre 1842 zum Jagdschloss von König Friedrich Wilhelm IV. umgebaut und erstrahlt heute im Glanz der Neogotik.
Der Weg endet im ehemaligen Halsgraben und führt von dort über eine Rampe zum neuen Tor, das neben einer Zugbrücke und einem neuen, kleinen Halsgraben ein neogotisches Torhaus aufweist. Der Burghof der Vorburg und dessen Mauer wurden zum Rhein hin im Jahre 1842 vergrößert und ausgebaut. Ein Blick nach Norden deckt eine Aussicht über die ehemalige Vorburg auf, die relativ gut im alten Stil belassen wurde und heute als Terrasse für die kleine Gaststätte genutzt wird. Vom Burghof führt der Weg auf das Dach eines kleinen Gebäudes, das abgesehen von einem Wehrturm, eine fabelhafte Aussicht über das Tal freigibt.
Burg Sooneck ist teilweise, wie viele andere Burgen am Rhein, übersät von Zinnen, kleinen Türmchen und neogotischem Schmuck und wirkt zum Teil genau wie die beiden Nachbarburgen Rheinstein und Reichenstein wie eine gewollte Idealburg des 19. Jahrhunderts. Dies wird vor allem durch den exakt aussehenden, aber teils verfälschtem Wiederaufbau und die zahlreichen Details klar.
Die Kernburg ist nur in Form einer Führung zu besuchen. Die Führung beginnt am Fuß einer langen Treppe, die hoch zu der kompakten Kernburg führt. Anstelle dieser Treppe existierte einst ein steiler Zugang, der wahrscheinlich zum Teil nur mit Hilfe von Leitern zu überwinden war. Oben angekommen, gelangt man in einen sehr kleinen Burghof, der direkt vor dem Eingang des wuchtigen Wohnturms liegt und als letzte Abwehrmaßnahme diente.
Der Wohnturm erscheint von unten wie ein typischer ausgeprägter Bergfried aus dem 11. Jahrhundert. Nur die reichhaltige Verzierung verrät seinen wiederaufgebauten Ursprung. Die Führung geht durch einzelne Zimmer, die ähnlich wie bei Rheinstein eingerichtet sind. Vieles stammt aus der Zeit von König Friedrich Wilhelm IV., doch trifft man unter anderem auch auf die eine oder andere Ritterrüstung. Hauptattraktion der Führung sind ein Portrait, das beim Vorbeigehen den Fuß und die Augen in Richtung des Betrachters zu bewegen scheint und eine originale Armbrust aus dem Mittelalter, die aufwendig restauriert wurde. Zudem sind 200 Jahre alte Möbel, Teppiche und Schlafzimmer einiger preußischer Prominenten auszumachen.
Interessant ist die große Gemäldesammlung von Friedrich Wilhelm IV., die von Zeichnungen des ehemaligen Eingangs der Burg bis zu den Portraits einzelner Prinzen und Prinzessinnen reichen.
Von der Atmosphäre ist Burg Sooneck angenehm. Trotz des Wiederaufbaus lassen sich die Reste gut erkennen.

Historie

Die Burg besteht seit dem 11. Jahrhundert. 1282 wird die Vorgängerburg als Raubritterburg, die sich durch hohen Zoll unbeliebt gemacht haben, durch Kaiser Rudolf zerstört. Bis 1343 lag ein Verbot über der Burg, diese wieder aufzubauen. Danach entstand die heutige Anlage. Sie wurde 1689 durch die Franzosen zerstört. 1843 hat König Friedrich Wilhelm IV. die Burg gekauft und 1862 im neugotisch Stil wieder aufgebaut. Dabei wurden Burghof und Fenster vergrößert und stark verändert.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

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Anfahrt

Die Burg Sooneck liegt direkt am Rhein oberhalb des Ortes Niederheinbach. Innerorts sollte man von Bingen her kommend der Bundesstraße bis zur ersten Straße folgen, die links abgeht. Dieser folge man bis zum Parkplatz. Von diesem muss man 5Min zu Fuß zur Burg gehen. Die nächsten Autobahnen sind die A61 und die A60 mit den Ausfahrten "Bingen".

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Gastronomie

Das Restaurant befindet sich in der ehemaligen Vorburg.

Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Sooneck erwähnt:

Burg Reichenstein

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 04.08.2005


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