Kaiserpfalz Goslar

Kaiserpfalz Goslar, Goslarer Kaiserpfalz
Deutschland / Niedersachsen

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Inmitten eines ausgedehnten Parks liegt am südlichen Ende der gleichnamigen Stadt die Kaiserpfalz Goslar. Der schöne Gebäudekomplex ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes und einer der besterhaltenen Profanbauten Deutschlands.
Ursprünglich war die Kaiserpfalz bedeutend größer. Viele Bauwerke gingen aber im Laufe der Zeit verloren. An ihre Stelle trat ein ausgedehnter Park. Der Pfalzbau beherbergt heute ein Museum mit interessanten Ausstellungsstücken.
Kaiserpfalz Goslar bietet zusammen mit der Altstadt und den eindrucksvollen Resten der Stadtbefestigung genug Stoff für einen Tagesausflug. Es lohnt sich!

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Bilder

Adresse, Karte & Parken


Kaiserpfalz Goslar, Goslarer Kaiserpfalz
Kaiserbleek 6
38640 Goslar

Parken: Es gibt für Kaiserpfalz Goslar, Goslarer Kaiserpfalz einen kostenpflichtigen Parkplatz. Von hier beläuft sich der Fußweg zur Anlage auf 100 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Niederungsburg, Pfalz
Nutzung: Museum
Lage: 525 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:32-20:05 Uhr Info

Baubestand & Beschreibung

Die Kaiserpfalz Goslar gehört zu den größten und besterhaltenen Profanbauten des 11. Jahrhundert in Deutschland. Sie war lange Zeit der geliebte Aufenthaltsort der salischen Könige und aufgrund ihrer Schönheit im gesamten Reich bekannt.
Die Kaiserpfalz stand ursprünglich in einem Ensemble aus Gebäuden, zu denen das Kaiserhaus, die Stiftskirche, die Domvorhalle, die Pfalzkapelle Sankt Ulrich, die Liebfrauenkirche, das Kuriengebäude und die Pfarrkirche Sankt Thomas gehörten.
Heute ist die Kaiserpfalz Goasler eines der eindrucksvollsten Ausflugsziele rund um den Harz. Sie beherbergt ein großes Museum und ist vor allem zusammen mit der Altstadt und den Wehranlagen der ehemaligen Stadtmauer einen Besuch wert. Nicht umsonst ist sie in der Liste der UNESCO Weltkulturerben.

Historie

Die Kaiserpfalz Goslar wurde im frühen 11. Jahrhundert errichtet. Heinrich IV. der Salier wurde hier am 11. November 1050 geboren. Im Spätsommer 1056 war Papst Viktor II. für längere Zeit Gast von Kaiser Heinrich III. Ein Streit über die Sitzordnung im Dom endete zu Pfingsten 1063 in einem Blutbad zwischen Bischof Hezilo von Hildesheim und Abt Widerad von Fulda.
Im Sommer 1073 floh Heinrich IV. vor den aufständischen Sachsen auf die Harzburg. An Weihnachten 1075 wurde Heinrich IV. in einem Schreiben von Papst Gregor VII. die Exkommunikation angedroht. Im Jahr 1081 ließ sich Hermann von Salm, der Gegenkönig von Heinrich IV., in der Kaiserpfalz Goslar krönen und salben.
Zwischen 1152 und 1188 wurde auf der Kaiserpfalz immer wieder der andauernde Streit zwischen Kaiser Friedrich I. und Herzog Heinrich dem Löwen ausgetragen. Im Juli 1219 erhielt Friedrich II. von Otto IV. die Reichsinsignien, die bis dato auf der Harzburg aufbewahrt wurden. Im Jahr 1253 hielt sich der deutsche König Wilhelm von Holland als letzter in der Kaiserpfalz Goslar auf, danach begann der Verfall.
Im Jahr 1289 zerstörte ein Brand nahezu alle Gebäude bis auf die Grundmauern. In der Folgezeit diente die Pfalz als Gerichtsstätte, teilweise als Wohnsitz des Stadtvogts und später für das sächsische Landgericht. 1331 stürzten Mauern des Doms ein. Im Jahr 1530 stürzte der Turm des Doms ein. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Kaiserpfalz als Kornspeicher genutzt. 1575 wurde die Ulrichskapelle zum Gefängnis umfunktioniert.
1672 stürzte der Turm der Liebfrauenkirche ein. 1722 passierte selbiges auch mit der Liebfrauenkirche, deren Steine als Baumaterial verkauft wurden. Am 19. Juli 1819 wurde die Ruine des Doms für 1504 Taler zum Abbruch verkauft. Es blieb nur die nördliche Vorhalle stehen.
Im Jahr 1865 stürzte eine Mauer des Kaiserhauses ein. Der Goslarer Stadtrat erwog einen Abbruch, der jedoch aufgrund der Gegenwehr der Bevölkerung nicht durchgeführt wurde. Eine staatliche Kommission riet zum Wiederaufbau. Am 14. August 1868 begann die Restaurierung der Kaiserpfalz Goslar. Am 15. August 1875 besuchte Kaiser Wilhelm I. die Baustelle.
Die Restaurierung des Bauwerks kommt im Jahr 1879 zum Abschluss, wobei der Wiederaufbau stark romantisiert und zum Teil verfälscht wurde. In den Jahren 1913, 1914 und 1922 wurden unter Uvo Hölscher archäologische Untersuchungen um die Kaiserpfalz durchgeführt, bei denen die Fundamente der Liebfrauenkirche wiederentdeckt wurden.
Direkt nach der Wende wird im Jahr 1992 die Kaiserpfalz Goslar zusammen mit dem Bergwerk Rammelsberg und der Goslarer Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Eintritt und Öffnungszeiten

Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.
Öffnungszeiten: ganzjährig
Apr-Okt:
täglich:
10.00-17.00Uhr
Nov-Mrz:
täglich:
10.00-16.00Uhr
Eintrittspreise: Außenanlage: frei
Burg: Museum
Erwachsene: 7,50€
Kinder, Jugendliche: 4,50€
Gruppe:
Erwachsene: 6,00€ p.P.
Kinder, Jugendliche: 4,00€ p.P.
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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Goslar, Goslarer Kaiserpfalz erwähnt:

Burg Desenberg, Burg Harzburg, Schloss Wernigerode

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.05.2018


Burg des Monats

Burg Goslar, Goslarer Kaiserpfalz wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats Juli 2018" gewählt.


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