Bacheburg, Eisenbach, Römerbau

Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau

Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau

Deutschland / Bayern

Der Ursprung der Burg Bacheburg geht auf ein nicht mehr nachweisbares Römerkastell zurück. Im 15. Jahrhundert entstand hier eine kleine Niederungsburg, die vor allem von Raubrittern genutzt wurde. Noch vor Beginn des 16. Jahrhunderts wurde sie aufgrund dessen zerstört. Die bewegte Geschichte zog sich bis in das 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit dienten die Überreste Räuberbanden als Unterschlupf, so dass man sich entschied die Burg zu sprengen. Heute liegen die Reste in einem kleinen Wäldchen, umgeben von Feldern. Eine Besichtigung ist nur von der Straße aus möglich.

Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau
Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau

Adresse

Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau Neustädterhof
63785 Obernburg am Main Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:ehemalige Burg
Burgtyp:Wasserburg
Nutzung:privat
Lage:130 m.ü.NN.
Sonnenlicht:05:51-16:25 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:privat, geschlossen
Eintrittspreise:nicht zugänglich
Website:Geschichte-Untermain.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Bacheburg, Eisenbach, Römerbau

Die Burg liegt in einem privatem Feld. Das Betreten ist nur mit Genehmigung erlaubt.
Burg Bacheburg, auch als Neustädter Hof, Eisenbach, Untere Burg und Römerbau bekannt, liegt heute inmitten einer kleinen Baumgruppe auf einem Feld am Neustädter Hof. Bei der Burg handelt es sich um eine Wasserburg, die einst einen rechteckigen Grundriss aufwies. Von der Anlage sind vor allem ein verlandeter Graben und einige wenige Mauerreste des Torhauses erhalten, das noch Laibungen des Tores erkennen lässt. Zudem stößt man auf Elemente der ehemaligen Ringmauer. Durch die Sprengung im 19. Jahrhundert ist Bacheburg nur sehr partiell erhalten geblieben.

Historie

Der Name Römerbau soll von einer römischen Anlage kommen, die sich hier vorher befand, heute aber nicht mehr nachgewiesen werden kann. Burg Bacheburg wurde in einer Urkunde 1403 durch Jorg Bache von Neustadt errichtet. Neustadt war eine Siedlung (erstmals 1113 genannt), die zu dieser Zeit anstelle des Neustädter Hofes existent war. 1440 wurde die Anlage durch Reiter des Mainzer Erzbischofs Dieter von Erbach eingenommen und zerstört. Grund des Angriffs war die Ausübung des Raubritterunwesens auf der Burg durch den Niederadel. Hans Bache war nach der Zerstörung Burgmann der Grafen von Wertheim auf der Burg Breuberg. Sein Bruder Madern ging als Dienstmann auf die Veste Otzberg. Beide griffen vorher aufgrund von Geldmangel Reisende an, die unter Geleitschutz des Mainzer Erzbischofs standen. Den Aufzeichnungen nach sollen sie bei ihren Überfällen sehr geschickt vorgegangen sein. 1434, so berichtet man, lag der Ritter Hans Bache, der Sohn von Jorg Bache, mit dem Aschaffenburger Kollegiatstift, sowie dem Aschaffenburg Keller Konrad Schreiber von Fritzlar in einer Fehde und nahm den Ortspfarrer von Wenigumstadt (einen Geistlichen!) gefangen.
Im 18. Jahrhundert dienten die Keller der eingefallen Burgruine einigen Diebesbanden als Unterschlupf, die immer wieder ausgehoben wurden. Die erhaltenen Reste sprengte man darauf 1863. Neuster Fund in der Burg ist eine leere Grabkammer. Mehr dazu gibt es auf der unten angegebenen Website.

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Anfahrt

Burg Bacheburg befindet sich beim "Neustädter Hof", westlich von Obernburg am Main. Zu erreichen ist die Anlage über die A3 Ausfahrt "Stockstadt". Von hier folgt man der B469 nach Obernburg. Innerorts biegt man auf die B426 Richtung Breuberg ab. Kurz hinter Ortsende von Obernburg geht links ein Abzweig zum Neustädter Hof ab. Die Burg liegt auf einem Feld neben dem Hof.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.04.2008


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