Bäckaskog

Burg Bäckaskog

Burg Bäckaskog

Schweden / Schweden

Schloss Bäckaskog geht auf eine Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert zurück. Die Anlage stand direkt an einem fischreichen Fluss. Im 16. Jahrhundert wurde sie in ein Schloss umgebaut und war Sitz zahlreicher Verwalter und Generäle. Es entstanden große Wohntürme und eine vierflügelige Schlossanlage aus Backstein. Heute lädt das Schloss mit Gastronomie, Hotel und einem großen, öffentlichen Park zu einem Besuch ein.

Burg Bäckaskog 1
Burg Bäckaskog 2

Baubestand & Beschreibung

Die Schlossanlage Bäckaskog befindet sich auf einer Landzunge zwischen den beiden Seen Oppmannasjö und Ivösjö. Ursprünglich floss hier ein kleiner Bach, der Mönche im 13. Jahrhundert dazu veranlasste sich hier niederzulassen. Sie begannen mit dem Bau einer kleinen Klosteranlage, die bis in das 16. Jahrhundert kontinuierlich erweitert wurde. Nach der Reformation fiel das Kloster zuerst an Dänemark und dann an Schweden, die es zu einem Schloss umbauten und eine große Parkanlage schufen.
Heute besteht die Anlage aus einem viereckigen Gebäudering mit einem großen Innenhof. An jeder Ecke findet man einen Turm, die alle bis auf den Nordwestturm aus der Mauerflucht herausstehen. Die Ostseite beherbergt niedere Gebäude, wahrscheinlich einst Wirtschaftsgebäude, die an der Nordostecke und Südostecke durch zwei polygonale Türme flankiert und geschützt werden. Ursprünglich waren diese erst relativ spät entstanden Türme wesentlich höher als heute.
An der Westseite trifft man auf zwei quadratische Türme, die die Westfassade einrahmen. Sie sind wesentlich höher erhalten und deuten auf Aussichts- und Wohntürme hin. Der Nordwestturm steht in Mauerflucht und weist ein Barock geprägtes Dach auf. Zwischen den beiden Türmen befindet sich der Westbau, auch Schlossbau genannt.
Der Schlossbau beherbergt heute das Restaurant und das Hotel und ist über einen Treppenturm im Hof zugänglich gewesen. Der Bau ist Teil des Gebäuderings und stellt das repräsentativste Bauwerk des Schlosses dar. Von ihm eröffnet sich Richtung Osten der Gebäudekomplex, der zum größten Teil nur aus einstöckigen Bauwerken besteht, die anscheinend alle als Wirtschaftsgebäude dienten. Im südlichen Bereich des Hofs stößt man zudem auf den ehemaligen Bach, der damals die Mönche zur Gründung der Klosteranlage veranlasste.
Das Schloss war wahrscheinlich von einem Wassergraben umgeben, der zu Gunsten der prachtvollen Parkanlage vollständig verschwand. Eventuell gab es sogar eine Zugbrücke, die den Torbau mit dem Festland verband. Der Torbau bildet in der Schlossanlage das nordwestlichste Gebäude und beherbergte die alte Schlosskapelle, die schon zu Zeiten des Klosters existent war. Heute lässt der Bau von der einst schönen Backsteinverzierung, die er einst trug, nichts mehr erkennen. Weißer Putz hebt ihn von den anderen Gebäuden stark ab.

