Inhaltsverzeichnis
- Kurz und gut
- Bilder
- Adresse, Karte & Parken
- Kurzinfo
- Der Film zur Burg
- Historie
- Preise und Öffnungszeiten
- Sonstige Bemerkungen
- Literatur und Quellen
Kurz & gut
Burg Karlsburg liegt auf einem 90 m hohen eindrucksvollen Sporn gegenüber der Stadt Karlstadt am Main. Die einst weitläufige Anlage mit über 1,7 Hektar Grundfläche aus der Zeit der Ungarneinfälle nach 900 wurde im Zuge des Hochmittelalters wieder verkleinert, um sie besser verteidigen zu können. Sie war an einem verkehrsgünstigen und wichtigen Punkt mehrerer Handelsstraßen gelegen und schützte den Main 25 km nördlich von Würzburg.
Für die damaligen Bischöfe von Würzburg war Burg Karlsburg von essentieller Bedeutung und wurde daher immer wieder an die augenblickliche Waffentechnik angepasst. Ihr Ende fand sie in den Bauernkriegen 1525.
Von der einst eindrucksvollen Burg haben sich mehrere Reste erhalten. So stößt man auf die zweigeschossige Ostwand des gotischen Palas und auf Anbauten des Gebäudes. Ein ehemals 60 m tiefer Brunnen liegt direkt neben dem Prachtbau in einem ehemaligen Brunnenhaus. Zudem sind Unterkellerungen aller Gebäude und die Reste alter Wehrmauern erkennbar. Im Norden zeugen noch zwei halbe und ein ganzer Wehrturm von der Verteidigungsanlage. Davor liegt ein weiterer Mauerring mit halbrunden Schalentürmen.
Eine Seltenheit war der gänzlich verschwundene Bergfried auf Burg Karlsburg. Normalerweise befindet sich der Turm in der Kernburg. Auf Burg Karlsburg stand er in der Vorburg und flankierte das Tor. Seine zurückversetzte Lage hinter die Wehrmauer deutet darauf hin, dass er romanischen Ursprung hat, auch wenn er rund war. Vor ihm verlief die Ringmauer mit einer Stärke von 1,5 m. Von der Mauer sind einige Teile an unterschiedlichen Seiten der Burg erhalten geblieben.
Zum Main hin prägt eine eindrucksvolle Steilwand das Bild. Das Hinterland hingegen war flach und sehr schwer zu verteidigen. Aus diesem Grund wurde sie vermutlich nach der Vernichtung 1525 nicht wieder aufgebaut.
Heute lädt die Burg mit Picknickmöglichkeiten, gutem Baubestand und einer wunderbaren Aussicht zu einem Besuch ein. Es lohnt sich!
Best-of-Listen
Burg Karlsburg wird in folgenden Artikeln erwähnt:
Die Schlösser und Burgen um Schweinfurt
Die Schlösser und Burgen um Würzburg
Bilder
Unser Burgenguide bei Youtube
Adresse, Karte & Parken
Burg Karlsburg
Burgweg
97753 Karlstadt
Parken: Im angrenzenden Ort zu Burg Karlsburg gibt es zahlreiche, kostenlose Parkmöglichkeiten. Von hier beläuft sich der Fußweg zur Anlage auf 800 m.
Kurzinfo
Punkte: | |
Zustand: | Ruine |
Burgtyp: | Spornburg |
Nutzung: | - |
Lage: | 235 m.ü.NN. |
Sonnenlicht: | 06:55-19:39 Uhr Info |
Historie
Um das Jahr 600 existiert auf dem Burgberg eine Wehranlage an der Stelle der heutigen Karlsburg, die aus Gräben und Wällen mit einigen Gebäuden im Kern besteht. Im Jahr 741 wird die Siedlung zur Burg im Zusammenhang mit dem neu gegründeten Bistum Würzburg erstmals schriftlich erwähnt.
Die Siedlung zur Burg Karlsburg geht in den Jahren 751 und 753 von König Pippin dem Jüngeren in den Besitz des ersten Würzburger Bischofs Burkard über und erhält einen relevanten Status. Wie weit die Burg zu dieser Zeit existierte oder ausgebaut war, ist allerdings unbekannt.
Im 10. Jahrhundert wird auf den Resten der Burg aus dem 7. Jahrhundert eine Mauer mit viereckigen Türmen errichtet. Um das Jahr 1200 entsteht als Würzburger Amtssitz eine hochmittelalterliche Wehranlage.
Die Burg Karlsburg wird im Jahr 1286 erstmals schriftlich erwähnt. Im Jahr 1336 wird eine Burgkapelle genannt, die der heiligen Gertrud geweiht ist. Von 1409 bis 1493 kommt es zum ausgiebigen Ausbau.
Im Zeitraum von 1446 bis 1450, während der Umbaumaßnahmen, entsteht ein ungefähr 60 Meter tiefer Brunnen. Auch die Türme und das Waffenarsenal werden erneuert und Geschütze unterschiedlicher Größe ziehen auf Burg Karlsburg.
Zwischen dem 15. Mai und dem 3. Juni 1525 zerstören die Bürger von Karlstadt die Burg im Zuge des Bauernkrieges. Kurz darauf findet der Krieg im blutigen Niedermetzeln der Aufständischen im Hochstift Würzburg sein Ende.
Im Jahr 1806 werden die Ruinen an einen Privatmann verkauft. Die Pflege der Anlage und ihre ausgiebige Sicherung übernimmt der Landkreis Main Spessart im Jahr 1960. Zwischen 1971 und 1975 liefern mehrere Grabungen Erkenntnisse über die Burg Karlsburg. Eine erneute Untersuchung kleiner Abschnitte erfolgt archäologisch im Jahr 1994.
Eintritt und Öffnungszeiten
Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.Öffnungszeiten: | offen |
Eintrittspreise: | frei |
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Querverweise
Bei folgenden Burgen wird Karlsburg erwähnt:Burg Ravensburg, Burg Schenkenschloss
Aktualisierung
Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.03.2019
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