Burg Ronneburg

Burg Ronneburg

Burg Ronneburg

Deutschland / Hessen

Burg des Monats

Burg Ronneburg wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats September 2014" gewählt.
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Burg Ronneburg liegt auf einem einzelnen Berg nordöstlich des gleichnamigen Ortes in einem kleinen Wäldchen. Die Anlage beherbergt heute ein Museum und ist überregional durch zahlreiche Feste und Veranstaltungen berühmt geworden. Die große und eindrucksvolle Burg besteht von den Grundzügen her seit dem 12. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich eine Anlage aus Stein, die kontinuierlich ausgebaut wurde und im 17. Jahrhundert ihre heutige Form erhielt. Sie besteht aus einer Kernburg mit zwei Höfen und einer großflächigen Vorburg. Die Kernburg dient als Museum, die Vorburg als Herberge für eine Gastronomie. Es gibt einen Rundweg, der die Möglichkeit bietet die eindrucksvolle und imposante Anlage einmal vollständig zu umrunden. Burg Ronneburg ist sehenswert. Ein Besuch lohnt sich!

Burg Ronneburg
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Adresse

Burg Ronneburg Auf der Ronneburg
63549 Ronneburg-Altwiedermus Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Burg
Burgtyp:Gipfelburg
Nutzung:Museum, Gastronomie
Lage:231 m.ü.NN.
Sonnenlicht:05:52-16:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:Burg: kostenpflichtig
Kontakt:Tel: 06048-950905
Fax:-950906
Website:Burg-Ronneburg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Ronneburg

