Burg Pfannenstiel

Deutschland / Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Pfannenstiel entstand im 13. Jahrhundert auf einem Bergkamm nahe dem Tal der Bära unweit der Donau. Die Anlage lag auf einem steilen Felsgrat, der zu den meisten Seiten guten Schutz bot. Sie bestand aus einer Vorburg, einem Wohnturm, einem Hof und einer Grabenanlage.
Von Burg Pfannenstiel haben sich bis heute nur wenige Fundamente erhalten. Von dem Wohnturm sind die Außenmauern stehen geblieben, die teilweise mehrere Meter Höhe aufweisen.

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Burg Pfannenstiel
78567 Fridingen

Parken: Im näheren Umfeld von Burg Pfannenstiel gibt es zahlreiche Straßen, in denen man kostenlos parken kann. Im Durchschnitt beträgt der Fußweg zur Anlage 1000 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: -
Lage: 800 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:13-19:21 Uhr Info

Baubestand & Beschreibung

Burg Pfannenstiel befindet sich auf einem Felsgrat inmitten tiefer Wälder unweit der Donau. Sie bestand einst aus einer Vorburg und einer Kernburg mit Wohnturm und Hof.
Von der Vorburg ist heute nur noch unter üppiger Vegetation der eine oder andere Stein erhalten. Sie lag auf einem kleinen Vorsprung im Westen der Kernburg. Auffallend ist ihre dreieckige Form mit ca. 19 m auf 18 m Grundfläche. Eine Mauer, in der teilweise Felsen integriert waren, schützte sie zur Angriffsseite hin. Ein Abschnittsgraben trennt sie von der Kernburg. Gebäude lassen sich keine mehr erkennen.
Die Kernburg der Burg Pfannenstiel liegt hinter dem bereits genannten Abschnittsgraben. Sie bestand aus einem Wohnturm auf einem Felsen und einem 10 m niedriger gelegenen Hof mit Ringmauer und Gebäude. Der mächtige Wohnturm schützte die Kernburg zur Hauptangriffsseite hin wie eine Schildmauer.
Der Wohnturm der Burg Pfannenstiel hat eine eher seltene Form. Er ist mit 12 m breit und 21,6 m lang. Die erhaltenen Reste auf dem Felsen reichen bis in eine Höhe von 5,5 m. Durch die längliche Form ergab sich im Innenraum eine Grundfläche von 145 qm. Mit seinem 2,5 m dicke Mauern diente er als Schildmauer für die Kernburg. An der Nordwestwand lässt sich noch eine Öffnung erkennen, die mit einem Erker als Abort gedient haben kann. An der Südostwand befand sich bis um 1900 noch eine Türlaibung mit Balkenloch für einen Riegel. Im Innenbereich lässt sich noch eine ehemalige Innenwand auf dem Boden grob erkennen. Somit erfolgte der Zugang vermutlich direkt vom Hof der Kernburg über eine einziehbare Leiter oder ähnliches. Durch den fortgeschrittenen Verfall hat sich die Öffnung mittlerweile stark vergrößert.
Der Zugang zum Turmstumpf der Burg Pfannenstiel erfolgt heute noch über eine steile Treppe. Der Ausblick über die Umgebung ist durch Bäume versperrt und beläuft sich nur auf einige kleine Schneisen.
Unterhalb des Wohnturms lag die Kernburg. Sie bestand aus einem trapezförmigen Plateau, das von einer Ringmauer umgeben war. An der Südseite lassen sich die Spuren eines Gebäudes erkennen. Hinter dem Plateau liegt erneut ein Graben, der eine 8 m tiefer gelegene Ebene von der Kernburg trennt. Welche Funktion diese Ebene hatte, ist unbekannt. Sie weist eine ähnliche Form und Größe wie die Vorburg auf.
Die Wege und die Ruine sind im Allgemeinen sehr zugewachsen und geben dem Besucher nicht besonders viel Spielraum sich umzusehen. Die bedingten Reste lassen sich zum Teil nicht mehr erkennen und ein Nachvollziehen des ehemaligen Aussehens ist schwer.
Die wenigen Reste der Burg Pfannenstiel, der tiefe Graben und die Umgebung, sowie die Lage zeugen von einer einst recht wehrhaften aber kleinen Burg. Aufgrund der zahlreichen, lebensgefährlichen Abgründe sollte man bei einem Besuch Vorsicht walten lassen.

Historie

Einer Sage nach soll die Burg Pfannenstiel durch einen Blitzeinschlag in Brand geraten sein. Dabei kam die Tochter des Burgherren um, die zuvor ihren Bruder von einem Bediensteten habe ertränken lassen wollen. Der Bedienstete übergab den Jungen aber einer Frau im angrenzenden Bäratal. Mit dem Erreichen seiner Volljährigkeit machte er von seinem Stand Gebrauch und hat der Sage nach die benachbarte Burg Kreidenstein errichtet.
Archäologische Untersuchungen ergaben, dass Burg Pfannenstiel in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Ab circa 1400 gibt es keine Funde mehr, sodass man davon ausgeht, dass sie nicht mehr bewohnt wurde. Ob man Burg Pfannenstiel aufgab oder sie tatsächlich durch einen Blitzeinschlag in Brand geriet, ist unbekannt.
Nachweislich gehörte die Ruine zu etwas späterer Zeit mit den umliegenden Ländereien den Herren von Urbach. Über Margarethe von Urbach wird sie infolge einer Hochzeit Eigentum von Georg I. von Werenwag.
1476 verkauft Georg I. von Werenwag die Burg Pfannenstiel mitsamt Gemarkung an das Kloster Beuron und Hans Spretter von Mühlheim. Im Zuge der Säkularisation 1803 wird sie Besitz der Herren von Hohenzollern-Sigmaringen, die sie noch heute als ihr Eigen zählen.

Eintritt und Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Anfahrt

Pfannenstiel ist etwas schwer zu finden. Die Burg liegt bei Fridingen/Tuttlingen nahe den Bundesstraßen B14 und B311. Der Hauptstraße in Fridingen folgen und von Tuttlingen aus kommend nach Hammerschmiede abbiegen. Die Straße führt durch Hammerschmiede hindurch und über eine Brücke. Etwas später kommt rechter Hand eine Brücke, über die ein Wanderweg in den Wald führt. Diesem Weg folgen. Der Weg ist ausgeschildert. In den umliegenden Städten und Dörfern gibt es an den Hauptstraßen zahlreiche Wanderkarten.

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Sonstige Bemerkungen

Auf der Burg gibt es an mehreren Stellen tiefe Abgründe. Man sollte bei einem Besuch Vorsicht walten lassen.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 10.06.2021, 25.05.2004


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