Burg Egmond

Burg Egmond

Niederlande / Noord-Holland

Egmond ist eine Wasserburg in einem See, die aufgrund ihrer Größe das gesamte Zentrum der kleinen Ortschaft einnimmt. 1203 wird sie das erste Mal erwähnt und bis in das 15. Jahrhundert ausgebaut. Nach ihrem Abriss 1798 versandeten die Überreste und wurden erst 1930 wieder freigelegt und konserviert. Die Grundmauern hat man auf ein einheitliches Niveau (ca. Kniehöhe) gebracht. Heute widerspiegeln sie deutlich den ehemaligen Aufbau. Es lassen sich die drei Burginseln, die mit Brücken miteinander verbunden waren, gut erkennen. Die Anlage muss einen eindrucksvollen Anblick geliefert haben. Ein Besuch lohnt sich.

Burg Egmond 1
Burg Egmond 2

Baubestand & Beschreibung

Bei Burg Egmond handelt es sich um eine ehemalige Wasserburg, die in einem künstlich verbreiterten See angelegt wurde. Einst bestand sie aus drei kleinen Wehranlagen, die mit Hilfe von Zugbrücken miteinander verbunden waren. Es gab einen kreisrunden Vorbau, der mit einem Vorwerk zu vergleichen ist, ein größerer mittlerer Komplex und einen kleinen Nebenbau, der nicht in direkter Linie zu den anderen beiden liegt und wahrscheinlich den letzten Rückzugsort bildete.
Die Burgruine war im Laufe der Jahrhunderte mittlerweile soweit zerstört gewesen, dass bis auf eine Mauer nur noch die Fundamente vorhanden waren. Diese wurden bei der Restauration wieder aufgebaut, belaufen sich nun auf eine Höhe von knapp 1m über dem Wasser und können kostenlos abgelaufen werden. Nach der Restauration wurde die Burg mit Hilfe eines Weges und einer Brücke hinter der Kirche erschlossen.
Die Verbindungen zwischen den drei Burgabschnitten erfolgten über mehrere Brücken, die bis zur Hälfte aus Stein bestanden und anschließend in Zugbrücken übergingen. Im Wasser lassen sich noch die Fundamente und Auflager der Zugbrücken erkennen.
Der Zugang zur Burg erfolgte über eine kreisrunde Vorburg, die der Anlage als Vorwerk diente. Im direktem Anschluss befindet sich der größte Gebäudekomplex, der neben der Zugbrücke zwei Türme zur Verteidigung und zur Flankierung des Eingangs besaß. Die Fundamente der Türme sind noch deutlich erkennbar. Neben den halbrunden Fundamenten sind noch weitere Gebäude auszumachen. Unter anderem lässt sich auf der westlichen Seite eine Mauer erkennen, die mit knapp 6m den höchsten erhaltenen Rest bildet.
Direkt gegenüber der Mauer befindet sich die letzte der drei Brücken. Der dahinter liegende ehemalige Gebäudekomplex war wahrscheinlich sehr kompakt errichtet worden und diente als letzte Zufluchtsstätte. Er bildete die Kernburg der Anlage.
Von der Atmosphäre und dem noch Vorhandenem, bzw. wieder Aufgebautem her hat die Burg Egmond im mittleren Maße etwas zu bieten. Die Fundamente lassen leicht Rückschlüsse darauf ziehen wie die Bebauung einst aussah. Unter den Bewohnern des Ortes ist die Burg vollkommen in Vergessenheit geraten und wird nur von Kindern zum Angeln besucht, so dass man höchstwahrscheinlich einen sehr ruhigen und erholsamen Besuch auf der alten Wehranlage erleben kann.

Historie

Der Mittelbau der Burg mit seinen 27 Meter Seitenlänge entstand im Jahre 1203 und wurde mit den beiden Zusatzkomplexen bis in das 15. Jahrhundert ausgestattet. Der östliche Komplex wurde kurz darauf im Jahre 1285 als neues Schloss errichtet. Um 1400 wurde ein Kanal gegraben, der die Möglichkeit bot, die Burg per Boot zu erreichen. Dabei entstand der runde Komplex im Norden, bei dem man unter anderem vermutet, dass es sich um einen alten Hafen handeln könnte.
1573 wurde die Burg von den Truppen von Diderick Sonoy im Auftrag von Willem van Oranje angezündet. 1798 wurde die Ruine verkauft und abgebaut. Die Reste versandeten, so dass man später die Anlage bei Ausgrabungen um 1930 wieder rekonstruieren konnte.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Egmond befindet sich inmitten des Ortes Egmond aan de Hoef, nicht zu verwechseln mit Egmond aan Zee. Über die A9 Ausfahrt "Alkmaar" der N9 Richtung Egmond aan den Hoef folgen. Die Straße führt an dem Ort vorbei und in dessen Süden über eine Kreuzung, die man nach rechts verlässt.
Anschließend biegt man wieder rechts auf den Heerenweg ab. Von hier sollte man in den Slotweg nach rechts einbiegen, bei der Kirche parken und dem Weg neben der Kirche auf die Burganlage folgen.

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