Höchst

Burg Höchst

Burg Höchst

Deutschland / Hessen

Schloss Höchst basiert auf einer alten gotischen Wasserburg, die im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut wurde. Heute besteht das Areal aus dem Schloss, einem mächtigen Graben und ausgeprägten, gut erhaltenen Elementen der alten Stadtmauer. Vor allem die Stadtmauer zum Main hin lädt heute zu einem kleinen Spaziergang ein.

Burg Höchst
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Adresse

Burg Höchst Höchster Schlossplatz 16
65929 Frankfurt am Main Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Wasserburg
Nutzung: Museum
Lage: 100 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:10-17:26 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: ganzjährig
mehr
Eintrittspreise: Außenanlage: frei
Burghof: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Höchst

Am südlichen Ende des kleinen Frankfurter Stadtviertels Höchst liegt direkt am Main das Schloss Höchst. Die Anlage besteht aus den Resten einer alten Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, auf die später mehrfach Residenzen und Schlösser gebaut wurden.

Graben
Man betritt heute wie damals das Schloss von Osten her über den Schlossplatz. Es lässt sich noch deutlich der Graben erkennen, der in einen kleinen Park verwandelt wurde und begangen werden kann.

Torbau und Zugang
Der Zugang erfolgt von Nordosten über eine steinerne Brücke. Der Torbau steht aus der Mauerflucht der alten Kernburg hervor und riegelt das Grundstück der Burg direkt am Ende der Brücke ab. Das Gebäude stammt aus der Renaissance und weist klassizistische Elemente auf. Rechts neben dem Tor stößt man auf eine Pforte für einzelne Personen. Hinter dem Torhaus eröffnet sich der Blick auf den Burghof.

Kernburg und Schloss
Schloss Höchst war ursprünglich eine rechteckige Burganlage, die von zwei Ringmauern umgeben war. Die innere Ringmauer war zum Ort hin, also noch Nordwesten, als Schildmauer ausgebaut worden.
Die Mauer stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert und wurde zusammen mit dem Bergfried errichtet. Einziger sichtbarer Rest der Ringmauer ist der runde Turm an der Nordecke. Trotz Umbau lässt sich sein wehrhafte Charakter noch erkennen. Die restlichen Gebäuden der Kernburg sind historische Bauten aus der frühen Neuzeit oder stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Hauptgebäude
Im Laufe der Zeit besaß Schloss Höchst mindestens zwei repräsentative Wohngebäude, die immer wieder zerstört wurden. Im Mittelalter gab es einen Palas, von dem nur der Keller erhalten ist. 1586 entstand ein großer, dreigeschossiger Bau mit hohem Dach und Ziergiebeln. Von dem Bauwerk hat sich an der Südwestecke eine kleine Ruine erhalten, die Fenster im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss aufweist.

Bergfried
Letzter Rest der mittelalterlichen Burg ist der mächtige und alles überragende Bergfried. Der schlanke Turm ist im Ursprung gotisch und trug lange Zeit eine Sturmglocke der Stadt von 1475.
Der Bergfried ist heute circa 50 m hoch. Der Turm weist das typische Erscheinungsbild eines Schlossturms auf. Im 15. Jahrhundert, vermutlich ca. 1463, wurde er unter Dieter von Isenburg beim Ausbau der Burg zur Residenz um einen dritten Gewölberaum erhöht.
Im 16. Jahrhundert kam es ab 1582 unter Wolfgang von Dalberg zur dritten Bauphase. Während des Umbaus zum Renaissanceschloss erhielt der Turm erneut ein Stockwerk. Zudem entstand 1587 die heutige Kuppel aus Stein mit ausgeprägter Laterne. Mit der Errichtung der barocken Haube erreichte der Turm endgültig eine Höhe von 50 m. Im Inneren wurde eine Kaminstube in einer Gewölbekammer eingerichtet. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts beherbergte der Turm zwei beheizbare Stuben.

Stadtmauer mit Maintor und Zollturm Seit ihrem Bau diente die Burg, bzw. das Schloss Höchst zur Überwachung und zur Zolleinnahme des Schiffverkehrs auf dem Main. Um den Ort zu schützen, entstand unter dem Mainzer Erzbischof Gerlach I. zwischen 1355 und 1360 die erste gotische Stadtmauer. Bis 1664 wurde die Stadtmauer mehrfach umgebaut.
Einziger Zugang vom Main aus war das Maintor mit dahinterliegendem Zollturm. Vom Schlossplatz aus eröffnet sich neben der Brücke zum Schloss der Blick auf die Rückseite des Zollturms. Der Weg führt unter dem Zollturm hindurch in einen davor liegenden Zwinger und endet am Maintor, bzw. am Mainufer.
Das Maintor war die einzige Stadtzufahrt zum Main hin. Neben dem Tor beginnt an der Stadtmauer ein eingearbeitetes, gotisches Dreipassfries. An einigen Stellen lassen sich Wappen von Dieter von Isenburg erkennen. Oberhalb des Friese stößt man auf den Anfang der Batterie. Diese beherbergte eine Kanone.

