Schorren, Venedigerloch

Burg Schorren, Venedigerloch

Deutschland / Baden-Württemberg

In einer großen Felsnische an einer Steilwand im Ermstal liegt die Höhle der Burg Schorren. Schorren wurde gegen 1100 errichtet und gehört zu den seltenen Höhlenburgen. Heute lassen sich noch Balkenlöcher erkennen, die auf eine Unterteilung in zwei Stockwerke in der Höhle hindeuten. Im 14. Jahrhundert wurde die Anlage anscheinend aufgegeben. Bis heute hat sich nur die Höhle erhalten. Der Eingang liegt in drei Meter Höhe und muss bei einem Besuch erklommen werden. Ein Besuch ist gefährlich.

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Adresse

Burg Schorren, Venedigerloch
72574 Bad Urach-Sirchingen
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Höhlenburg
Nutzung: -
Lage: 650 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:01-16:05 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Schnee, Eis:
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Schorren, auch Schorrenfels genannt, befindet sich gut versteckt in der Felswand des Schorrenfelsens oberhalb des Ermstals, gegenüber von Burg Hohenwittlingen.
Die Burg Schorren ist eine klassische Höhlenburg. Der Eingang liegt drei Meter erhöht und war durch eine noch kaum erkennbare Steintreppe zugänglich. Der Eingang wurde durch eine Bretterkonstruktion verschlossen. Ein Balkenloch in der Decke deutet auf einen Balken oder eine Stütze hin, die diese Konstruktion verstärkte. An den Seiten des Eingangsbereich sind noch deutlich die Fassungen zu finden, an denen die Bretterkonstruktion befestigt war.
Links neben dem Höhleneingang führt ein sehr enger Weg nach oben und kommt circa drei Meter oberhalb des Eingangs wieder aus der Wand. Eine quadratische Öffnung in der Steilwand lässt auf einen Wehrgang schließen, der aus Holz war und sich an der Steilwand entlangzog. Wurde die Burg belagert, konnte man auf diesem Wege das Tor von außen verteidigen.
Nach hinten wird die Höhle immer breiter. In der Mitte befindet sich eine Säule mit einem Balkenloch. Die Wände lassen weitere Balkenlöcher erkennen. Diese Balkenlöcher trugen eine Zwischendecke. Um mehr Platz zu gewinnen, war die Höhlenburg in zwei Stockwerke eingeteilt. Das obere Stockwerk hatte eine wesentlich geringere Deckenhöhe. Hinter der Säule wird die Höhle wieder enger und verliert sich in drei Sackgassen, die alle keine mehr Details aufzuweisen haben.
Burg Schorren ist von der Typologie her eher ungewöhnlich. Ausgebaute Höhlenburgen mit zwei Stockwerken gibt es sehr selten. Besucht werden sollte die Burg nur von erfahrenen Kletterern. Der Auf- und Abstieg sind sehr gefährlich.

Historie

Die Burg wurde zwischen 1100 und 1150 errichtet. Im 14. Jahrhundert hat man sie anscheinend wieder aufgegeben. Man vermutet, dass es sich um eine Raubritterburg gehandelt haben kann. Es wurden Waffenreste gefunden, so dass man daraus einen wehrhaften Wohnsitz schlussfolgert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Schorren oder auch Schorrenfels liegt nahe der Ortschaft Sirchingen bei Bad Urach. Über die A8 Ausfahrt "Wendlingen" auf die B313 bis Metzingen und weiter über die B28 bis nach Bad Urach. In Bad Urach auf die B465 Richtung Seeburg, aber vorher nach Sirchingen abbiegen. Direkt am Ortseingang Sirchingen geht nach rechts eine kleine Straße ab, die auf einen Wanderparkplatz führt (die Straße heißt Stiege). Vom Parkplatz folge man der Straße am Fußballplatz vorbei zu der Häusersammlung. Hinter den Häusern geht rechts ein Weg ab mit der Ausschilderung "Schorrenfels". Bergab dem Weg folgen, bis auf der rechten Seite die Steilwand zu sehen ist. In dieser Steilwand befindet sich die Höhle.
Um den Zugang zu erreichen, muss man drei Meter Steilwand hochklettern. Oben gibt es Ringe zum Abseilen.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Günter Schmitt, "Burgenführer Schwäbische Alb- Band 4- Alb Mitte-Nord", Biberacher Verlagsdruckerei, 1991, Biberach

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 31.01.2012

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