Asseburg

Burg Asseburg

Burg Asseburg

Deutschland / Niedersachsen

Die Asseburg war ursprünglich die größte Anlage Norddeutschlands. Sie besaß eine Grundfläche von einem Hektar und entstand in den Anfängen des 13. Jahrhundert. Es bildeten sich mindestens drei Burgen mit jeweils mindestens einer Vorburg. Die Reste wurden 1892 ausgegraben, gesichert und konserviert. Bis heute haben sich viele Mauern erhalten, die größtenteils aber nur kniehoch sind. Die frühe Zerstörung am 19. August 1492 sorgt für den schlechten Erhalt. Da die Burg in dieser Form sehr selten ist, lohnt sich ein Besuch. Der Grundriss lässt sich noch gut erkennen.

Burg Asseburg
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Adresse

Burg Asseburg 38329 Wittmar Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Kammburg
Nutzung: -
Lage: 215 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:00-17:20 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Asseburg

Burg Asseburg zieht sich über einen Bergrücken in Ost-West-Richtung, nördlich von Wittmar. Sie gehört zu den größten Burgen Norddeutschlands. Die Burganlage besteht aus vier Vorburgen und drei Kernburgen, die alle miteinander verbunden sind. Es gab fünf Bergfriede, die heute nur noch bedingt erhalten sind. Zu dem auf beiden Seiten weitergehenden Bergrücken hat man die Burgen mit tiefen Halsgräben gesichert. Zueinander sind sie nur durch Wehrmauern voneinander getrennt. Gräben gibt es auf dem Burgareal keine.
Von Asseburg ist heute nur noch sehr wenig erhalten. An den beiden Ausgängen im Osten und Westen hat man zum Teil mit dem Wiederaufbau begonnen. Im Osten beginnt die Burg mit einer wieder aufgebauten Wehrmauer, sowie einem kleinen Tor, das am Rande des Weges in ein ehemaliges Gebäude führt. Wahrscheinlich handelte es sich um die ehemalige Wachstube zu dieser Seite hin. Knappe 50m weiter befindet sich die Informationstafel zur Burg, die über Grundriss und ausgiebig über die Geschichte Aufschluss gibt.
Der Forstweg führt durch die Vorburgen von Osten nach Westen. Auf der Südseite befinden sich die ehemaligen Vorburgen, von denen man ab und zu die Wälle von unterschiedlichen Wehrmauern und Gebäuden erkennen kann. Mauern, bzw. Grundmauern gibt es von den Vorburgen nur noch sehr wenige zu sehen. Am deutlichsten ist ein Hügel in der mittleren Vorburg erkennbar, der ursprünglich einen Bergfried trug. Bergfriede in Vorburgen waren eine Seltenheit.
Nach Norden steigt das Gelände an. Zu dieser Seite hin ist der Wanderweg oftmals von Mauerresten umgeben. Zahlreiche Trampelpfade führen in die einzelnen Kernburgen. Unter anderem stößt man auch auf die Reste der beiden westlichen Tore der Vorburgen, die auf dieser Seite noch gut zu erkennen sind.
Der westliche Eingang wurde zum Teil wieder aufgebaut, bzw. gesichert. Neben den beiden Toren, die den Zugang zur Vorburg schützten, wurde eine Treppe angelegt, die über eine ehemalige Wehrmauer zum Bergfried führt.
Vom Bergfried sind nur noch die Grundmauern erhalten. Er ist der besterhaltene der fünf Bergfriede. Noch deutlich erkennt man die Dicke der Mauern und das ehemalige Verlies, das sich im Inneren des Turmes befand. Heute ist es durch ein Gitter geschützt. Vom Bergfried führt ein Trampelpfad durch die Kernburgen hindurch und geht an allen erhaltenen Resten vorbei. Neben alten Wehrmauern und den anderen beiden Bergfrieden stößt man auf Mauern mit Schießscharten sowie die äußere Wehrmauer nach Norden, die die Burgen mit teilweise mehr als 10m Höhe zu dieser Hangseite hin schützte. Der Trampelpfad wirkt wie ein Rundweg und endet wieder am Osttor.
Auch wenn Burg Asseburg mit über einen Hektar Grundfläche zu den größten Burgen Norddeutschlands zählt, ist sie keineswegs gut erhalten. Die meisten Bereiche wurden ausgegraben und sind mittlerweile wieder unter Humusschichten verschwunden. Einige Mauerreste schauen aus den Hügeln noch heraus und lassen sich teilweise gut erkennen.
Von der Atmosphäre her ist die Anlage sehr angenehm. Trotz des schlechten Erhalts gibt es viel zu entdecken. Zwischen den Bäumen eröffnet sich ab und an die Aussicht, so dass man sich niederlassen und diese, sowie die Burg genießen kann.

