Burg & Schloss Marienburg

Burg & Schloss Marienburg

Deutschland / Niedersachsen

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Schloss Marienburg gehört wohl zu den bekanntesten Schlössern und Burgen in Deutschland. Im 19. Jahrhundert errichtete man in der aus dem 8. Jahrhundert stammenden Wall- und Fliehburg das Schloss Marienburg.
Die ursprüngliche Wallburg nahm eine Größe von 6 Hektar ein und beherbergte wahrscheinlich eine Siedlung. Ihre exponierten Spornlage ließ sich zu dieser Zeit gut verteidigen. Vermutlich wurde sie als sächsische Befestigung gegen Karl den Großen errichtet. Im Laufe des Mittelalters wurde die Wallburg überflüssig und man gab sie auf.
Das 1866 hier errichtete Schloss Marienburg steht im Zentrum der ehemaligen Kernburg. Von der mittelalterlichen Burg hat sich nur der äußere Wall erhalten.
Schloss Marienburg wurde im neogotischen Stil errichtet und erinnert an eine Mischung aus Schloss Neuschwanstein, der Marksburg und einer idealen Festung aus der frühen Neuzeit. Der bunte Mix sorgt an jeder Ecke für neue Überraschungen und lädt zu einem Besuch ein. Die weitläufige Anlage lockt jährlich zahlreiche Touristen an. Ein Besuch lohnt sich.

Hat Burg & Schloss Marienburg trotz Corona Lockdown offen?

Kategorie: geschlossen, Außenbesichtigung möglich
Die Einrichtungen dieser Burg oder des Schlosses sind geschlossen. Eine Besichtigung ist nur von außen möglich. Vorburgen und Burghöfe sind unter Umständen begehbar. Bergfriede und Türme sind vermutlich aufgrund der Enge geschlossen. Die Gebäude sind geschlossen. Es gibt Einblicke aus dem öffentlichen Raum.*

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Burg & Schloss Marienburg wird in folgenden Artikeln erwähnt:
Die Schlösser und Burgen um Hildesheim
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Baubestand & Beschreibung

Die Marienburg, benannt nach dem gleichnamigen Berg Marienberg, liegt nordwestlich von Nordstemmen. Die Anlage besteht heute aus einer ehemaligen Fluchtburg aus dem 8. Jahrhundert und einem neogotischem Schloss aus dem 19. Jahrhundert.
Die Wallanlage nahm im Mittelalter die komplette Bergkuppe ein und weist bis heute eine Größe von 6 Hektar auf. Erhalten ist ein Ringwall mit vorgelegtem Graben, der an der Südseite in einen unüberwindbaren Steilhang übergeht. Der Erdwall wurde mit der Errichtung des Schlosses in einem Park integriert und kann größtenteils besichtigt werden. An der Nordseite wurde der Wall durchbrochen um eine Durchfahrt zum Schloss zu erhalten. Hierbei fand man unter anderem Alltagswerkzeuge des Mittelalters.
Der davorliegende Graben ist größtenteils verlandet und nur noch partiell erkennbar. Von Gebäuden innerhalb der Fluchtburg ist nichts mehr zu erkennen. Wahrscheinlich wies die Burg nur Holzbauten und Palisaden auf, wie sie für diese Zeit weit verbreitet waren.
Das Schloss Marienburg errichtete man im 19. Jahrhundert am südlichen Steilhang inmitten der alten Burg Marienburg. Der große Bau wurde dem romantischen Idealbild einer Burg mit Grundzügen einer Festung nachempfunden. Die Fassaden sind mit Spitzbogenfenstern, Rundbogenfenstern, kleinen Erkern, Pilastern, Steinmetzarbeiten und sonstigen Verzierungen der Neoromanik und Neogotik geschmückt.
Schloss Marienburg ist heute innerhalb der Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit frei zugänglich. In dem Schloss befindet sich eine Gastwirtschaft und ein Museum, das täglich mehrere Führungen anbietet.
Über einen Rundweg gibt es die Möglichkeit das Schloss vollständig zu umrunden. Hierbei stößt man auf tiefe Gräben sowie äußere Wehranlagen in Form von Bastionen an der West- und an der Nordwestseite. Im Inneren beherbergt das Schloss einen großen Hof mit zentral stehendem Bergfried, sowie einen Gebäudering mit Burgkapelle. Man betritt die Marienburg über einen neogotischen Torturm.
Von der Atmosphäre her ist Burg Marienburg angenehm. Die Anlage ist vom mittelalterlichen Kern eher schlecht erhalten und weist seinen Schwerpunkt im neogotischen Schloss auf. Es erinnert etwas an die großen neogotischen Bauwerke wie Schloss Neuschwanstein und ist ganzjährig gut besucht.

Historie

Das von 1857 bis 1866 errichtete Schloss Marienburg liegt inmitten einer Wallanlage aus dem 7. bis 8. Jahrhundert. Die Wallanlage war Außenbefestigung einer Fluchtburg, die aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Größe von 6 Hektar viele Menschen fassen konnte. Sie wurde wahrscheinlich als sächsische Befestigung gegen Karl den Großen (742-814) errichtet.

Anfahrt

Die Marienburg befindet sich oberhalb von Nordstemmen, westlich von Hildesheim. Über die A7 Ausfahrt "Hildesheim" auf die B1 durch das Ortszentrum von Hildesheim nach Westen. Bei Nordstemmen folgt man der Ausschilderung zur Marienburg. Der Parkplatz liegt direkt außerhalb der Wallanlage.

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Gastronomie

In der neogotischen Burg befindet sich eine Gastronomie mit Terrasse im Burghof.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 31.10.2019, 16.09.2008


Burgen in der Umgebung

Burg Poppenburg

Burg
31171 Nordstemmen-Burgstemmen
Entfernung: 2.72 km

*Anmerkung
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