Sterrenberg

Burg Sterrenberg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Sternberg thront auf einem felsigen Bergsporn zwischen dem Rhein und dem Tal der Flüsse Bornhofer Bach und Gutenbach. 200 m entfernt liegt die Burg Liebenstein, die der gleichen Adelslinie angehörte. Einer Sage nach waren zwei Brüder, die Burgherren der beiden Burgen, miteinander verfeindet. Von der Anlage haben sich eindrucksvolle Reste erhalten. Der markante Bergfried und die eindrucksvolle Schildmauer laden zusammen mit der erhaltenen Ringmauer und den existenten Gebäudefundamenten zu einem Besuch ein. Im westlichen Bereich wurde eine Gastronomie errichtet. Sterrenberg stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1100 und war ab 1568 nicht mehr bewohnbar. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Sterrenberg
Zu den Burgen
56341 Kamp-Bornhofen
Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 176 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:13-16:08 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Kontakt: Burg Sterrenberg-Weinand GbR
56341 Kamp-Bornhofen
Tel: 06773 / 323
Fax: 06773 / 93 89
Website: Burg-Sterrenberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Sterrenberg thront mit Burg Liebenstein zusammen auf einem Bergsporn hoch über der Ortschaft Kamp-Bornhofen. Aufgrund ihrer aufregenden Vergangenheit erhielten die beiden Wehranlagen im Volksmund den Namen „die feindlichen Brüder", dessen Bedeutung weit über die Sage zweier streitender Brüder hinausging.
Burg Sterrenberg ist die ältere der beiden Burgen. Sie wurde wahrscheinlich im frühen 11. Jahrhundert als Reichsburg errichtet. Anfangs handelte es sich nur um einen Turm auf einem hohen steilen Fels, der durch Steilwände zu allen Seiten gesichert war. Um ihn herum wuchs eine Art Vorburg, die später an Bedeutung gewann und zur Kernburg umfunktioniert wurde. Der Wohnturm wurde zum Bergfried und erhielt seine Aufgabe als letzte Zufluchtsstätte. Der Ausbau der Anlage fand erst mit der Errichtung der Trutzburg Liebenstein statt. Grund des Baus waren ungesicherte Erbaufteilungen. Ein Werner von Bolanden versuchte den Nachfolgern seines Bruders die Erbschaft zu entnehmen und die vollständigen Besitztümer Sterrenbergs zu erlangen. Der Gatte einer der Erbinnen, bekannt als Albrecht von Lewenstein, ein Sohn Kaiser Rudolphs von Habsburg, sicherte durch den Bau Lewensteins, später umbenannt in Liebenstein, das Erbe. Durch die Fertigstellung Liebensteins im Jahre 1294 kam es zu einer Aufstockung der Burg Sterrenberg, um sich vor dem neuen Gegner zu schützen. Viele Erbteilungen folgten in den Jahren darauf, so dass die Burg ihr heutiges Aussehen erlangte.
Burg Sterrenberg besteht aus drei Bereichen. Diese sind der älteste Teil, also der Fels mit dem Bergfried, die umliegende Kernburg und die kleine Vorburg. Die Kernburg erhielt in der Romanik eine Schildmauer. Vor dieser entstand in späterer Zeit eine zweite Schildmauer mit davor liegendem Halsgraben. Heute betritt man, bzw. befährt man Burg Sterrenberg über eine Holzbrücke über den ersten Halsgraben hinweg und durch die erste Schildmauer hindurch in die ehemalige Vorburg. Zur Blütezeit stieß man hier auf einen sehr kleinen zweiten Halsgraben und mehreren Gebäuden, die an der Rückseite der neueren Schildmauer lehnten. Kaminschächte und Balkenauflager zeugen noch von den Bauten, die hier einst standen.
Heute ist die Vorburg als Parkplatz umfunktioniert worden und so trifft man auf eine große leere Ebene, die einem die Möglichkeit bietet sich beide Schildmauern aus der Nähe anzusehen.
Durch die zweite und ältere Schildmauer führt ein weiteres Tor und endet auf dem östlichen Hof der Kernburg. Schon von hier erkennt man die eigentümliche Situation der Burganlage. Der Bergfried befindet sich auf einem hohen Fels, der unter anderem mit Mauern verstärkt wurde und so ein imposantes und uneinnehmbares Bild liefert. Ihm zu Füßen befindet sich die Kernburg, die ihn vollständig umschließt. Von den ehemals mehreren Gebäuden existieren heute nur noch zwei, sowie die Außenmauern eines weiteren und der rekonstruierte Brunnen. Umgeben sind alle Bauten von einer Ringmauer, die in der Höhe stark variiert. Im Norden befindet sich der ehemalige Palas, der im Laufe der Zeit den Namen Frauenhaus erhielt. Ihm erkennt man noch teilweise seine herrschaftliche Art an. Zur Burg hin weist er einen sehr engen Treppenturm auf, der im Falle eines Angriffs leicht zu verteidigen war. Heute befindet sich im Gebäude das offizielle Standesamt der Gemeinde Braunbach. Das Gebäude steht der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Direkt gegenüber stößt man auf den ehemaligen Aufstieg zum Bergfried, der sich an Einmeißlungen einer Treppe erkennen lässt. Der Bergfried ist ebenfalls die größte Zeit des Jahres für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Den Fels des Bergfrieds umrundend, trifft man auf hohe Bereiche der äußeren Wehrmauer, die hier und da noch Balkenauflager und Fenster von ehemaligen Gebäude tragen, den alten Brunnen, Teile der Zwingeranlage, Außenfassaden eines Wirtschaftsgebäudes und auf die im 19. Jahrhundert auf alten Fundamenten errichtete Gastronomie. Sie beansprucht den auslaufenden westlichen Sporn für sich und nutzt diesen als Terrasse für ihre Gäste. Ehemals handelte es sich hierbei um eine Wehr- und Aussichtsplattform und somit um eine Ausbuchtung der umlaufenden Ringmauer, die Sterrenberg vollständig umrahmte.
Von der Atmosphäre her ist Burg Sterrenberg sehr angenehm. Die Burg wirkt mit ihrer wunderbaren Aussicht auf den Rhein und durch den guten Erhalt der Ruinen, aber auch der vollständigen Gebäude urig und imposant. Die Burgtypologie ist relativ selten und hebt sich deutlich mit doppelter Schildmauer und separatem Bergfried von der normalen Spornburg ab. Burg Sterrenberg lädt zum Erkunden und Verweilen, aber auch zum Entdecken und Entspannen ein.

