Schloss Vadstena

Burg Vadstena

Burg Vadstena

Schweden / Schweden

Schloss Vadstena steht im gleichnamigen Ort an der Ostküste des Vätternsees. Die Anlage wurde im Zuge der Zeit immer wieder umgebaut und gehörte zu den modernsten Festungen der Renaissance. Heute beeindruckt Vadstena durch ihr mächtiges Auftreten und ihre eindrucksvolle Erscheinung. Die schöne Anlage ist ein Muss für jeden Besucher der kleinen Stadt.

Burg Vadstena 1
Burg Vadstena 2

Baubestand & Beschreibung

Schloss Vadstena liegt inmitten des gleichnamigen Ortes nahe des Sees Vättern. Die Anlage wurde im Stil der frühen Festungsbaukunst zum Schutz der Stadt und des Hafens errichtet. Das Schloss war damals wie heute von einem Wasserringgraben umgeben, der über einen schmalen Kanal vom Hafen mit Wasser des Sees gespeist wurde.
Heute liegt die ehemalige Festung inmitten des expandierten Ortes in einer Grünanlage und erstrahlt dank sehr guten Restaurationsarbeiten in neuem Glanz.
Seit der Gründung hat sich vom Grundriss her nur wenig verändert. Die Anlage besteht aus einem länglichen Gebäudekomplex, der die vollständige Nordseite zum See hin einnimmt. Zudem gibt es breite Wallanlagen, die die Ost-, West- und Südseite prägen. An den Ecken der viereckigen Burg errichtete man runde Kanonentürme, die aus der Mauerflucht herausstehen und die Seiten flankieren. Der südliche Wall wurde mit zwei hohen, eckigen Türmen verstärkt, die im Schwedischen Fyrkanterna genannt werden. Im Norden nimmt heute noch das Schloss die Front zum See ein.
Der große, dreistöckige Schlossbau besteht aus einem zentralen, hohen Torturm und zwei abgehenden Schlossflügeln. Die Schlossflügel und der Turm waren ursprünglich durch sehr dicke Mauern von einander getrennt. Erst Johan III. verband die drei Gebäude miteinander um einen großen Schlossbau zu schaffen. Im Inneren ließ Johan III. die Schlosskapelle, den Hochzeitssaal und den Reichssaal erschaffen, die im ehemaligen Torhaus einen zentralen Punkt bilden. Der Standort der Kapelle lässt sich anhand der spitzbogigen Fenster im dritten Obergeschoss genau erkennen.
Der Schlossbau war funktional präzise aufgeteilt. Im Erdgeschoss befinden sich die Küche und der Burgsaal. Über die beiden rechteckigen Treppentürme an der Hoffassade beidseitig des Tores gelangt man in die Obergeschosse. Das erste Obergeschoss beinhaltet den Hochzeitssaal und zusätzliche Räumlichkeiten. Das dritte Obergeschoss gehörte der Königin. Hier trifft man unter anderem auf den kleinen Reichssaal, die Schlosskapelle und vier weitere Räume. Große Teile des Schlosses wie z.B. das zweite Obergeschoss lassen sich heute nicht mehr besuchen. Sie dienen dem Landesarchiv als Räumlichkeiten.
Der Schlossbau, der gleichzeitig als einziger Zugang diente (später errichtete man an der Westseite einen weiteren Eingang), wird nach Süden, Westen und Osten hin durch über zehn Meter dicke Wallanlagen geschützt. Diese weisen nach außen hin einen steilen Winkel auf um aufprallenden Geschossen die Wucht zu nehmen. Sie verbinden die runden Kanonentürme an den Ecken miteinander und waren alle partiell unterbaut. Zum Hof hin gehen die Wälle in eine hohe Mauer über, die den Hof groß und schmucklos erscheinen lässt. Die Kanonentürme wurden zum Teil wieder aufgebaut und gehören von der Typologie her zu den typisch nordischen Festungstürmen dieser Zeit (siehe Malmöhus). Im unteren Part bestehen sie aus großen, widerstandsfähigen Rundsteinen und Findlingen. Im Zuge der späteren Umbauten und der Restauration baute man sie aus Back- und Ziegelsteinen wieder auf.
Vom touristischen Aspekt her ist Schloss Vadstena sehr eindrucksvoll. Beim Wiederaufbau, der von 1985 bis 1999 dauerte, leistete man hervorragende Arbeit, so dass der Festung ihr einst sehr verfallendes Aussehen nicht mehr anzusehen ist.

Historie

Das Schloss Vadstena, im Schwedischen Vadstena Slott genannt, wurde unter dem König Gustav Vasa 1545 zum Schutz der Grenze gegen die Dänen errichtet. Die Stadt spielte zu dieser Zeit eine wichtige Rolle im schwedischen Königreich. Vadstena lag an einer Straße, die das Zentrum Schwedens mit Dänemark verband, wodurch viele Pilger und Händler in die Stadt kamen. Der Hafen war ein großer Umschlagplatz für die Güter, die über den See transportiert wurden. Es wird vermutet, dass das Schloss wie so viele Burgen in Schweden einen mittelalterlichen Wehrturm als Vorgänger hatte, doch ist dies nicht nachgewiesen.
1555 baute man das Schloss zu Gunsten von Magnus Vasa, Sohn von Gustav Vasa und Herzog von Östergötland um. Der Bruder von Magnus, genannt Johan III., später König von Schweden, verwandelte den Gebäudekomplex in ein prachtvolles Renaissanceschloss, das vom Stil her zu den jüngsten Renaissancebauten der Nordländer gehört. Die damalige Festungsanlage basierte auf den modernsten Techniken der Festungsbaukunst.
Nach 1716 verlor die Anlage an Bedeutung und wurde als Getreidespeicher genutzt. Die Anlage verfiel zusehends. Erst 1985 begann man mit dem Wiederaufbau der Mauern und Türme und richtete das Museum und die Touristeninformation ein.

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Anfahrt

Das Schloss Vadstena liegt im gleichnamigen Ort. Zu erreichen sind Ort und Burg über die Schnellstraßen 50 und 206. Innerorts muss man der Ausweisung zur Touristeninformation folgen. Diese befindet sich in der Burg.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.05.2009


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