Burg Tribsees

Burg Tribsees

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

An der Trebel lag zwischen dem 9. und dem 11. Jahrhundert eine slawische Siedlungsburg. Die Anlage war recht groß und besaß wahrscheinlich einen Wassergraben, gespeist durch die Trebel. Von der Anlage hat sich nur ein Teil des Walls erhalten, der heute in dichter Vegetation liegt und von einem privaten Feld umgeben ist. Aus der Ferne erkennt man grob den Verlauf des Walls im Wald. Auf der anderen Flussseite hat man neben der Brücke der L192, nördlich von Triebsees, die Reste einer weiteren Wallburg entdeckt. Im Ort haben sich Stadttore erhalten.

Hat Burg Tribsees trotz Corona Lockdown offen?

Kategorie: offen
Die Burg oder das Schloss sollte zugänglich sein. Einrichtungen wie Museen, Hotels und Gastronomien sind geschlossen. Es sollte die Möglichkeit geben zumindest auf den Hof zu gelangen. Bergfriede und Türme sind vermutlich aufgrund der Enge geschlossen. Gebäude lassen sich nicht betreten.*

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Baubestand & Beschreibung

Die ehemalige Burganlage befindet sich heute in einem kleinen Wäldchen nahe der Trebel. Die Anlage bestand aus einem Ringwall mit 175m Durchmesser. Der Wall war 4m hoch und trug wahrscheinlich einen Palisadenring. Ein ovaler Halbkreiswall von 420m x 300m lag zum Landesinneren hin und war zum Fluss offen. Der naheliegende Fluss Trebel besaß im Mittelalter ein Flussbett, das sich bis zur Burg zog. Dies ist noch deutlich auf topographischen Karten zu erkennen. Der halboffene Wall bot viel Platz und besaß mehr als 126.000qm.
Die künstlich veränderte Landschaft in unmittelbarer Umgebung weist darauf hin, dass die Burg einen Graben besaß, der durch das Wasser der Trebel gespeist wurde.

Historie

Die Burg basiert auf der Grundlage einer slawischen Wallburg aus dem 9. bis 10. Jahrhundert. Die Region Tribsee wird das erste Mal in einer Urkunde 1136 genannt. Sie ist ein Tribut der slawischen Regionen durch Kaiser Lothar II. an das Bistum Bamberg.
1140 wird die Burg durch Papst Innozenz II. dem neugegründeten Bistum Wullin untergestellt. Damit geht die Burg an Pommern. Im 7. und 9. Wendenzug der Dänen durch Waldemars I. Von Dänemark, wird die Anlage 1165 und 1166 verwüstet und zerstört. Über einen Wiederaufbau ist nichts bekannt.
1170 gehört die Region Kaiser Friedrich I., der sie dem neugegründeten Bistum Schwerin überschreibt. Ab 1184 geht sie an die dänische Lehnsoberheit des Fürstentums Rügen. In welchem Zustand sich die Burg befand, ist unbekannt.
1963 übernimmt die DDR das Grundstück. 2005 wurde die Burg größtenteils gerodet und freigelegt.

Anfahrt

Die Burg Tribsees liegt nahe des Ortes Tribsees, östlich von Rostock bei Bad Sülze. Von der A20 Ausfahrt "20 Bad Sülze" über Böhlendorf, Langsdorf zur Ortschaft. Der von Süden kommenden Hauptstraße folgen bis auf rechter Seite ein Stadttor zu sehen ist. Durch das Stadttor der Straße folgen bis hinter dem Ort die Kleingartensiedlung Oberschlag erscheint. Links abbiegen und dem Feldweg zu Fuß folgen. Hinter der Kleingartensiedlung geht links ein weiterer Feldweg Richtung Norden ab. In die Straße einbiegen. Auf der rechten Seite erscheint eine Informationstafel. In dem Wald hinter der Informationstafel liegt die Burg.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Tribsees erwähnt:

Burg Klevenow

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.09.2005


Burgen in der Umgebung

Burg Nehringen

Ruine
18513 Grammendorf-Nehringen
Entfernung: 11.58 km

Burg Turow

Schloss
18513 Glewitz-Turow
Entfernung: 12.03 km

*Anmerkung
Die Angaben bzgl. Öffnungszeiten im Lockdown sind ohne Gewähr. Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen alle Burgen versucht zu kontaktieren und zu kategorisiert. Burgenarchiv.de und der Autor übernehmen keine Haftung für Richtigkeit. Bitte beachten Sie zudem, dass Privatgrundstücke weiterhin nicht betreten werden dürfen. Diese Angaben sind nur als Empfehlungen zu sehen. Sie erhalten hiermit keine Rechte, die über die Gesetzeslage hinausgehen. Bitte halten Sie sich an die Vorschriften (auch mit UAVs) und wahren Sie bitte die Privatsphäre der Besitzer. Sollten Sie weitere Informationen haben oder mehr wissen, würden wir uns über eine Mail freuen: Hier klicken Danke!

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