Wredenhagen

Burg Wredenhagen

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Wredenhagen stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und lag im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg und Brandenburg. Die kreisrunde Anlage hat sich gut erhalten und besteht aus einem ehemaligen Torturm, einigen Gebäuden, den Überresten der Wehranlage und einer wieder aufgebauten Ringmauer. Der ursprünglich wasserführende Graben ist zugunsten eines Rundweges verschwunden. Die Burg beherbergt heute eine Schule und städtische Einrichtungen. Sie wurde 2012 ausgiebig restauriert und erstrahlt heute in neuen Glanz. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Wredenhagen
17209 Wredenhagen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Hügelburg
Nutzung: Schule
Lage: 77 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:10-16:36 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Zwischen der Ortschaft Wredenhagen und dem Mönchsee liegt die Burg Wredenhagen. Bei der Anlage handelt es sich um eine kreisrunde Höhenburg. Sie liegt auf einem künstlich vergrößerten Plateau 5-10m über dem Ort.
Die Burg Wredenhagen beherbergt heute eine Grundschule und eine Bibliothek. Die Schule nimmt ungefähr ein Viertel im nordöstlichen Bereich ein. Der Rest wird durch eine leere Wiese dominiert, die unter anderem noch Erdwälle erkennen lässt. Die fast kreisrunde Anlage existiert nur noch von der äußeren Wehrmauer her. Die erhaltenen Gebäude wurden entweder überbaut oder umfunktioniert.
Ursprünglich bestand die Burg aus mehreren Gebäuden, die von einer runden Wehrmauer umgeben waren. Die Wehrmauer besaß ein Fundament aus Feldsteinen und bestand aus Back- und Ziegelsteinen. Im Nordosten sind noch die Überreste zweier Wehrtürme erkennbar. In der Mauer lassen sich zahlreiche Schießscharten finden.
Am Fuß des Ringwalls befand sich ein Ringgraben, der die Anlage fast vollständig umschloss. Er war mit der nahegelegenen Elde verbunden und bezog von dieser das Wasser. Zum Ort hin (Nordwesten) befand sich eine Vorburg mit eigenem Graben. Die heutige Dorfkirche stand in der Vorburg. Das Gelände der Vorburg liegt höher als die Umgebung und lässt sich trotz Bebauung durch Sport- und Spielplatz noch deutlich nachvollziehen. Eine Straße gibt heute die Möglichkeit die Burg vollständig zu umrunden. Sie liegt im alten Graben.
Der Zugang erfolgte ursprünglich über das Torhaus im Nordwesten. Das Tor dient heute zur Unterbringung von Räumlichkeiten der Schule und kann nicht besichtigt werden. Es wurde 1570 zu einem Brauhaus umgebaut. Die spitzbögigen Durchgänge lassen sich heute noch erkennen. Es besaß ein Fallgitter und war mit Staffelgiebeln verziert. Neben dem Torhaus entstand in der Neuzeit eine Zufahrt, die heute zur Erschließung der Burg dient.
Direkt hinter dem Torhaus stand ein runder, hoher Bergfried. Von ihm ist nichts mehr existent. Der Palas lag auf der anderen Seite des Torhauses und wurde in späterer Zeit durch das Amtshaus ersetzt. Das Feldsteinfundament des Amtshauses, soll zum ehemaligen Palas gehören.
Direkt neben dem Amtshaus wurde im 18. Jahrhundert ein repräsentatives Gutshaus errichtet. An dieser Stelle sollen sich Wirtschaftsgebäude befunden haben. Die Ringmauer war fast vollständig von innen mit Gebäuden bebaut. Sie lehnten alle an der hohen Wehrmauer an. Der große Hof trug wahrscheinlich weitere Bauten, die sich heute nicht mehr nachweisen lassen.
Burg Wredenhagen ist von der Atmosphäre her sehr angenehm. Außerhalb der Öffnungszeiten lässt sich die Burg nur von außen besichtigen und vollständig umrunden.

Historie

Die Burg wurde 1280 erstmals erwähnt. Herren waren zu diesem Zeitpunkt derer von Werle . Da sie im Grenzland liegt, war sie oft umkämpft und ging mehrmals in den Besitz der mecklenburgischen und brandenburgischen Parteien über. Sie ist erst 1329 wieder im Besitz der Herren von Werle. 1362 wird sie mit Umland von Bernhard von Werle verpfändet und geht in die Hände von Herzog Albrecht von Mecklenburg über. 1436 fallen endgültig alle Besitztümer an die Herren von Mecklenburg. 1463 wird Herzog Heinrich Besitzer, 1482 Heinrich V. und Herzog Balthasar und 1505 Dietrich von Bevernest als Pfandbesitzer. 1571 wird die neben der Burg liegende Kirche in Wredenhagen von Herzog Karl vollendet. 1586 übernimmt Herzog Ullrich als letzter die Burg, danach diente sie nicht mehr als Fürstensitz. Im Jahre 1697/1698 zog der russische Zar Peter I. durch die Lande und erlernte auf der Burg die Schmiedekunst. 1928 zieht die Schule in die Burg ein. 1992 wird die Burg durch ABM Kräfte restauriert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Wredenhagen liegt in der kleinen, gleichnamigen Ortschaft. Die Burg ist schon von der Straße aus zu sehen und ausgeschildert. Über die A19 Ausfahrt "Röbel/Müritz" oder "Wittstock" nach Wredenhagen. Innerorts der Ausschilderung folgen.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 26.03.2005

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