Burg Borgen i Näs

Burg Borgen i Näs

Burg Borgen i Näs

Schweden / Schweden

Burg Näs liegt auf der Insel Visngsö inmitten des Sees Vättern. Die Anlage ist in ihrer Form eine Seltenheit Schwedens. Ursprünglich befand sie sich erhöht auf einem Sporn an einer Steilküste, der im Laufe der Jahrhunderte zum größten Teil ins Meer stürzte. Bis heute haben sich nur die Reste zweier Türme erhalten, die die Anlage zum Land hin schützen. Aus den Besitzern der Burg gingen Thronanwärter hervor, die für Streitigkeiten in Schweden sorgten.

Burg Borgen i Näs 1
Burg Borgen i Näs 2

Baubestand & Beschreibung

Die Burg Näs oder auch Visingsö Schloss (so der mittelalterliche Name) oder Borgen i Näs genannt, liegt auf einer Halbinsel an der Südseite der Insel Visngsö inmitten des Sees Vättern.
Ursprünglich bestand die recht kleine Burg aus einem viereckigen Turm im Osten und einem runden Verteidigungs- und Vorratsturm im Westen. Die beiden Gebäude waren durch einen langen Bau verbunden, der im Erdgeschoss das Tor (so vermutet man) beherbergte und im Obergeschoss eine repräsentative Wohnung mit Empfangsbereich aufwies. Durch den fortgeschrittenen Verfall an der Seeseite ist das Aussehen der Burg zum Wasser hin unbekannt. Ein Graben, der die Burg von der Insel trennte, war wohl nicht existent.
Heute sind von Burg Näs nur bedingt Elemente erhalten geblieben. Die Südseite der Wehranlage ist in den See gestürzt. Zur Sicherung der erhaltenen Reste hat man Mauern an der Seeseite gegen die Ruine gebaut, die die Anlage ein wenig entfremden. Nur noch der nördliche Bereich hat sich erhalten, der auf die drei bereits genannten Gebäude hinweist. Von dem runden Wehrturm im Westen steht noch genau die Hälfte der Grundmauern bis zu einer Höhe von 5 m. Balkenlöcher deuten darauf hin, dass der Turm mehrere Stockwerke gehabt haben muss. Noch deutlich lassen sich die innere und äußere Mauerschalen erkennen, die zur abgebrochenen Seite hin einen Einblick in das Füllmauerwerk gewähren. Von dem daneben anschließendem länglichen Gebäude steht heute nur noch die nördliche Mauer, die ebenfalls Balkenlöcher aufzuweisen hat, aber keine Aussagen über das ehemalige Aussehen zulässt. Eine Tür, die allem Anschein nach die Gebäude miteinander verband, lässt sich an der Ostfassade des Turms erkennen. An die Ostseite des Gebäudes schließt der mächtige viereckige Turm an, der als Bergfried gedient haben kann. Erkennbar ist ein noch erhaltenes Rundgewölbe im Inneren und ein Latrinenkanal an der Ostfassade. Der Turm scheint älter als die anderen Gebäude zu sein. Er weist auf Höhe des Bodenniveaus große Findlinge als Fundament auf, die in den anderen Bereichen der Burg nicht verwendet wurden. Die anderen beiden Gebäude hingegen scheinen aus späterer Zeit zu stammen. An ihren Außenfassaden lassen sich zahlreiche Steinmetzzeichen und unter anderem ein Ordenskreuz aus den Kreuzzügen erkennen.
Vom touristischen Aspekt her ist Burg Näs eine eher unspektakuläre Attraktion, die aber eine schöne Sicht über den See bietet.

Historie

Die Burg Näs, auch Visingsö Schloss genannt, wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Erbauer waren vermutlich Sverker der Ältere und sein Sohn Karl Sverker. Das Geschlecht der Sverkers von Västergötland war mit dem Geschlecht Erik von Östergötland im Kampf um den Thron Schwedens. Neben dieser Burg errichtete das Geschlecht die Burg Gråborg auf den Überresten einer früh geschichtlichen Anlage auf Öland (die größte Burg Schwedens).
Geographisch und militärisch taktisch gesehen, lag Näs inmitten des Geschehens. Für eine Burg einer so relevanten Dynastie war die Anlage sehr klein aber auch sehr funktionell. Ihre Lage auf der Insel Visngsö inmitten des Sees Vättern sorgte für einen schwer einzunehmenden Standort. Im Jahre 1318 wurde die Burg in Auseinandersetzungen zwischen Magnus Ladulås und Aufständischen niedergebrannt. Im Laufe der darauf folgenden Jahrhunderte fiel der südliche Bereich der Burg in den See.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Borgen i Näs befindet sich ganz im Süden auf der Insel Visingsö, die nur mit der Fähre von Gränna erreichbar ist. Gränna erreicht man am schnellsten über die E4.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.05.2009


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