Schloss Vaduz, Burg Hohenliechtenstein

Schloss Vaduz, Hohenliechtenstein, Burg Liechtenstein

Schloss Vaduz, Hohenliechtenstein, Burg Liechtenstein

Liechtenstein / Liechtenstein

Schloss Vaduz thront auf einem steil abfallenden Bergsporn oberhalb der gleichnamigen Hauptstadt des Fürstentums Liechtenstein. Sie befindet sich heute im Besitz der Fürsten von Liechtenstein und ist nur von außen zu besichtigen. Die malerisch gelegene Anlage vor einzigartiger Alpenkulisse wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet und immer wieder erweitert. Heute prägen das mächtige Nord- und das flankierende Südrondell das Bild und verleihen Schloss Vaduz ein einzigartiges Auftreten.
Während die äußere Verteidigungsanlage wie z.B. der Halsgraben durch den Straßenbau verschwunden sind, haben sich von der Burg nahezu alle Elemente im mehrfach restaurierten Zustand erhalten.
Der Zugang erfolgt über eine Holzbrücke im Süden. Hinter dem Äußeren Tor liegt der untere Schlosshof, der als Torzwinger diente. Er führt zum Inneren Tor und von dort auf den Schlosshof der ehemaligen Kernburg.
Schloss Vaduz wird vor allem von seinem Bergfried geprägt. Der hohe Bau, der wahrscheinlich Teil einer Schildmauer war, gehört mit seinen 4 m dicken Mauern zu den ältesten Elementen der Burg. Im Nordtrakt haben sich zudem noch die Reste eines Wohnturms von 1287 erhalten. Im Süden prägen der Saalbau, der Südtrakt mit Kapelle und ein Vestibül das Bild.
Zu den jüngeren Elementen gehören die Rondelle. Ihre bis zu 5 m dicken Mauern schützten die Burg zum Hang hin gegen Beschuss. Sie flankierten zudem die Burg zu allen Angriffsseiten. Obwohl Schloss Vaduz sich nicht besuchen lässt, lohnt sich ein Blick. Die eindrucksvolle Burg erscheint vom Ort aus eher wie ein typisches regionales Schloss. Die festungsartige Rückseite zum Berg hin bildet mit ihrem Bollwerk das absolute Gegenteil.

Schloss Vaduz, Hohenliechtenstein, Burg Liechtenstein 1
Schloss Vaduz, Hohenliechtenstein, Burg Liechtenstein 2
Schloss Vaduz, Hohenliechtenstein, Burg Liechtenstein

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Historie

13. Jahrhundert
Schloss Vaduz wurde vermutlich in diesem Zeitraum als kleine Wohnturmburg auf dem heutigen Sporn errichtet.

1287
Dank dendrochronologischen Untersuchungen ist bekannt, dass in jenem Jahr der alte Wohnturm erbaut wurde.

1322
Schloss Vaduz wird das erste Mal urkundlich erwähnt. Zusammen mit den Ortschaften Vaduz und Triesen wird die Anlage in jenem Jahr für 400 Mark Silber an den Vogt Ulrich von Matsch verpfändet.

1338
Ulrich von Montfort erhält die Burg Vaduz als Lehen auf Lebenszeit. Den Beschluss erfassten die Herren von Werdenberg und Graf Friedrich V. von Toggenburg.

3. Mai 1342
Graf Hartmann III. von Werdenberg wird neuer Eigentümer des Territoriums Vaduz und benennt sich in Graf Hermann I. von Vaduz um. Die Teilung der Grafschaft geht aus dem Erbe der Linie Werdenberg-Sargans hervor.

Juli 1396
Vaduz und Schellenberg werden durch König Wenzel zur Grafschaft erhoben. Die neue Grafschaft wird aufgrund ihres Mehrwerts von den Herren von Werdenberg an die Herren von Brandis verpfändet.

1416 bis 1507
Mit Hartmann IV. von Werdenberg stirbt die Linie aus. Die verpfändete Herrschaft geht mitsamt Burg Vaduz bzw. Schloss Vaduz an die Freiherren von Brandis.

12. Februar 1499
Im Schweizer- bzw. Schwabenkrieg wird die Anlage von den Eidgenossen in Brand gesetzt und zerstört. Ludwig von Brandis beginnt umgehend nach Ende des Krieges und seiner Freilassung aus der Kriegsgefangenschaft mit einem Wiederaufbau.

1507 bis 1613
Unter den Grafen von Sulz als neue Besitzer und Käufer für 12.000 Gulden entstehen eine Kapelle, zwei Rondelle und weitere Veränderungen. Unter dem Käufer Rudolf von Sulz entstehen die beiden Rondelle mit teilweise 5 m dicken Mauern. Auch die heutige Eingangssituation geht auf ihn zurück.

1613
Für 200.000 Gulden geht Schloss Vaduz mitsamt der Herrschaft Schellenberg an den Grafen Kaspar von Hohenems.

Vor 1712
Die Grafen von Hohenems bauen schließlich den letzten Part von Schloss Vaduz aus. Seitdem ist die Anlage größtenteils unverändert.

1712
Die Herrschaft wird von Graf Jakob Hannibal III. von Hohenems an Fürst Johann Adem I. von Liechtenstein verkauft. Schloss Vaduz wird Sitz der Landvogtei. Bis 1732 trägt es den Namen Hohenliechtenstein.

1860
In jenem Jahr wurde eine Schlossschenke auf Schloss Vaduz eingerichtet.

1905 bis 1912
Schloss Vaduz ist derart verfallen, dass man einen Wiederaufbau in Angriff nimmt. Fürst Johann II. Von Liechtenstein lässt unter der Leitung des Landeskonservators Franz von Wieser aus Innsbruck die Anlage vollständig wiederherstellen. Architekt war Alois Gstrein aus Brixen. Im Inneren werden die Gebäude zu Wohnraum ausgebaut.

1939
Fürst Franz Josef II. von Liechtenstein bezieht mit seiner Familie das Schloss. Seitdem ist es ständiger Wohnsitz der Familie.

1977
Eine archäologische Untersuchung fördert viele Hinweise auf die Geschichte der Anlage zutage.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 09.08.2019


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