Burg Ronneburg liegt auf einem einzelnen Berg nordöstlich vom gleichnamigen Ort in einem kleinen Wäldchen. Die Anlage beherbergt heute ein Museum und ist überregional durch zahlreiche Feste und Veranstaltungen berühmt geworden. Die große Burg besteht von den Grundzügen her seit dem 12. Jahrhundert. Der Ursprung liegt in einer kleinen Fliehburg, die aus einem Turm und einem Gebäude, umgeben von einem Wall und einen Palisadenzaun bestand. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich eine Anlage aus Stein, die kontinuierlich ausgebaut wurde und im 16. Jahrhundert ihre Form erhielt.
Sie besteht heute aus einer Kernburg mit zwei Höfen und einer großflächigen Vorburg. Die Kernburg dient heute als Museum, die Vorburg als Herberge für ein Restaurant und eine Falknerei. Der Eintritt in die Anlage ist gebührenpflichtig. Zudem gibt es einen Rundweg, der die komplette Burg einmal vollständig umrundet und die Möglichkeit liefert sich die imposante Wehranlage von außen ansehen zu können.
Die Vorburg nimmt den südöstlichen Teil der Anlage ein und liegt niedriger als die Kernburg. Nach ihrer Errichtung war sie durch einen Graben vom Rest des Berges getrennt. Der Graben verlandete zum Teil und dient heute als Parkplatz.
Die Vorburg wird von einer Ringmauer umgeben, die vier Wehrtürme und ein Torhaus aufzuweisen hat. An der Ringmauer trifft man auf einen rekonstruierten Wehrgang, der sich vor allem im Norden und im Südwesten an der Innenseite entlangzieht. Im Süden hat man den Wehrgang nicht rekonstruiert und einen der Turmstümpfe als Aussichtsplattform ausgebaut.
Der Innenbereich der Vorburg wird heute durch mehrere Gebäude geprägt, die unterschiedlichen Nutzungen unterliegen. Der westliche Part ist zum Teil abgesperrt und dient der Falknerei für Flugveranstaltungen. Weitere Bauten beherbergen verschiedene Veranstaltungsräume und die Räumlichkeiten der Gastwirtschaft.
Die Kernburg weist zwei Höfe auf, von denen der kleinere der jüngere ist. Der Eingang in die Kernburg besteht heute aus einer ansteigenden Rampe, die in das erste Torhaus mündet. Flankiert wird das Torhaus von einem runden Wehrturm. Im ersten Torhaus trifft man auf den über 100 m tiefen Brunnen, der mit seiner Tiefe und einem großen Laufrad für Menschen zum Schöpfen von Wasser einen imposanten Eindruck liefert. Hinter dem Torhaus eröffnet sich der Blick auf den ersten kleinen Burghof, der aufgrund der engen Bebauung nie vergrößert werden konnte und so sehr gut auf die ursprünglichen Lichtverhältnisse im mittelalterlichen Burgen hindeutet.
Durch ein zweites, längeres Torhaus gelangt man, an der Schmiede vorbei, auf den oberen, größeren Burghof. Es eröffnet sich der Blick auf einen leicht verwinkelte, im Höhenniveau stark vorspringenden Hof, der nach Westen, Norden und Osten mehrere Gebäude aufzuweisen hat. Im östlichen Bereich trifft man auf den Bergfried, der das höchste Gebäude der Burg darstellt. Ihm gegenüber befindet sich auf der westlichen Seite der Palas. Palas und Bergfried bilden die älteste Gebäude der Burg. Im 13. Jahrhundert waren sie von einer Ringmauer umgeben, die sich im Süden neben dem Torhaus noch gut erkennen lässt. Alle weiteren Bauten kamen erst im 16. Jahrhundert hinzu. Im Norden baute man von hinten an die Ringmauer heran und funktionierte diese zur Hoffassade von neuen Gebäuden um.
Die Hoffassaden der einzelnen Gebäude beherbergen heute zahlreiche kleine Details, sowie Anbauten und Verzierungen. So stößt man beispielsweise am alten Palas auf einen Treppenturm und einen Erker mit verzierten Spitzbogenfenstern. Es lassen sich sehr deutlich die unterschiedlichsten Epochen an den Hoffassaden erkennen, in denen die einzelnen Gebäude entstanden sind.
Die Kernburg von Ronneburg dient heute vollständig als Museum und läuft unter dem Motto "Geschichte zum Anfassen". Der Besucher hat die Möglichkeit fast alle Bauten auf allen Etagen zu besuchen und zu durchwandern. Die einzelnen Gebäude wurden im Laufe der Jahrhunderte durch Durchbrüche und Türen miteinander verbunden, so dass man nahtlos einem Rundweg folgen kann, der von Stockwerk zu Stockwerk führt. Hierbei trifft man auf zahlreiche Exponate, die in den einzelnen Räumen ausgestellt werden und unter anderem Bezüge zu diesen aufweisen. Räumlichkeiten, die in der Vergangenheit unterschiedlichen Funktionen unterlagen, sind teilweise original erhalten oder wurden aufwendig restauriert. So trifft man beispielsweise im nördlichen Gebäudekomplex auf die alte, große, imposante Küche, die ehemalige Rüstkammer mit ausgestellten Foltergeräten, den Rittersaal und auf die alte Kapelle im obersten Stockwerk des Palas. Die Möglichkeit die einzelnen Gebäude der Ronneburg frei besuchen zu können ohne durch einen vorgegebenen Weg fest geleitet zu werden (wie es in vielen anderen Museen üblich ist), lassen Ronneburg zu etwas Einzigartigem werden. Die Bewegungsfreiheit sorgt für eine spezielle Atmosphäre, die zum Erkunden und Umherwandern einlädt. Durch enge Türen und kleine Durchbrüche führen die engen Gänge von Raum zu Raum und überraschen ständig mit neuen Exponaten, Räumen und Details.
Der Bergfried bildet das westliche Ende des Burghofs. Bevor das obere Torhaus entstand, flankierte der Turm den Zugang zur Kernburg. Im 15. bzw. 16. Jahrhundert erhielt der Bergfried einen Aufgang an seiner Ostseite, der auf halber Höhe auf eine Treppe im Bergfried übergeht. Vom Hof aus lässt sich noch deutlich der ehemalige Eingang erkennen. Die Spitze des Turmes verdünnt sich im obersten Stockwerk und beherbergt aufgrund des Rücksprungs der Mauer Platz für einen umliegenden Außengang mit zentral liegender Wachstube. Vom Rundgang aus eröffnet sich eine hervorragende und weite Aussicht auf Kern- und Vorburg sowie auf das umliegende Land. Unter anderem lassen sich die beiden Burghöfe und die zusammenhängenden Wehrgänge der Vorburg erkennen und nachvollziehen.
Von der Atmosphäre her ist Burg Ronneburg sehr angenehm, imposant und zum Teil auch urig. Trotz der engen Burghöfe verläuft sich der Besucherstrom in den einzelnen Gebäuden, bzw. in den Wehranlagen der Vorburg, so dass die Anlage nur an wenigen Orten überfüllt wirkt. Durch ihre verwinkelte Bauweise lädt Ronneburg sehr zum Verweilen und Entdecken ein.

