Greene

Burg Greene

Burg Greene

Deutschland / Niedersachsen

Oberhalb des Flusses Leine liegt auf einem einzelnen Sporn die Burg Greene. Von der Anlage sind die Vorburg und die Kernburg mit äußerer Ringmauer, Toren, Grabenanlage und Bergfried erhalten geblieben. Die Gebäude sind größtenteils verschwunden. Nur der eindrucksvolle, 24 Meter hohe Bergfried mit 2,8 Meter dicken Mauern ist noch vorhanden. Die Burg lädt heute mit ihrer leichten Abgeschiedenheit, der Ruhe und einer weiten Aussicht zu einem Besuch ein.

Burg Greene
Burg Greene

Adresse

Burg Greene 37547 Kreiensen-Greene Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 162 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:03-17:23 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Nachts: geschlossen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Greene

Burg Greene befindet sich auf einem Bergsporn weit oberhalb des gleichnamigen Ortes. Die Anlage besteht aus einem wiederaufgebauten Bergfried, einer erhaltenen Ringmauer und zahlreichen Grundmauern von Gebäuden.
Von dem Ort geht ein steiler Weg direkt vor das Tor der Anlage. Hinter dem Tor führt ein kleiner Zwinger mit Mauerwangen auf den ehemaligen Burghof der Vorburg. Es eröffnet sich der Blick auf die Vorburg, die aufgrund fehlender Gebäude leer wirkt. Zahlreiche Bäume und ein immer gut gepflegter Rasen verwandeln die Vorburg in eine Parklandschaft, die zum Verweilen einlädt. Die Ringmauer der Vorburg ist in den Grundzügen noch deutlich zu erkennen und bewegt sich vom Höhenniveau meistens auf Brüstungshöhe, was nach Osten hin für eine weitreichende und wunderbare Aussicht sorgt.
Schon von der Vorburg aus macht sich die ungewöhnliche Typologie der Anlage bemerkbar. Der ausgelagerte Bergfried steht an der Verbindungsmauer von Vor- und Kernburg und diente im Falle eines Angriffs als Flankierungsturm für das Tor zur Kernburg. Eine steinerne, enge, leicht zu verteidigende Treppe führt vom Tor aus in sein Inneres und gibt die Möglichkeit den Turm zu besteigen. Von oben eröffnet sich eine weite Aussicht auf die Umgebung und das Burggelände.
Die Kernburg befindet sich in Verlängerung zur Vorburg Richtung Norden. Ihr Zugangstor ist genau wie das Tor zur Vorburg nur noch bedingt erhalten und gibt keinen Aufschluss über den ehemaligen Torturm.
Die Kernburg ist nur bedingt erhalten. Im nordöstlichen Part stößt man auf die Mauern eines größeren Gebäudes. Erdwälle und Fenster, sowie Balkenauflager zeugen von weiteren Gebäuden, die einst alle an der Außenmauer anlehnten.
Von der Atmosphäre her ist Burg Greene sehr angenehm, teilweise sogar eindrucksvoll. Die Burg ist gepflegt und in einem guten Zustand. Bänke, die Aussicht und weitläufige Rasenflächen laden sehr zum Verweilen und Entspannen ein. Man gibt sich hier redlich Mühe die Burg zu erhalten und für den Besucher einladend zu gestalten.

Historie

1308 haben die Herren von Homburg Burg Greene errichtet. Der letzte Homburger verstarb in Jahre 1409. Seine Frau Schonette erhielt nach dessen Tod das Witwenrecht. Sie vererbte die Burg am 9.10.1409 in einem Vertrag an Herzog Bernhard von Braunschweig, was zum Streit mit dem Bischof von Hildesheim führte. Der Bischof erhielt schließlich 1414 für 12.000 rheinische Gulden Burg Greene, sowie das Wiederverkaufsrecht. 1451 ging der Bischof von Hildesheim die Vereinbarung ein, dass Herzog Wilhelm der Ältere die Burg für die Pfandsumme von 12.000 Gulden zurückerhalten konnte. 1499 brachte seine Familie das Geld auf und nahm die Burg und das Amt Greene wieder auf. Knappe 50 Jahre später (1553) zerstörte Volrad von Mansfeld die Burg. Im Dreißigjährigen Krieg erhielt sie zwischen 1618-1648 nach erfolgreichem Wiederaufbau weitere größere Schäden. Die Bedeutung als Amt verlor Burg Greene im Dezember 1694. Wegen schlechtem Zustand gaben Herzog Rudolf August und Anton Ulrich die Anordnung die Burg zu räumen. Ab 1704 verfiel sie langsam und diente als Steinbruch für die umliegende Bevölkerung.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Greene liegt im gleichnamigen Ort, westlich von Kreiensen, direkt an der B64. Über die A7 Ausfahrt "Seesen (Harz)" auf die B243 Richtung Süden (nicht Richtung Seesen). Von der B243 auf die B64 und durch Bad Gandersheim nach Greene. Innerorts sollte man der B64 folgen, bis sie den Ort wieder verlässt. Hinter der Eisenbahnbrücke am Ortsausgang geht auf der linken Seite eine Straße ab. Diese führt in eine kleine Siedlung, in der es einen Parkplatz und einen direkten Weg in die Burg gibt.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 07.09.2006


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