Historie

Schloss Bäckaskog wurde im frühen 13. Jahrhundert als Kloster gegründet. Zu dieser Zeit gab es noch einen Bach, der die beiden Seen Oppmannasjö und Ivösjö miteinander verband. Der kleine Bach floss direkt an dem heutigen Grundstück vorbei und war sehr fischreich, weswegen sich im 13. Jahrhundert hier Prämonstratensermönche niedergelassen haben. Der Name des Schlosses setzt sich zusammen aus den Wörtern Becka und Skog, die für Bach und Wald stehen. Der Bach ist heute noch in Form eines kleinen Kanals im Schlosshof zu erkennen. Um 1280 war die Klosterkirche mit einigen Anbauten fertig gestellt gewesen. Die Klosterkirche war der Jungfrau Maria geweiht und zentraler Ort des Klosters. Nach außen hin soll eine Wehranlage existent gewesen sein.
Nach der Reformation wurde das Kloster im Jahre 1537 aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt war es im Besitz des dänischen Staates und wurde von diesem an Adelige verliehen, die für die Verpflegung der letzten Mönche verantwortlich waren. 1584 ging der Besitz an den dänischen Adelsmann Henrik Ramel, der das Kloster als Geschenk erhielt. Durch ihn und seinen Sohn Henrik der Jüngere erfolgte der Bau der befestigten Außenanlage, bestehend aus Gräben und Ecktürmen, sowie einem geschlossenen Hof.
Nach dem Krieg zwischen Schweden und Dänemark wurde die Region und die Burg Eigentum Schwedens. Bäckaskog wurde als Wohnsitz und Residenz für Generäle des schwedischen Heeres genutzt. Unter anderem wohnte hier Rutger von Ascheberg, der um 1678 für die Integration der Region in das schwedische Reich zuständig war. Ab 1685 nutzten die Befehlshaber der königlichen Kavallerie das Schloss als Residenz. Es entstanden neue Gebäude und der Park mit seinen Gärten durch den Generalgouverneur Johann Christoffer Toll, der bis zu seinem Tode 1817 hier lebte.
1818 pachtete der Kronprinz Oscar, später König Oscar I. das Gut. Sein Sohn Karl, später König Karl XV., nutzte das Schloss bis zu seinem Tod im Jahre 1872 jeden Sommer als Residenz. Er ließ neue Gebäude errichten wie zum Beispiel die Meierei, Ställe, die Orangerie und Wohnhäuser für die Gärtner, die Aufseher und die Bediensteten. Nach seinem Tod ging Bäckaskog im Jahre 1900 an seine Tochter Luise und deren Gemahl (der spätere König von Dänemark Frederic VIII).
Im 20. Jahrhundert wurde Bäckaskog stark umgebaut. Viele der landwirtschaftlichen Gebäude wurden abgerissen und die Gartenanlage erweitert und verschönert. Gustaf Ferlenius pachtete das Schloss 1956 und sorgte durch seine neu geschaffenen Parkanlagen für den Beinamen "Schloss der Rosen". Seit 1980 dient das komplette Grundstück als Hotel, Restaurant und Café, die das ganze Jahr über geöffnet haben. Der Garten wurde im Stil des 18. Jahrhunderts neu angelegt und beherbergt neben 200 Jahre alten Bäumen einen biblischen Garten, der alle Pflanzen aufweist, die in der Bibel zu finden sind. Ein weiterer Part dient zahlreichen medizinischen Pflanzen als Heimat, die unter anderem schon im 13. Jahrhundert von den Mönchen hier angebaut wurden.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

Veranstaltung eintragen

Anfahrt

Schloss Bäckaskog befindet sich nahe der E22 zwischen Bromölla und Kristianstad. Die E22 Richtung Kiaby verlassen und der Straße über die Landzunge Richtung Barum folgen. Das Schloss ist ausgeschildert und befindet sich direkt an der Straße.

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

Das heutige Baden-Württemberg weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf. Wie haben sich die Burgen in Baden-Württemberg ausgebreitet? Mehr dazu in diesem Buch.

Burgenarchiv.de
VER Verlag
Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

Das heutige Baden-Württemberg weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf. Wie haben sich die Burgen in Baden-Württemberg ausgebreitet? Mehr dazu in diesem Buch.

Burgenarchiv.de
VER Verlag

Gastronomie

In dem Schloss befindet sich heute eine Gastronomie und ein Cafe.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.03.2009


Burgen in der Umgebung

Burg Trolle-Ljungby

Schloss
290 3 Fjälkinge-Trolle Ljungby
Entfernung: 7.2 km

Burg Ahus, Åhus

Ruine
296 3 Ahus
Entfernung: 17.86 km

Kommentar verfassen