Keppenbach

Burg Keppenbach

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Keppenbach ist eine bedingt erhaltene, kompakte Anlage inmitten tiefer Wälder über dem Schweizerlochbach. Sie wurde im 12. Jahrhundert gegründet und über mehrere Jahrhunderte fortwährend ausgebaut. Nach ihrer Zerstörung in den Bauernkriegen 1525 ist sie schnell verfallen. Heute stößt man auf zahlreiche Mauerstücke, die gesichert und konserviert wurden. Es lassen sich sämtliche Gebäude und Mauerverläufe nachvollziehen. Die Burg ist sehr abgeschieden und ruhig.

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Adresse

Burg Keppenbach 79348 Freiamt - Sägplatz Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 420 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:37-19:12 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Keppenbach ist eine bedingt erhaltene, kompakte Anlage auf einem Sporn inmitten tiefer Wälder über dem Schweizerlochbach. Die kompakt errichtete Anlage ist nur noch bedingt erhalten. Der Zugang erfolgt von Süden her. Von hier führt der Weg direkt in die Kernburg. Die Vorburg ist heute nicht mehr existent. Von ihr sind nur noch Fundamentreste erhalten, die seit der Ausgrabung wieder unter dichter Vegetation verschwunden sind. Auch der 70m entfernte Turm lässt sich aufgrund fehlendem Weg nicht mehr besuchen.
Die Kernburg wurde zum größten Teil restauriert, so dass man auf Mauern mit bis zu einer Höhe von zwei Metern stößt. Der Weg führt an der freigelegten Regenwasserzisterne vorbei und über eine Treppe durch das Tor auf den ehemaligen Hof der Anlage. Durch den ehemaligen Höhenunterschied von sieben Metern, hatten die Einwohner der Burg die Möglichkeit den Eingang zu verriegeln und die Treppe zu zerstören, so dass ein Eindringen in die Kernburg schwer fiel.
Die ehemaligen Gebäude der Kernburg rahmen einen kleinen Hof ein und lehnen alle an der ehemaligen Ringmauer. Nach Westen eröffnet sich der Blick auf den alten Palas, der neben alten Stufen noch Balkenauflager und hohe Wände, sowie eine Türschwelle und die Ansätze eines Türbogens beherbergt. Ähnliche Details findet man in den anderen beiden Gebäuden, die die Anlage einst beinhaltete. Interessant ist die Schildmauer, die neben restaurierten Schießscharten einen Blick in den Halsgraben zu bieten hat. Die Dicke der Mauer weist auf eine gewisse Wehrhaftigkeit hin, die in der gesamten Anlage zu spüren ist.
Von der Atmosphäre her wirkt Burg Keppenbach urig und vergessen. Die alte, schon stark verfallene Anlage trotz inmitten des Waldes mühsam dem Zahn der Zeit und wuchert durch die fehlenden Besucher immer mehr zu.

Historie

Hartmout de Keppenbach erscheint in einer Urkunde im Jahre 1161 als Ministeriale der Zähringer. Die Burg wurde 1276 erstmals urkundlich genannt. 1396 wurde sie zerstört und ab 1408 wiederaufgebaut. 1525 wurde die Burg in den Bauernkriegen zerstört. 70m weiter nördlich und 38m unterhalb der Burg befindet sich ein Turm, der wahrscheinlich auch zur Anlage gehörte. Es wird vermutet, dass sich bis hierhin die Vorburg gezogen haben könnte. Eine weitere Theorie besagt, dass der Turm ein externe Bergfried gewesen sein könnte, da die Burg keinen Bergfried aufzuweisen hat.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Keppenbach liegt bei Sägplatz nahe Freiamt. Über die A5 Ausfahrt "Riegel" über Malterdingen Richtung Ottoschwanden. Hinter Ottoschwanden weiter über Freiamt nach Sägplatz fahren. Direkt an der Kreuzung in Sägplatz, an der die beiden Hauptstraßen des Ortes aufeinander treffen, existiert eine kleine Brücke, an deren Geländer ein Hinweisschild zur Burg angebracht ist. Nachdem man sein Fahrzeug auf der anderen Flussseite abgestellt hat, sollte man sich links halten und dem Rundweg folgen. Die Burg ist weitreichend ausgeschildert. Der Fußweg beträgt zwischen 10 bis 20 Min, die Steigung ist angenehm zu laufen.

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

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Burgenarchiv.de
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Literatur


- Alfons Zettler, Thomas Zotz, "Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau", Jan Tohrbecke Verlag, 2003, ISBN: 3-799573-6X-X

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.02.2014, 07.02.2004

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