Historie

Burg Ronneburg wird das erste Mal 1258 urkundlich erwähnt. 1231 ist bereits von einem Altar in castro Ronneburg" die Rede. Aufgrund dessen vermutet man, dass die staufische Wehranlage älter sein muss. Historiker gehen davon aus, dass der Name Ronneburg von dem altdeutschen Wort "Rone" stammt, was soviel wie "umgefallener Baum" bedeutet und auf eine Vorgängerburg hindeutet, die einen Palisadenzaun besaß. Die Anlage soll aus einem Gebäude und einen Turm bestanden haben, die beide von einer rechteckigen, äußeren Wehranlage eingerahmt waren.
Zum Ende des 13. Jahrhunderts hin ging die Burg in den Besitz der Freiherrn von Ysenburg-Büdingen und derer von Hohenlohe über. Zu diesem Zeitpunkt soll es sich um eine Anlage aus Stein gehandelt haben. Diese besaß einen Palas, einen Bergfried, eine Ringmauer und die beiden inneren Burghöfe. Sie entsprach der Größe der heutigen Kernburg.
1313 verkaufte Gottfried III. von Hohenlohe-Brauneck die Burg an das Erzbistum Mainz. Mainz verpfändet die Anlage mit umliegendem Gut an die Ritter von Rockenberg. 1339 bis 1356 übernimmt das Bistum wieder die Verwaltung. In dieser Zeit entsteht ein äußerer Zwinger, ein Ringgraben und ein umliegender Wall. Ab dem Jahre 1424 verpfändet das Bistum die Anlage an die Grafen von Hanau, die diese vergrößern und weiter ausgebauen. Es entsteht ein weiterer Zwinger, der die Kernburg vollständig einrahmt. 1476 überschreibt der Mainzer Erzbischof Diether von Ysenburg die Burg an den Grafen Ludwig II. von Ysenburg-Büdingen. Im Jahr 1511 stirbt Ludwig und hinterlässt drei Söhne, zwischen denen ab 1517 aufgrund des Erbes ein Krieg ausbricht. 1523 übernimmt Philipp von Ysenburg-Büdingen die Anlage und gründet die Linie Ysenburg-Büdingen-Ronneburg, aus der sich später Ysingen-Ronneburg bildet. Die Linie Ysingen-Ronneburg baut die Ronneburg weiter aus. Im 16. Jahrhundert werden die beiden Torhäuser zur Kernburg errichtet. Zudem entstehen die ersten abgehenden Mauern der Vorburg nach Nordosten und Süden hin. Zum Ende des 16. Jahrhunderts wird die Vorburg vollendet und erhält ihre heutige Form.
1601 stirbt die Linie Ysingen-Ronneburg aus. Wolfgang Ernst I. von Ysenburg-Büdingen nimmt die Burg mit Gewalt in Besitz. 1621 kommt es zu einem Feuer, das große Teile der Burg zerstört. 1634 plündern kroatische Truppen die Anlage. Durch die Linie Isenburg-Büdingen wird Ronneburg zu einem Zufluchtsort für religiös Verfolgte, aufgrund dessen 1736 der Graf von Zinzendorf die Burg besucht. Im Juni 2004 verkauft Fürst Wolfgang Ernst II. von Ysenburg-Büdingen die Burg an Freiherrn Joachim Benedikt von Hermann auf Wain. Er ist ferner Verwandter derer von Ysenburg-Büdingen.

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Anfahrt

Burg Ronneburg liegt beim gleichnamigen Ort nordöstlich von Frankfurt am Main. Über die A45 Ausfahrt "Langenselbold-West" oder die A66 Ausfahrt "Langenselbold" Richtung Oberdorf und weiter nach Ronneburg fahren. In Ronneburg weiter nach Altwiedermus. In Altwiedermus ist die Burg ausgeschildert. Der Parkplatz befindet sich direkt vor der Vorburg.

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Sonstige Einrichtungen

Sehenswert ist der Ronneburger Weihnachtsmarkt. Mit zahlreichen Ständen in und außerhalb der Burg lädt dieser zum längeren Verweilen ein. Während dieser Zeit dient das Museum ebenfalls als Marktplatz und weist selbst in den Gebäuden und den kleinsten Räumen mehrere kleine, interessante Stände auf.

Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Ronneburg erwähnt:

Wildenstein

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.12.2007


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