Trostburg

Burg Trostburg

Italien / Südtirol

Die Trostburg liegt auf einem Sporn oberhalb des Eisacktals. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert wurde bis in das 17. Jahrhundert stetig erweitert und verstärkt. Bis heute hat sich eine eindrucksvolle, interessante und sehenswerte Burg erhalten, die neben Wohnungen ein Museum beherbergt, das nur im Zusammenhang mit Führungen in den Sommermonaten besucht werden kann. Außerhalb der Öffnungszeiten kann man das Grundstück vor der Burg betreten und einen Einblick gewinnen. Der 23 Meter hohe Bergfried mit seinen 2,5 Meter starken Mauern, in denen die Treppe verläuft, ist das eindrucksvollste Gebäude der Burg. Burg Trostburg ist eine sehenswerte Anlage, die nur im Sommer im Zusammenhang mit Führungen besucht werden kann.

Burg Trostburg
Burg Trostburg

Adresse

Burg Trostburg
I 390 Waidbruck
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Burg
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Privat
Lage:617 m.ü.NN.
Sonnenlicht:05:19-17:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:Burg: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Trostburg

Burg Trostburg thront auf einem Bergsporn hoch oberhalb des Ortes Waidbruck. Die Anlage besteht aus einer weitläufigen und vor allem großen Vorburg, einem verfallenen Wachturm und der Kernburg, der man selbst durch den Umbau zu einem Residenzschloss nicht das mittelalterliche Aussehen nehmen konnte. Die Burg befindet sich heute in Privatbesitz und ist nur mit einer Führung zu besichtigen. Zum Hang hin weist die Anlage einen gemauerten Halsgraben auf, der ab den Umbauten des 15. Jahrhunderts als Zwinger diente.
Die Vorburg ist über ein Tor im Zwinger erschlossen. Von ihr eröffnet sich eine sehr gute Sicht auf die imposante und dicke Schildmauer und den darin integrierten Bergfried, der seit der Neuzeit eine Uhr beherbergt. Er ist 23m hoch und besitzt 2,5m dicke Mauern. Rondelle nach Norden weisen auf einen angefangen Ausbau zur Festung hin. Dem einfachen Besucher ist es außerhalb der Öffnungszeiten und ohne Führung gestattet sich großzügig in der Vorburg und dem Zwinger umzusehen. Zudem gibt es die Möglichkeit die Anlage zum Teil zu umrunden.
Der Fußweg zur Burg erfolgt über das Michaelstor, das trotz unbewohntem Zustand mit Sorgfalt und Liebe vor dem größeren Verfall geschützt wird. Durch dieses Tor gelangt man in die Vorburg, die durch eine Scheune und der zum Tal hin am Hang gezogenen Mauer einen idyllischen, weiträumigen und friedlichen Eindruck schafft.
Durch die Führung bekommt man die schöne Kernburg zu sehen. Die Burg wurde im 15. Jahrhundert weitläufig umgebaut und so kam es zur Schaffung mehrerer Säle, wie z.B. den Gefolgesaal und die gotische Stube, die mit vielerlei Holzschnitzereien prunkt. Zudem beherbergt die Burg eine Kapelle, weitere Herrschaftsräume und eine Ausstellung mit über 100 Modellen der Burg und mit einem beeindruckenden Stammbaum. Die Führung führt durch den gesamten Kernburgkomplex. Nur einige Elemente des bewohnten Bereichs werden ausgelassen.
Von der Atmosphäre her ist Burg Trostburg sehr angenehm. Die liebevolle Restauration und Instandhaltung gibt der Burg einen urigen und einzigartigen Hauch.

Historie

Urkundlich wird die Burg 1170 das erste Mal unter "Cunrat de Trosperch" erwähnt. Die Anlage ist am Ende des 12. Jahrhunderts wahrscheinlich erbaut worden. Sie wurde im 14., 16. und 17. Jahrhundert erweitert und verstärkt. Die wuchtige Kernburg entstand wahrscheinlich um 1500, die Schildmauer kurze Zeit später. Der Minnesänger Oswald von Wolkenstein soll sich hier zeitweise aufgehalten haben.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Trostburg thront auf einem Berg über dem Ort Waidbruck. An dem Ende des Ortes Richtung Bozen befindet sich ein Kreisverkehr. Aus dem Ort kommend, geht eine Straße kurz links vorher ab und führt parallel zur Straße und anschließend unter den Kreisverkehr hindurch. Hier muss man wiederum links einen steilen Weg hinauf. Ab hier ist die Burg mit großen gelben Schildern mehrmals gut ausgeschildert. Die Burg weist ein sehr enges Tor auf, Wendemöglichkeiten gibt es keine. Man sollte frühzeitig am Straßenrand halten und die letzten Meter zu Fuß laufen. Alternativ gibt es aus dem Ort heraus den Ritteraufstieg, der an der Pfarrkirche beginnt.

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