Münzenberg

Burg Münzenberg

Burg Münzenberg

Deutschland / Hessen

Burg des Monats

Burg Münzenberg wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats Februar 2015" gewählt.
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Auf einem steil abfallenden Berg oberhalb des gleichnamigen Ortes liegt die Burg Münzenberg aus dem 12. Jahrhundert. Die romanische und gotische Anlage hat sich gut erhalten und wirkt heute sehr eindrucksvoll und imposant. Burg Münzenberg ist in ihrer Form eine Seltenheit. Es gibt zwei Bergfriede und zwei Palas, die teilweise aus mächtigen Buckelquadern bestehen. Bis heute haben sich zahlreiche Verzierungen und sehenswerte Überreste erhalten, die zum Erkunden und Verweilen einladen. Von dem westlichen Bergfried eröffnet sich eine weite und herrliche Aussicht über das umliegende Land. Münzenberg muss man gesehen haben. Der Eintritt ist kostenpflichtig.

Burg Münzenberg
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Adresse

Burg Münzenberg 35516 Münzenberg Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: -
Lage: 218 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:06-17:30 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
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Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Münzenberg

Burg Münzenberg befindet sich oberhalb des gleichnamigen Ortes auf einem Basaltkegel. Die riesige Burgsilhouette mit ihren beiden mächtigen Türmen hebt sich durch die hohe Lage stark vom Ort ab und ist schon aus weiter Ferne zu sehen. Die Anlage besitzt einen untypischen Aufbau, der Burg Münzenberg einzigartig in Europa macht. Große Buckelquader deuten heute noch die Wehrhaftigkeit an, die Burg Münzenberg zu ihrer Blütezeit besaß.
Die Eingangssituation wird von einer Doppeltoranlage dominiert, die neben flankierenden Türmen auch Torzwinger und mächtige Außenmauern aufzuweisen hat. Die Tore sind nach alten Prinzip von der Rückseite aus Holz gewesen, also Schalentürme, um sie im Falle einer Belagerung anzünden zu können. Gleiches erkennt man bei den Außentürmen, die den Zwinger nach Süden hin schützten. Das Zugangstor zur Burganlage, geschützt durch einen Pecherker, wurde in der Wehrmauer integriert und führt unter dem romanischen Palas, bzw. der Kapelle hindurch. Es mündet auf dem langgezogenen Burghof, der im Westen und Osten jeweils einen Turm und im Süden und Norden die Wohngebäude aufzuweisen hat.
Im Süden und somit direkt über dem Tor befindet sich der Palas mit angrenzender Kapelle und Küchenbau, die alle heute noch reiche Verzierungen aufzuweisen haben. Der Palas beherbergt Kamine im Obergeschoss, die an die dortigen einstigen Säle erinnern. Rekonstruierte Fensterverstrebungen geben der Hoffassade neue Struktur und lassen den Palas sowie die Anbauten zum Leben erwecken. Ihm gegenüberliegend befindet sich der ehemalige frühgotische Palas mit anliegenden Wirtschaftsbauten, die die Nordfassade eingenommen haben. Sie wurden eher schlicht gehalten und verschwanden nach dem Verfall der Anlage als erstes.
Dominiert und gleichzeitig eingerahmt, wird der Burghof von den beiden Rundtürme, die in Ost-West-Achse die Abschlüsse bilden. Der westliche Turm entstand erst wesentlich später und diente als Bergfried. Er wurde aber eher als Machtsymbol und zur Demonstration des Reichtums errichtet. Ihm zu Füßen stößt man heute auf die Ausgrabungen des Brunnens und das alte Bollwerk für Pulvergeschütze, das um 1500 entstand.
Der östliche Turm war der erste Bergfried. Er ist im Gegensatz zu seinem kleineren Nachfolger für die Öffentlichkeit offen und kann bestiegen werden. Wie überall in der Burg eröffnet sich von seiner Spitze eine weite und schöne Aussicht über die Umgebung und auf die Burg.
Gern benutzt und zudem sehr interessant ist der Rundgang an der Wehrmauer. Vom frühgotischen Palas kann man, an der äußeren Wehrmauer entlang, die Burg fast vollständig umrunden. Hierbei gelangt man an zahlreichen Erkern, den imposanten Buckelquadern und mächtigen Zinnen vorbei. Am Palas stößt man auf enge Gänge, die von dem Wehrgang in die Burg führten und aufgrund ihrer Breite leicht zu verteidigen waren.
Von der Atmosphäre her ist Burg Münzenberg sehr angenehm, urig und vor allem eindrucksvoll. Die Anlage ist gut erhalten und weist zahlreiche Details auf, die zum größten Teil aus alter Zeit stammen und die einstige Macht der Burg noch heute demonstrieren. Als eine der mächtigsten Burgen der Region und vor allem des guten Erhalts wegen ist ein Besuch Münzenbergs ein Muss für alle Burgenfans.

Historie

Kuno I. von Münzenberg errichtete Burg Münzenberg im Jahre 1152. Sie war Teil des staufischen Sicherungssystems in der Wetterau. Durch die doppeltürmige Form bekam die Anlage im Laufe der Zeit vom Volk den Namen "Tintenfass". Der romanische Palas und die innere Ringmauer stammen aus dieser Zeit und wurden in den üblichen Buckelquadern angelegt. Mit der Übergabe der Anlage an die Herren von Falkenstein im Jahre 1255 folgten weitere Ausbauten. Um 1600 begann der Verfall durch Vernachlässigung. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Münzenberg endgültig zerstört und zur Ruine.

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Anfahrt

Von der A5 über Ausfahrt "Butzbach" oder von der A45 über Ausfahrt "Münzenberg" abfahren und der Ausweisung zum Ort folgen. Innerorts ist die Anlage ausgeschildert und nicht zu übersehen.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Münzenberg erwähnt:

Falkenstein, Hayn, Königstein, Rockenberg, Schwarzenfels

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 24.12.2006


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