Historie

Erbaut wurde Asseburg von Gunzelin von Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit anderen Adeligen um 1218. Gunzelin stammt aus einer Dienstmannenfamilie von Herzog Heinrichs des Löwen. Neben der Anlage war Gunzelin Befehlshaber auf Wolfenbüttel und Peine. Mt den Nachkommen Heinrichs des Löwen geriet Gunzelin in eine Fehde, die Asseburg Fehde genannt wird und von 1255-1258 dauerte. Herzog Albrecht der Lange belagerte die Burg drei Jahre lang. Er ließ auf beiden Seiten der Burg Belagerungsburgen errichten. Für eine große Summe Gold verzichtete der Sohn Gunzelins Busso von Wolfbüttel auf die Burganlage.
In den darauf folgenden Jahren diente die Asseburg Herzögen als Stützpunkt und Verwaltungszentrum. Der Amtsbezirk der Burg bestand aus 24 Dörfern. Im Jahre 1331 wird die Asseburg an die Herzöge von Braunschweig verpfändet. Braunschweig war wirtschaftlich sehr stark und erhielt durch Verpfändung sehr viele Burgen im Umkreis, die für ein beträchtliches Einzugsgebiet sorgten. Nach einem Inventar von 1414 wurden neun Ambrustsöldner mit 1,5 Tonnen Pfeilen, Stein- und Bleibüchsen, eine halbe Tonne und 20 Pfund Pulver, sowie 80 Bleikugeln und 60 Steine zur Verteidigung der Burg stationiert. Die Herzöge, die die Burg verpfändeten, kamen mit Braunschweig in Streit. 1492 kam es so zur großen Stadtfehde. Die Braunschweiger zerstörten die Burg am 19. August 1492 durch einen Brand. Die Burg wurde anschließend nicht wieder aufgebaut, ihre Dörfer fielen an die Herzöge zurück. Ausgrabungen von Asseburg fanden 1892 und 1894 statt, wurden aber nicht dokumentiert. Ab 1952 begann man mit dem Wiederaufbau der Burganlage. Sie wurde restauriert, teilweise wieder aufgebaut und konserviert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Asseburg liegt auf einem Bergrücken, nördlich von Wittmar. Über die A395 Ausfahrt "Wolfbüttel Süd" auf die L495 Richtung Wolfsbüttel bis man auf die B79 stößt. Dieser folgt man durch Denkte nach Wittmar. In Wittmar biegt man links in den Asseweg ab (bei der Informationstafel) und folgt diese Straße aus dem Ort, unter der Eisenbahnbrücke hindurch, auf den Waldparkplatz. Von hier führen zahlreiche Wege hoch zur Burg. Vom Parkplatz führt ein Weg in den Wald hinein. Diesem folgt man und biegt den ersten größeren rechten Pfad ab. Dieser führt direkt zum Bismarckturm. Hinter dem Bismarckturm geht eine kleine Waldstraße direkt zur Burg.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Asseburg erwähnt:

Falkenstein

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 06.09.2006


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