Historie

Burg Sterrenberg ist eine Reichsburg aus der Zeit um 1100. Sie wurde zur Überwachung und Sicherung der Zollstelle, sowie zum Schutz des Boppard gehörenden Reichsgutbezirks auf der rechten Seite des Rheins erbaut. 1190 waren die Reichsministerialen von Bolanden Lehnsträger von Bornhofen und der Burg. Die Bolanden starben Ende des 13. Jahrhunderts aus und die Burg ging an die Grafen von Katzenelenbogen als Reichspfand. Der Erzbischof Balduin von Trier zerstörte die Sterrenberg um 1313 im Zusammenhang mit Streitigkeiten mit Bornhofen. Die Burg wurde zu seiner Residenz und Mittelpunkt des Besitzes Filsen, Kamp, Bornhoen, Wellmich, Lykershause, Prath und Dahlheim. 50 Jahre später ernannte der Nachfolger des Erzbischofs Thurnburg, bekannter als Burg Maus, zu seiner Residenz. Schon 1456 bezeichnet man Sterrenberg als "baufällig", 1568 als "alt" und später als "verfallen und unbewohnbar". 1866 geht die Burg in den Besitz von Nassau und bis 1945 in preußischen Staatsbesitz über. Heute ist das Land Rheinland-Pfalz Eigentümer.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Sterrenberg und Liebenstein befinden sich südlich von Koblenz oberhalb der Ortschaft Kamp-Bornhofen am Rhein. Über die Autobahnen A61 und A60 Ausfahrt "Bingen" auf die B9 und per Fähre auf die andere Uferseite und somit auf die B42 wechseln. Alternativ gibt es in Koblenz eine Brücke. Der Ort Kamp-Bornhofen befindet sich an der B42. Innerorts folgt man den Ausweisungen zu den Burgen oder der Straße ins Landesinnere nach Dahlheim. Kurz nach Ortsende geht auf der rechten Seite der Abzweig zu den beiden Burgen ab. Fahrzeuge mit wenig Bodenfreiheit können im Bereich der Anfahrt aufsetzen.

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Sonstige Einrichtungen

Zu Burg Sterrenberg und Liebenstein gibt es eine Sage, die zur Entstehung der beiden Burgen und dessen volksmündlichen Namen "Die Feindlichen Brüder" geführt haben soll.

Gastronomie

Das Restaurant von Sterrenberg befindet sich im südwestlichsten Bau der Anlage.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 01.06.2007

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