Neues Schloss
Im 16. Jahrhundert gründete man an der Stelle des Neuen Schlosses einen Adelshof, der mit der Erweiterung der Stadtmauer mit einbezogen wurde. Das Schloss diente später als kurfürstliches Gästehaus und nach 1866 als preußische Finanzverwaltung. Im 20. Jahrhundert beherbergte es eine Weinhandlung, ab 1908 die Wohnung und das Gästehaus der Familie Brüning, 1918-1930 unter den Franzosen ein Offizierskasino, von 1945-1966 das Studio des amerikanischen Radiosenders AFN, 1972 das Gästehaus Höchst AG und in der Neuzeit eine Gastronomie. An dem Gebäude lassen sich heute zahlreiche Reste und Hinweise auf sein Alter erkennen.

Fazit
Schloss Höchst ist durch die zahlreichen Umbaumaßnahmen und das fast vollständige Verschwinden des eindrucksvollen Palas vor allem für Freunde des Barocks und der Renaissance sehenswert. Die eindrucksvolle Stadtmauer zum Main hin zieht sich über einen langen Bereich und lädt zu einem Spaziergang ein. Auch der Graben und ein Rundgang um das Burgareal sind einen Besuch wert. Vor allem für Frankfurter, die nur einen kurzen Anreiseweg haben, lohnt sich ein Besuch.

Historie

Das Alte Schloss steht an der Stelle einer alten, gotischen Zollburg aus dem 14. Jahrhundert, die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert haben soll.
1396 wird die Burg erstmals zerstört. Zu dieser Zeit geraten die Stadt Frankfurt und die Erzbischöfe aufgrund des erhobenen Zolls aneinander, woraufhin die Burg angegriffen und niedergebrannt wird.
Zwischen 1461 und 1463 kommt es zur Mainzer Stiftsfehde. Erzbischof Dieter von Isenburg wird im Oktober 1463 mit den Herrschaftsgebieten Höchst, Steinheim und Dieburg abgesetzt. Er lässt die Burg zu einem Schloss umbauen. 1475 gliedert man die Ländereien dem Erzbistum wieder ein.
1586 wird die Anlage im Stil der Renaissance verändert. 1608 verlieren die Erzbischöfe von Mainz den Anspruch auf das Schloss Höchst. Im 30-jährigen Krieg brennt das Schloss im Januar 1635 ab.
1681 erhält der Bergfried ein neues Dach, in dem eine Sturmglocke der Stadt von 1475 aufgehängt wird. Der Palas wird 1772 abgerissen. Das Schloss geht 1803 in den Besitz des Herzogtums Nassau über. 1866 wird die Anlage preußisch und 1908 Privateigentum der Familie von Adolf von Brüning. Er lässt das Schloss renovieren und richtet einen öffentlichen Park ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzen Amerikaner Schloss Höchst. Im Juli 1945 nutzen Sie die Gebäude als Sendezentrale des Soldatensenders AFN. 1961 wird es durch die Höchst AG der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es entstehen ein Firmenmuseum der Höchst AG und ein Museum zur Geschichte der Stadt Höchst. 1972 wird das Neue Schloss umfassend saniert und in ein Gästehaus der Höchst AG verwandelt.
In späterer Zeit ist Schloss Höchst im Besitz der Firma Infraserv Höchst. Diese verkauft es am 1. Januar 2002 an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Heute befindet sich eine Denkmalakademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den alten Gemäuern. Im Schlosskeller werden zahlreiche Veranstaltungen aufgeführt. Das Schloss kann für Hochzeiten gemietet werden.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Der Schloss liegt in einem Ortsteil von Frankfurt am Main. Die A66 über Ausfahrt 16 Frankfurt am Main-Höchst verlassen und der Königsteiner Straße in das Ortszentrum folgen. Innerorts ist das Schloss ausgeschildert. Parkplätze findet man in der Straße Batterie direkt am Main.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Höchst erwähnt:

Breuberg, Königstein

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- http://www.gg-online.de/html/hoechster_schloss.htm - letzter Aufruf: 02.01.2016
- Informationstafeln

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 02.01.2016


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