Rodenstein

Burg Rodenstein

Deutschland / Hessen

Auf einem Bergsporn oberhalb des Tals des Eberbachs liegt die Burg Rodenstein. Die Anlage aus der Mitte des 13. Jahrhundert besteht aus einer kleinen Kernburg, die später um eine äußere Ringmauer mit Türmen erweitert wurde. Im 17. Jahrhundert verfällt die Burg, so dass sich heute eine Ruine erhalten hat, die zahlreiche Reste von Gebäuden und Wehrmauern erkennen lässt. Von den Gebäuden haben sich nur kniehohe Mauern erhalten. Die Wehrmauern sind höher. Neben der Burg befindet sich eine Gastronomie.

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Adresse

Burg Rodenstein
64407 Fränkisch-Crumbach - Rodenstein
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: privat
Lage: 328 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:08-16:03 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Website: Ruine-Rodenstein.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Rodenstein liegt auf dem Ende eines Bergsporns zu einem kleinen Tal hin, das noch heute nur dünn besiedelt, sich am Fuß der Burg ausbreitet. Den Zugang bildet ein Wehrturm aus jüngerer Zeit, der keine 100 Jahre vor Aufgabe entstanden war. Hinter diesem beginnen die Grundmauern eines vorliegenden Zwingers und direkt im Anschluss die rekonstruierten Reste eines Torturms.
Der Torturm war einst einer von dreien gewesen. Neben ihm gab es noch einen zum Bergrücken und einen zur Angriffsseite hin. Der Gefahr und der vielen Eingänge wegen, schloss man im 16. Jahrhundert den Turm zur Angriffsseite hin, mauerte ihn zu und errichtete eine Wassermühle in seinem Inneren. Das Tor zur Talseite, durch das man die Burg betritt, wies keinen Graben auf, so dass das spärlich erhaltene Vorwerk errichtet wurde.
Hinter dem Tor befindet sich der Ringzwinger, der die kleine, kompakte Kernburg einmal vollständig umschloss. Ein Rundweg bietet die Möglichkeit die Kernburg vollständig zu umlaufen. Der Rundweg führt durch den Zwinger und geht an dem ehemaligen Torturm vorbei, der in einen Mühlturm umgebaut wurde. Noch deutlich kann man den Torbogen des ehemaligen Tores erkennen. Durch alte kleine Fenster wird ein Blick auf den dahinter liegenden, schmalen Halsgraben frei, der noch eine beachtliche Tiefe aufweist. Der Aufbau des Turmes weist durch Balkenauflager auf eine Fachwerkkonstruktion zur Kernburg hin.
Abseits des Mühlturms gibt es noch einen weiteren Torturm und den ehemaligen Gefängnisturm, die heute nur noch von den Grundmauern her existent sind. Der gute Erhalt des Mühlturms lässt sich auf die wirtschaftliche Nutzung bis zum Aussterben des Geschlechts zurückführen, während die anderen Türme nicht erhalten wurden.
Die Kernburg kann man heute über den ehemaligen Zugang oder über ein Loch in der Schildmauer erreichen. Es sind nur noch die hohe und solide Schildmauer zum Halsgraben hin, der Brunnen, die Fundamente und Grundmauern der Gebäude und die niedere, äußere Mantelmauer, die die Kernburg umgab, erhalten. Zu erkennen ist der ehemalige Palas, der zu späterer Zeit durch einen größeren seine Funktion verlor. Der spätere Palas ist an der Schildmauer zu erkennen, die noch unter anderem Fenster aus dessen Zeit beherbergt. Auch Balkenauflager lassen sich noch deutlich erahnen.
Burg Rodenstein lädt mit ihrer angenehmen Atmosphäre sehr zum Verweilen ein. Durch ihre leicht abgeschiedene Lage ist sie nur selten besucht und somit ein Punkt der Ruhe und Entspannung. Trotz des teilweise schlechten Erhalts besitzt die Anlage zahlreiche Punkte, die zum Entdecken und Erforschen einladen. Der chronologische Aufbau der Geschichte versetzt den Besucher in der Zeit zurück. Es lassen sich sehr deutlich die einzelnen Bauperioden erkennen, die für ein langes Verweilen auf Burg Rodenstein sorgen können.

Historie

Die Burganlage wurde um 1240 von den Brüdern Friedrich und Rudolf Crumbach errichtet, die sich ab 1256 " von Rodenstein" nannten. Es handelte sich um eine sehr kompakt errichtete Anlage, deren Gebäude dicht aneinander standen. Die Burg wurde mehrfach umgebaut. Im 14. Jahrhundert kam ein zweiter größerer Palas dazu, genannt der "Steinerne Stock". Bis 1640 befand sich Rodenstein noch in einem guten Zustand. Sie ist verfallen und wurde nicht durch Eroberung zerstört.
Der letzte Burgherr Adam von Rodenstein starb mit seiner gesamten Familie im Jahre 1635 an der Pest. Die Burg war dem Verfall überlassen und diente bis in das 19. Jahrhundert als Steinbruch für Anwohner. Um 1880 begann man mit Sanierungsarbeiten, die vor weiterem Verfall schützen sollten. Ausschlaggebend und Leiter dieser Arbeiten war der Odenwaldclub. Detaillierte Informationen zur Geschichte der Anlage gibt es im Heimatmuseum in Fränkisch Crumbach.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Rodenstein liegt nordwestlich von Reichelsheim. Von der A5 Ausfahrt "Bensheim" über die B47 Richtung Lindenfels und von dort über die B3 weiter nach Reichelsheim. In Reichelsheim sind die Burg und das anliegende Hotel ausgeschildert. Von der Bundesstraße nach Fränkisch-Crumbach abbiegen, sich aber am Ende des Ortes links halten und an der nächsten Kreuzung wieder links abbiegen.

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Gastronomie

Neben der Burg gibt es eine Gastronomie.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.08.2006

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