Burg Frankenstein

Burg Frankenstein

Burg Frankenstein

Deutschland / Hessen

Die Ruine des Namensgebers des weltweit bekannten Romans liegt heute auf einem Bergkamm oberhalb des Tals des Beerbachs. Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert hat sich recht gut erhalten und weist nahezu alle alten Elemente auf. Es haben sich mehrere Gebäude der Kernburg, die Tortürme, der Bergfried, alle Wehrmauern, die ausgedehnte Zwingeranlage und die Gräben erhalten. In der Vorburg entstand in der Neuzeit eine Gastronomie, die im Sommer rege besucht ist. Die recht eindrucksvolle Ruine lässt sich heute vollständig erkunden und lädt zu einem Besuch ein.

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Burg Frankenstein wird in folgenden Artikel erwähnt:
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Burg Frankenstein 1
Burg Frankenstein 2

Baubestand & Beschreibung

Auf einem Bergrücken westlich des Beerbachtals liegt die Burg Frankenstein. Schon von weitem eröffnet sich der Blick auf die imposante Silhouette der Burg Frankenstein, die mit ihrer Ausstrahlung schon in damaliger Zeit für die Entstehung des gleichnamigen Romans sorgte.
Der Zugang erfolgt heute wie damals über die Vorburg, die ein Restaurant beherbergt. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf einige wenige Mauern, einen Neubau, den imposanten Torturm und die später entstandene Kapelle. An der Kapelle vorbei gelangt man zu dem Torturm der Kernburg, der neben einigen Fenstern einige Verzierungen aufweist, die im Zuge der Restaurationen entstanden sind und im Mittelalter nicht existent war. Noch gut zu erkennen sind, neben dem spitzbogigem Tor, zwei Rollenauflager, die noch von einer ehemaligen Zugbrücke zeugen. Der Torturm ist von hinten offen und besaß zur Blütezeit der Anlage eine Bretterwand, die vor allem trocken gehalten wurde. Im Falle einer Eroberung des Turmes konnten die Verteidiger den Turm mit einigen Pfeilen entzünden, so dass sich die Gegner dort nicht verschanzen konnten.
Von der Wegführung her hat der Besucher die Möglichkeit die Kernburg vollständig zu umrunden oder ihr Inneres zu erkunden. Über den Rundgang gelangt man in die langgezogene Vorburg, die zu beiden Seiten in eine enge Zwingeranlage übergeht. Links (also Richtung Westen) befindet sich ein alter Wehrturm und die Außenfassade eines Gebäudes, das einst Bestandteil der Vorburg war. Der alte Wehrturm besteht heute nur noch nach außen hin. Auch hier kam ein Schalenturm zum Einsatz, der ebenfalls mit Holz zur Burg hin verkleidet war und im Falle einer Belagerung angezündet werden konnte. Dem Zwinger weiter folgend, erkennt man die gut erhaltene Außenfassade des Palas und des Bergfriedes, sowie die weiterführende Schildmauer, die von dieser Seite her sehr imposant wirkt.
Die engste Stelle des Zwingers befindet sich direkt im Süden der Schildmauer, zum Halsgraben hin. In die Mauer wurde eine Tür eingearbeitet, die zwar immer verschlossen gehalten wird, aber einen Blick auf den Turm südlich der Burg freigibt.
Dem Weg weiter folgend gelangt man an eine weitere Mauer, die einst die beiden Zwinger voneinander trennte. Heute befindet sich in ihr eine Tür, die die Möglichkeit bietet, die Kernburg einmal zu umrunden. Hinter der Mauer eröffnet sich der Blick auf die östliche Wehrmauer der Kernburg und die Reste eines Gebäudes. Das Gebäude war einst der Torturm, über den man mit Hilfe einer Rampe in die Kernburg gelangte. Heute erinnern nur noch wenige Reste an den Turm und lassen weder ihn noch die Rampe erkennen. Stattdessen entstand die heute zu bestaunende Rampe im Norden.
Die Kernburg wurde großzügig gehalten und beherbergte einst anscheinend nur einen großen Burghof, sowie einen kompakten Gebäudekomplex, der im Westen errichtet wurde. Der Gebäudekomplex weist noch zahlreiche Details auf. Neben dem wieder aufgebauten Burgturm ist ein ehemaliger Kellerzugang sowie die Fassade des Palas zu erkennen. Teilweise wurden Treppen eingezogen, die nicht älterem Ursprungs sind und der Erschließung von Turm und Wehrgang dienen. Über die Treppe im Palas gelangt man auf eine Art Balkon, der am Turm hängt und eine wundervolle Aussicht über die Umgebung und die Burg preisgibt. Ein Weg führt ins Innere und lässt den Besucher einen Raum im Turm erkunden. Die andere Treppe führt auf den ehemaligen Wehrgang an der Westmauer, der mit wieder aufgebauten Zinnen zeigt, wie gut man sich hinter diesen verstecken konnte. Von der Wehrmauer aus gelangt man in den großen Turm, der im Inneren eine Treppe aufweist, über die man in den obersten Stock gelangt um die beste Sicht über Burg und Umgebung zu gewinnen. Besonders interessant ist die Sicht auf den enormen Bergfried im Süden der Burg. Seine dicken Mauern zeugen von einer großen Wehrhaftigkeit.
Von der Atmosphäre her ist Burg Frankenstein wunderbar. Bei wenigen Besuchern wird man ab dem Torturm, hinter der Vorburg mit ihren Neubauten, in der Zeit zurückversetzt. Hervorragende Restaurationsarbeiten lassen die Burg in altem Glanz erscheinen und geben ihr einen gewissen Charme, der in Kombination mit Aussicht und den zahlreichen Details regelrecht zum Verweilen einlädt. Auch wenn es nur wenige Sitzmöglichkeiten gibt, ist Burg Frankenstein ein Muss für alle Burgenfans.

Historie

Erbaut wurde die Burg um 1250. Um 1400 hat man sie umfangreich erweitert. Ab dem 17. Jahrhundert wird sie als verfallen genannt. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man mit nötigen Restaurationsarbeiten.

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Anfahrt

Burg Frankenstein liegt nahe der B426 südlich von Mühltal und Darmstadt. Die Burg ist gut zu erreichen über die A5 Ausfahrt "Pfungstadt". Von dieser sollte man Richtung Mühltal abbiegen. Ab der Bundesstraße ist die Burg ausgeschildert.

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Gastronomie

In der Vorburg befindet sich ein Restaurant.

Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Frankenstein erwähnt:

Burg Altes Schloss, Burg Stolzenberg

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 28.11.2005


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