Burg Fragenstein

Burg Fragenstein

Burg Fragenstein

Österreich / Tirol

Burg Fragenstein liegt an einem Taleingang einer engen Schlucht auf einem Bergspornkamm. Die Burg wurde auf den schroffen Felsen gebaut und ist heute nur noch als Ruine erhalten. Ursprünglich bestand sie aus zwei Bereichen, die auf zwei unterschiedlichen Felsplateaus standen. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage gesprengt, die Türme sind erhalten geblieben. Heute lädt sie mit ihrer leichten Abgeschiedenheit und der weiten Aussicht über das Inntal zum Verweilen ein.

Burg Fragenstein 1
Burg Fragenstein 2

Baubestand & Beschreibung

Von der Doppelburg Fragenstein existieren heute noch zwei Türme. Der größere und südlich gelegene Turm ist der ältere der beiden. Der zweite Turm und dessen Burg wurde als Vorwerk im 15. Jahrhundert errichtet. Man erkennt noch gut die Reste des einst anliegenden Palas, der direkt an den Turm der Vorburg anschloss. Zur Kernburg geht ein kleiner Pfad, der an weiteren Wehrmauern vorbeiführt, die sich nicht zuordnen lassen. Einige der Reste sehen aus wie Fundamente einer Brücke, die einst über die kleine Schlucht führte. Die Schlucht trennt die beiden Anlagen wie ein Halsgraben und sorgte für ein Hindernis, sollte eine Anlage schon eingenommen sein.
Von der Kernburg sind noch die beiden voluminösen Mauern des Torturmes sowie zahlreiche Mauerreste erhalten. Auch hier gab es neben dem Wohnturm, einen Palas, der besser erhalten ist, als der der Vorburg. Es gehen zahlreiche Wege in alle Richtungen, an denen man noch zwanzig Meter von der Burg entfernt undefinierbare Mauern finden kann, die wahrscheinlich zu Zwingeranlagen und Wehrplattformen gehören.
Von der Atmosphäre her ist die Anlage eher unangenehm. In der anliegenden Schlucht befindet sich ein Schießstand, der mit seinen lauten Schüssen, die Geräuschkulisse der dauerhaft brummenden Blechlawinen der Bundesstraße untermalt. Ein Besuch ist unter diesen Umständen oftmals nicht von langer Dauer.

Historie

Die Burg stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1200. 1232 wurde ein "Hageno de Fragenstein" urkundlich erwähnt. Er galt als ein Vasall der Grafen von Tirol. 1356 gab es einen Besitzerwechsel und die Burg ging an "Parcival von Weineck". Nach dieser Familie wurde das Vorwerk im Nordwesten benannt, welches im 15. Jahrhundert entstand. Unter Kaiser Maximilian diente die Burg als Jagdsitz, da sich die ausgedehnten Wälder und Schluchten in der Umgebung hervorragend dafür eigneten. 1703 wurde Fragenstein größtenteils gesprengt. Im Wohnturm findet man heute noch im 2. und 3. Stockwerk Kamine.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Bei Burg Fragenstein gibt es verschiedene Wege die Burg zu erreichen. Die Ruine befindet sich am südlichen Ende der B177, in der letzten Serpentinenkurve bevor die Straße in die B171 übergeht. Die nächste Autobahnabfahrt ist die A12 Ausfahrt "Zirl Ost". Ab hier gibt es mehrere Möglichkeiten Fragenstein anzufahren. Von Zirl aus kann man sich einen langen Fußweg (eine Stunde) liefern oder auf dem Parkplatz der Raststätte auf der B177 parken (am Hang über Zirl). Von dort führt ein Weg zur Burg (Fußweg 20 Min). Hierzu muss man in der Serpentinkurve die Straße überqueren und an der Innenseite bergab laufen. Nach wenigen Metern beginnt ein kleiner Pfad zur Burg.

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