Burg Comper

Burg Comper

Frankreich / Bretagne

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Schloss Comper wird das erste Mal als Königsburg im 9. Jahrhundert genannt. Im 13. Jahrhundert gehörte sie zu einer der bestbefestigten Burgen der Bretagne. Bis heute haben sich Teile des Wassergrabens, der äußeren Wehranlage mit Ecktürmen und das wieder aufgebaute Schloss aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Die Anlage ist privat, kann aber besucht werden. Eine Ausstellung im Hauptbau beschäftigt sich mit der Legende von König Arthur, die hier ihren Ursprung haben soll. Die schön gelegene, kleine Burg lädt mit dem See zum Erkunden und Verweilen ein.

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Baubestand & Beschreibung

Burg Comper befindet sich in Privatbesitz und darf nur während der Öffnungszeiten betreten werden.
Schloss Comper liegt am westlichen Ende eines großen Waldes direkt am gleichnamigen See. Heute befindet sich die Burg in Privatbesitz, beherbergt aber eine Ausstellung über die Legende von König Arthur, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Anlage ist zum Teil nur ruinös erhalten, weist aber zwei wieder aufgebaute Gebäude auf, zu denen unter anderem der Palas gehört. Von der äußeren Wehranlage sind heute noch große Elemente erhalten.
Comper war einst eine typische rechteckige Wasserburg mit einer Ringmauer mit jeweils einem Wehrturm an jeder Ecke und einem Ringgraben, der durch den anliegenden See mit Wasser gespeist wurde. Der Graben führt heute noch an der Westseite, an der Südseite und teilweise noch an der Nordseite Wasser. Die Ostseite, sowie große Elemente der Nordseite sind völlig verlandet und teilweise nicht mehr erkennbar.
Der Zugang erfolgt heute wie damals von Norden her. Das spitzbogige Tor wies im Mittelalter eine Zugbrücke auf, die in den Jahrhunderten durch einen festen Weg ersetzt wurde. Flankiert wurde das Tor durch den nordöstlichen Eckturm, der heute noch, genau wie der Nordwestturm größtenteils erhalten geblieben ist. Im Gegensatz zu großen Burgen, wie zum Beispiel Suscinio, fallen die Wehrtürme wesentlich kleiner aus und erinnern an eine deutlich frühere Erbauung.


Die Ringmauer, die Comper umgab und die Türme miteinander verband, ist heute nur noch bedingt erhalten. Im Norden und im Osten stehen noch mehrere Elemente, die zum Teil ihre volle Höhe aufweisen. Im Süden und im Westen sind die Mauer, sowie die beiden Wehrtürme aufgrund des repräsentativen Ausbaus des Schlosses fast gänzlich verschwunden. Niedere Mauern, die an diesen Seiten das Grundstück zum See hin begrenzen, erinnern an den einstigen Verlauf der Ringmauer und die Dimensionen, die Schloss Comper besaß.
Das Innere der Kernburg beherbergt heute neben dem Schloss vier weitere Gebäude, die der privaten Nutzung unterliegen und sich alle an die ehemalige Ringmauer lehnen. Im Nordwesten weisen Balkenauflager, Fenster und Balkenlöcher in der Ringmauer, sowie eine Säule im Hof auf ein größeres Gebäude hin, das sich dort befand.
Zum See hin (also nach Süden) wird das Burggelände heute durch den Palas begrenzt. In der französischen Revolution viel er einem Feuer zum Opfer und wurde zur Hälfte zerstört. Der Wiederaufbau des westlichen Bereiches ist anhand von anderen genutzten Steinarten und Fensterformen in der Fassade deutlich erkennbar. Im alten Part sind zahlreiche zugemauerte und umfunktionierte Fenster, Fensterbögen und Türen zu entdecken.
Das Innere des Palas ist heute größtenteils privat. Bereiche im westlichen Trakt wurden für eine Ausstellung umgebaut und beherbergen heute zahlreiche Ausstellungsstücke zu der Legende von Arthur, die sich teilweise auf dem Schloss von Comper abgespielt haben soll. Die Ausstellung umfasst einen kleinen Bücherladen, mehrere alte Stiche, die das Schloss zeigen, zahlreiche Informationen zur Legende, sowie mehrere Räume, die mithilfe von lebensgroßen Figuren die Geschichte um Arthur kinderfreundlich erzählen.
Südlich des Palas führt ein Weg aus der Burg heraus, der in den tiefen Wald östlich der Anlage bzw. einmal um den See herum führt und zahlreiche Sichtachsen aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Burg eröffnet.

Historie

Das Schloss von Comper wird erstmals im 9. Jahrhundert als Eigentum von Salomon, dem damaligen König der Bretagne genannt. Bekannt wird es aber erst durch den Baron Raoul de Gael-Monfort, der bei der Schlacht von Hastings William aus der Normandie zur Seite stand. Im 13. Jahrhundert baut man Comper zu einer der stärksten Burgen der Bretagne aus. Es folgen zahlreiche Kämpfe und Belagerungen, wodurch mehrmals der Besitzer wechselt. Im Jahre 1370 verwüstet Bertrand du Guesclin die Anlage.
Anfang des 15. Jahrhunderts übernehmen Vasallen der Herzöge von Laval die Burg. Unter der Herrschaft vom Grafen Guy XIV. de Laval wird 1467 eine Urkunde zum Gebrauch und der Verzollung der umliegenden Wälder verfasst. Es folgt die Aufteilung der Wälder in einzelne Bereiche zur Abholzung.
Im 16. Jahrhundert gehört Comper der Familie Rieux und später den Coligny. In den Religionskriegen zwischen den Katholiken und den Partisanen des Königs Henri IV. kommt es 1595 zu einer langwierige Belagerung der Burganlage, die zum Ende des Jahres hin erfolgreich endet. Der damalige Besitzer Graf de Mercoeur übergibt die Anlage nach erbitterten Kampf. 1598 erfolgt die Vergeltung, bei deren Belagerung Henry IV. die Burg halten kann.
In den Jahren darauf geht Comper an die Familie la Trémoille. Am 28. Januar 1790 wird während der französischen Revolution das Schloss angegriffen und brennt zur Hälfte nieder. In den darauf folgenden Jahren fängt die Burg an zu verfallen. Im 19. Jahrhundert kauft Armand de Charette das Schloss und baut es wieder auf. Er hinterlässt seine Initialen auf sämtlichen Kaminaufsätzen. Es folgt die Aufnahme des Schlosses als historisches Denkmal beim französischen Ministerium für Kultur.
Heute befindet sich Schloss Comper in Privatbesitz und beherbergt eine Ausstellung über die Legende von König Arthur.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Das Schloss Comper befindet sich östlich von Mauron, auf halbem Wege zwischen St. Méen le Grand und Ploermel, nahe der D766 Ausfahrt "Mauron". Von hier Richtung Concoret und hinter dem Ort immer weiter geradeaus. Das Schloss ist ab Concoret ausgeschildert und liegt direkt an der Straße nach St. Malon sur Mel.

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Geschichten & Legenden

Der alten Legende nach verbirgt sich im See der Palast von Viviane, der Dame des Sees. Es soll sich um einen Kristallpalast handeln, der von Merlin errichtet wurde.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.12.2008


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