Hengebach, Heimbach

Burg Hengebach, Heimbach

Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Auf einem Felssporn oberhalb des Flusses Rur thront die Burg Hengebach. Die Anlage aus der Zeit um 1200 bestand aus einer kleinen Kernburg, einer elf Meter tiefer gelegenen Vorburg und zahlreichen Zwingeranlagen. Bis heute haben sich zahlreiche Reste erhalten. Einige Gebäude wurden erneuert und beherbergen heute eine Gastronomie. Hengebach ist relativ weitläufig und lädt zu einem Besuch ein.

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Adresse

Burg Hengebach, Heimbach 52396 Heimbach Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 217 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:19-19:52 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Auf einem Felssporn oberhalb des Flusses Rur thront die Burg Hengebach. Die Anlage mit dem Beinamen Heimbach befindet sich auf einem langgezogenen Felsen, der zu zwei Seiten stark abschüssigen ist. Zum Ort hin mussten verstärkte Wehranlagen errichtet werden, da die Burg von dieser Seite aus angreifbar war.
Burg Heimbach ist teils Ruine und teilweise wieder aufgebaut worden. Der Zugang erfolgt durch den ehemaligen Eingang, der durch das Höhenniveau mit einer rampenförmige Brücke verbunden werden musste. Diese Brücke war damals zum Teil Zugbrücke, die über einen Halsgraben führte. Der Halsgraben ist heute im Ansatz noch erkennbar.
Burg Heimbach besteht aus einer Kernburg mit tieferliegender Unterburg und einer gut befestigten Eingangssituation. Hinter dem ersten Tor eröffnet sich der Blick auf das erste Doppeltor, das zur Linken die ehemalige Wachstube beherbergt und zur rechten Schießscharten aufweist. Direkt im Anschluss befindet sich der erste Zwinger, der über einen Treppenturm mit der unteren Zwingeranlage verbunden ist und von beiden Seiten beschossen werden konnte. Zwei Zwingeranlagen flankieren den Durchgang. Das obere Tor wurde durch ein Fallgitter und zwei Flankierungstürmen geschützt. Die Rückseite des Tores ist mit Fachwerk ausgebaut worden, so dass das Tor bei der Eroberung von den Verteidigern mit Brandpfeilen angezündet werden konnte. Es handelt sich um ein sogenanntes Schalentor.
Der dahinter liegende, längliche Zwinger weist einen Brunnen und einen Wehrgang zum Ort hin auf. Schon hier erkennt man den etwas höher gelegenen, vierten Zwinger, der die Südseite einnimmt und durch den Höhenunterschied eine imposante Wehrmauer beherbergt. Vom Brunnen eröffnet sich der Blick auf die untere Burg, die 11 Meter niedriger als der Bergfried liegt und den Zugang zur Kernburg beherbergt. Sehr dominierend ist hier die Architektur aus den 60ern, die sich durch den massiven Einsatz von Stahlbeton nur schwer in das Bild der Burg integriert. Die Kombination aus alten Gemäuern und dem Stahlbeton wirkt vielerorts unpassend.
Von der unteren Burg führt ein Weg hoch in die Oberburg, die auf dem höchsten Punkt des Felsens liegt. Sie ist am schlechtesten erhalten und besteht heute nur noch aus einer großer Freifläche, umgeben von einer hohen Wehrmauer, dem Bergfried und einem Gebäude, das ursprünglich der Palas gewesen sein könnte. Der runde Bergfried befindet sich auf dem höchsten Punkt des Felsens. Der Turm war letzte Zuflucht und besitzt sehr dicke Mauern. Im Inneren führt eine Treppe nach oben, am ehemaligen Eingang vorbei auf die oben gelegene Plattform, die heute mit Sicht auf Burg, Ort und Land einen schönen Ort zum Verweilen bildet.
Von das Atmosphäre her ist Burg Heimbach angenehm. Durch die Restauration in den 60ern wirkt sie teilweise leicht entfremdet. Dennoch ist sie aufgrund der Grundzüge, die noch deutlich zu erkennen sind, ein Ort, der zum Entdecken und teilweise auch zum Verweilen einlädt.

Historie

Die Kernburg entstand um 1200 auf einem hohen Felsen zur Zeit der Normanneneinfälle. 1207 wird die Anlage unter Wilhelm von Hengebach genannt, der als Graf Wilhelm III. von Jülich bekannt wird. Im 14. Jahrhundert kam es zum Nachbarstreit mit dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden. Die Zwinger und dessen Flankierungstürme stammen aus dieser Zeit. 1687 kommt es zu einem verheerenden Brand, bei dem der Ort und große Teile der Burg vernichtet werden. Anschließend verfällt die Anlage. Die Überreste fallen 1804 in Privatbesitz, nachdem sie in französischer Verwaltung waren. 1904 kam es zum Wiederaufbau und der Konservierung der Reste durch den Burgverein. Die Anlage wird vom Verein bis 1935 verwaltet, bis es in diesem Jahr an den Kreis Schleiden geht. Kavalierhaus und Palas werden wieder aufgebaut. Ende des Krieges kommt es zu großen Beschädigungen der Burg. 1955 und 1960 widmet man sich dem Wiederaufbau, bei dem die Tortürme, das Torhaus und die Wehrgänge restauriert werden. Bis 1972 gehen die Aufbauarbeiten weiter. Ab 1979 wurde die Stadt Eigentümer.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Hengebach liegt im Ort Heimbach. Über die A1 Ausfahrt "Euskirchen" der B56N bis zum Ende und auf der B265 Richtung Zülpich folgen. Bis nach Vlatten und weiter Richtung Heimbach fahren. Innerorts führt die Hauptstraße an der Burg und deren Parkplatz vorbei.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 21.10.2006

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