Burg Donaustauf

Burg Donaustauf
Deutschland / Bayern

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Donaustauf liegt auf einem kegelförmigen Berg, oberhalb der Donau unweit der neoklassizistischen Marmorhalle Walhalla. Die Festung war ab dem 10. Jahrhundert bis zum Ende des 17. Jahrhundert bewohnt und diente vor allem als Residenzschloss der Bischöfe von Regensburg und später als militärischer Stützpunkt. Im Laufe der Zeit wurde Donaustauf ständig erweitert, sodass sich heute die Reste über 250 m auf dem gesamten Berg verteilen. Es lässt sich sehr gut der zwiebelartige Aufbau erkennen, der im Laufe der Zeit über die Jahrhunderte entstand. Der Weg führt an zahlreichen Wehrelementen vorbei, die ihn beidseitig flankieren. Sehenswert sind die Reste der alten Kapelle im ersten Obergeschoss des Hauptbaus und die Ruinen der großen Torbauten. Wer mit wachen Augen durch die Burg geht, kann viel entdecken. Bei gutem Wetter eröffnet sich eine herrliche Aussicht über das Donautal. Ein Besuch lohnt sich!

Bilder

Adresse, Karte & Parken


Burg Donaustauf
93093 Donaustauf

Parken: Im angrenzenden Ort zu Burg Donaustauf gibt es zahlreiche, kostenlose Parkmöglichkeiten. Von hier beläuft sich der Fußweg zur Anlage auf 400 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 400 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:51-18:54 Uhr Info
Burg Donaustauf

Historie

An der Stelle, an der sich heute die Burg Donaustauf erhebt, stand schon 500 v. Chr. eine keltische Befestigung. 914 sieht sich Bischof Tuto von Regensburg dazu veranlasst an selbiger Stelle eine kleine Burg zu errichten. Es wird vermutet, dass es schon einen Vorgängerbau gab, denn in Urkunden aus dem Jahr 894 wird bereits eine Anlage an der Stelle erwähnt. Ihren Namen, Stufo, leitet man aus dem Altdeutschen ab, was so viel wie "kegelförmiger Berg" bedeutet. Die Burg Donaustauf war dringend notwendig, um den stetigen Raubüberfällen der Ungarn etwas entgegensetzen zu können.
Im 11. Jahrhundert wechselt der Besitz zum Hochstift Regensburg. Doch der Frieden währt nicht lange. Das Jahr 1132 bringt Konflikte mit sich, als die bayerischen Herzöge versuchen, Teile der Herrschaft Regensburg an sich zu reißen. In der Folge wird Burg Donaustauf erobert und zerstört. Nur 14 Jahre später, 1146, scheitert ein erneuter Versuch der Herzöge, die Burg zu überfallen.
In der Nacht vom 7. auf den 8. September 1156 hält Kaiser Barbarossa sich wahrscheinlich auf der Burg auf. Von hier aus tritt er seine Reise zum Reichstag in Wiesen bei Barbing an. 1161 wird die Burg abermals Ziel eines Angriffs der bayerischen Herzöge.
Im beginnenden 13. Jahrhundert dient Burg Donaustauf den Bischöfen von Regensburg als Residenz. Albert I. von Pietengau überlässt sie öfters Ministerialen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss er die Anlage mehrmals verpfänden. Weitere Bischöfe von Regensburg wohnen hier gelegentlich. Der Dominikaner Albertus Magnus, späterer Bischof von Regensburg, nutzt die inspirierende Atmosphäre, um einen Kommentar zum Lukasevangelium zu verfassen.
Im Jahre 1301 ist Burg Donaustauf an die Reichsstadt Regensburg verpfändet. Fast ein Vierteljahrhundert später, 1324, verbirgt sich der Regensburger Bischof Nikolaus hier vor dem Erzbischof von Salzburg. Bischof Nikolaus sucht in den folgenden Jahren wie z.B. 1331 immer wieder Zuflucht auf der Burg Donaustauf und in Wörth.
Mit dem Jahr 1355 kommt eine Wende. Die Burg Donaustauf geht in den Besitz von Böhmen über. Kaiser Karl IV. von Böhmen zollt der Anlage im Juli 1355 seine Aufwartung. Doch das bayerische Adelsgeschlecht der Wittelsbacher holt die Burg 1373 zurück. Allerdings nicht für lange, denn nur zwölf Jahre später, 1385, verlieren die Wittelsbacher die Burg an die Reichsstadt Regensburg, die sie im Zuge des Städtekrieges verwüstet.
Nach einer Instandsetzung wird Burg Donaustauf 1388 von den bayerischen Truppen erfolglos belagert. Im Besitz von Regensburg dient sie fortan als Gefängnis für Bürger aus der Umgebung. Das 14. Jahrhundert ist geprägt von dem Bau zahlreicher Verstärkungen der Verteidigungsanlagen.
Im Jahre 1488 reist der bayerische Herzog Albrecht IV. von Wittelsbach nach Donaustauf, um die Burg persönlich in Besitz zu nehmen. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert erweitern und bauen die Herrscher die Verteidigungsanlagen der Burg mehrmals aus. Im Jahr 1601 kommt es zum Bau einer neuen Befestigung und zum Ausbau der Bastionen durch den bayerischen Herzog Maximilian I.
Während des Dreißigjährigen Krieges, im Januar 1634, greifen die Schweden Donaustauf an, nachdem von hier Überfälle auf schwedische Versorgungstrupps im Winter 1633 gestartet wurden. Sie erobern die Burg unter großen Verlusten. Donaustauf wird angezündet und gesprengt. Es folgt eine notdürftige Instandsetzung. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts verliert die Burg an Bedeutung und wird zum Steinbruch für die Bewohner von Donaustauf.
Im Jahre 1810, im Zuge der Säkularisierung, wechselt die Burg vom Hochstift Regensburg in den Besitz von Bayern. Am 18. März 1812 übergibt der bayerische Staat die Burgruine als Entschädigung für die Postrechte an das Haus Thurn und Taxis. 1899 erhalten die Fürsten von Thurn und Taxis den erblichen Titel des Herzogs zu Donaustauf und Wörth.

Eintritt und Öffnungszeiten

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Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
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Sonstige Einrichtungen

Auf der Burg befindet sich unter anderem ein Friedhof. Bitte halten Sie Ruhe.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 10.07.2018


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