Burg Landskron (Vorpommern)

Burg Landskron
Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Landskron thront auf einer kleinen Erhöhung östlich des Flusses Tollense in einem WĂ€ldchen. Das kleine Wasserschloss mit der großen Vorburg hat sich trotz der Zerstörung im 17. Jahrhundert erstaunlich gut erhalten. Die Anlage entstand erst 1579 durch Ulrich II. von Schwerin und war keine hundert Jahre bewohnt.
Im 19. Jahrhundert diente die schöne Ruine trotz ihrer abgelegenen Lage schon als Ausflugsort und wird heute noch gerne besucht. Die Kernburg bzw. das Schloss weist noch zahlreiche Überreste des Innenlebens und der GebĂ€udearchitektur auf. Stellenweise hat sich sogar noch Putz erhalten. Landskron lĂ€dt heute zum Erkunden und Verweilen ein. Mit ihren feinen Details und ihrer romantischen Art gehört sie zu den Highlights der Burgen und Schlösser in Deutschland. Wer gerne Lost Places besucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Ein Besuch lohnt sich!

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Burg Landskron wird in folgenden Artikeln erwÀhnt:
Die schönsten Schlösser und Burgen in Deutschland

Bilder

Adresse, Karte & Parken


Burg Landskron
17391 Neuendorf

Parken: In unmittelbarer NĂ€he zu Burg Landskron gibt es kostenlose ParkplĂ€tze. Der Fußweg zur Anlage betrĂ€gt 100 m.

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Wasserburg, Niederungsburg
Nutzung: -
Lage: 11 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 09:26-16:58 Uhr Info

Baubestand & Beschreibung

Die Burg Landskron befindet sich auf einer Anhöhe inmitten eines Waldes sĂŒdlich von Janow. Die Anlage besteht aus einer Kernburg und einer Vorburg. Die Vorburg befindet sich direkt vor dem Tor der Kernburg und ist sehr weitlĂ€ufig. Beide liegen zusammen auf einer kreisrunden Erhöhung, die noch einen ausgeprĂ€gten Wassergraben erkennen lĂ€sst. Zwischen Kern- und Vorburg lag ein weiterer Graben.
Der Zugang zur Vorburg erfolgt heute ĂŒber die Ruine eines Torturms. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf die gut erhaltene Kernburg und auf die große gerĂ€umige Vorburg, in welcher ein GebĂ€udekomplex, bestehend aus den Ruinen von Stallungen und Wachstube steht. Ein weiteres GebĂ€ude befindet sich am anderen Ende und beherbergte einst die Kapelle. Von der Vorburg geht eine hölzerne BrĂŒcke ĂŒber den vollstĂ€ndig erhaltenen Ringgraben zur Kernburg. Unter der BrĂŒcke findet man heute noch die Reste des Fundaments der ZugbrĂŒcke, die an dieser Stelle angebracht war.
Die Kernburg bestand ursprĂŒnglich aus einem GebĂ€udekomplex mit vier runden EcktĂŒrmen und einem kleinen Burghof. Der Zugang erfolgte von der Vorburg ĂŒber eine ZugbrĂŒcke. Das Tor der Kernburg ist schon frĂŒh zusammengestĂŒrzt und wird heute durch zwei ZugstĂ€be ersetzt, die die beiden gegenĂŒberliegenden Mauern stĂŒtzen. Hinter einem lĂ€ngeren Zwinger, der zur Verteidigung diente und heute nicht mehr existent ist, befand sich ein Hof mit drei GebĂ€uden, umrahmt von den vier gut erhaltenen AußentĂŒrmen. Die GebĂ€ude sind heute nur noch von den Außenmauern her erhalten. Durch den fortgeschrittenen Verfall ist ein Erkennen des Grundrisses und des Aufbaus nur bedingt möglich. Einzig und allein die Hoffassaden und die TĂŒrme, sowie die Ă€ußere Wehrmauer sind einwandfrei zu erkennen.
Die Burg wurde zum grĂ¶ĂŸten Teil aus Feldsteinen und Findlingen erbaut und mit Backsteinen statisch gesichert, wie z.B. an FensterstĂŒrzen. Vieles wurde zudem mit der Hilfe von Backsteinen restauriert und wieder aufgebaut, bzw. oft nur bruchstĂŒckhaft eingesetzt. Es gibt zahlreiche Details zu entdecken. Zum Beispiel findet man alte Verzierungen, Steinplattenhalter, Einfassungen, Balkenauflager, Zinnen, Kamine und einen Abortschacht. Durch die uneingeschrĂ€nkte Bewegungsfreiheit hat man die Möglichkeit sowohl Kern- wie auch Vorburg vollstĂ€ndig zu durchwandern und zu umrunden. Durch die enge Bebauung wirkt die Anlage stark verwinkelt und birgt verschiedene Sichtachsen. Typisch fĂŒr die regionalen Wasserburgen sind die EcktĂŒrme, die jede Ecke der Anlage zum Graben hin zieren. Höhenunterschiede in den Ruinen weisen auf Kellergewölbe hin, die einst existierten.
Von der AtmosphÀre her wirkt die Anlage durch den guten Zustand sehr urig und angenehm. Mit ihren zahlreichen Details lÀdt sie zum Durchwandern und Verweilen ein. Ein Besuch lohnt sich!

Historie

Die Burg Landskron wurde 1576 bis 1579 fĂŒr Ullrich II. von Schwerin erbaut. Vater dessen war Erbauer der nahe gelegenen Festung Spantekow. Das HauptgebĂ€ude hatte mit dem Keller zusammen drei Stockwerke. Zum grĂ¶ĂŸten Teil bestand die Burg aus Findlingen, wurde aber hier und da mit Ziegeln in die richtige Form gebracht. Landskron war von einer niedrigen Ringmauer und einem Wall mit anschließendem Burggraben umgeben. Dieser fĂŒhrte, durch einen naheliegendem Fluss gespeist, stĂ€ndig Wasser. Die Vorburg bestand aus drei GebĂ€uden. Am Torturm befanden sich die Wachstube und der Pferdestall mit anliegendem Brunnen. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite stand, die heute noch gut erkennbare Burgkapelle. In der VerlĂ€ngerung zum Schloss traf man auf WirtschaftsgebĂ€ude. Burg Landskron wurde im DreißigjĂ€hrigen und im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg schwer beschĂ€digt und kurze Zeit spĂ€ter aufgegeben. Zahlreiche alte BaumbestĂ€nde befinden sich auf dem Wall der Anlage, die aus der Zeit der GrĂŒndung der Burg stammen könnten und somit ĂŒber 450 Jahre alt sind.

Eintritt und Öffnungszeiten

Eintrittspreise oder Öffnungszeiten nicht mehr aktuell? Hier bitte einreichen.
Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Anfahrt

Von der A20 Ausfahrt “Breest“ auf die B199 Richtung Breest und weiter nach Neuendorf B. In Neuendorf B der Ausschilderung folgen. Direkt vor der Burg gibt es ParkplĂ€tze.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 16.10.2004


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