Leofels

Burg Leofels

Deutschland / Baden-Württemberg

Leofels liegt auf einem Sporn oberhalb des Jagsttals. Die Burg wurde zwischen 1235 und 1245 errichtet und brannte durch einen Blitzeinschlag im 17. Jahrhundert ab. Im 19. Jahrhundert wurden Teile abgerissen. Bis heute sind zahlreiche Überreste existent, die seit 1969 restauriert und instand gehalten werden. Der Eingang der Anlage besteht aus einem festen Bollwerk, eine Seltenheit. Von der Kernburg sind mehrere Bauten erhalten. Versteckte Verzierungen und zahlreiche Details, sowie ein interessanter Aufbau laden heute zum Entdecken und Verweilen ein. Der weitläufige Graben lässt die Burg heute eindrucksvoll erscheinen.

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Adresse

Burg Leofels
74532 Ilshofen-Leofels
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Theater
Lage: 410 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:01-16:02 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Auf einem Sporn über dem Jagsttal liegt die Burg Leofels. Die Anlage steht in leichter Spornlage und wird durch einen tiefen Graben vom Ort und dem Berg getrennt.
Der Zugang erfolgt heute wie damals über eine steinerne Brücke, die den breiten Graben überspannt. Direkt dahinter schließt das erst Tor an. Ein Teil der Steinbrücke war ursprünglich eine Zugbrücke. Das Tor gehört zu einem Vorwerk, durch das ursprünglich eine Handelsstraße führte. Das Vorwerk wird von der linken Seite durch einen höher gelegenen Zwinger flankiert.
Vom Vorwerk führt ein Weg über ein Rampe hoch zur Burg und endet in der äußeren Zwingeranlage im Osten. Im Falle eines Angriffes wurde die Burg nach Westen hin durch den Graben und nach Osten durch die doppelte Zwingeranlage abgesichert. Nach Osten, Süden und Westen wurde sie zudem durch eine dicke Schildmauer geschützt. Bei Burg Leofels zog sich die Schildmauer von der Breite und Höhe her in Form einer Ringmauer um die gesamte Kernburg. Die Angriffsseite im Süden wurde zudem durch einen hervorstehenden Rundturm flankiert.
Die Kernburg ist heute der besterhaltene Part der Burg. Hinter dem schmalen Tor der Kernburg eröffnet sich der Blick auf den großen Hof. Dieser wird heute durch einen großen, doppelten Torbogen in zwei Höfe geteilt. Hinter dem Torbogen liegt der Palas, der das einzige gut erhaltene Gebäude der Burg bildet. Sowohl an dem Palas, wie auch an den anderen Resten der Bauten haben sich zahlreiche kleine Konstruktionsdetails wie zum Beispiel gotische Fenster, Balkenauflager und Reste eines Erkers erhalten. Das alte Kellergewölbe wurde zum Teil wieder freigelegt und kann besucht werden. Zwei Zugänge führen in das große Gewölbe.
Der Palas ist das einzige Gebäude in der Burg, das vollständig von seinen Außenmauern her erhalten geblieben ist und alte Fenster, sowie den ursprünglichen Eingang aufweist. Direkt daneben befand sich einst der Bergfried, der heute nur noch als Stumpf existent ist.
Burg Leofels kann einmal vollständig umgangen werden. Auf dem Rundgang stößt man auf Verzierungen, Buckelquader, Außenmauern, sowie einige Aborte. Der Weg führt durch die Zwinger und den Halsgraben zurück vor das Tor der Anlage.
Von der Atmosphäre her ist Burg Leofels leicht eindrucksvoll. Die Anlage ist in ihrer Konstruktion mit dem Vorwerk und den merkwürdigen Bögen im Hof nahezu einzigartig. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

Erbaut wurde die Burg in den Jahren 1235 bis 1245. 1268 wird sie das erste Mal urkundlich genannt. 1707 erlitt die Burg einen Blitzschlag, der sie abbrennen ließ. Im 19. Jahrhundert wurde sie zum Teil abgebrochen aber 1969 wieder großzügig restauriert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Leofels liegt am Ende des gleichnamigen Ortes bei Ilshofen. Über die A6 Ausfahrt "Kirchberg" oder "Ilshofen" Richtung Dünsbach und weiter nach Leofels. In Leofels sollte man der Straße nach Hessenau, Elpershofen folgen und noch innerorts der Ausweisung zum Parkplatz der Burg folgen.

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Literatur


- Walther-Gerd Fleck, "Burgen und Schlösser in Nordwürttemberg- Ein Handbuch mit 95 Aufnahmen und 8 Farbtafeln", Weidlich Verlag, 1979, Frankfurt am Main, ISBN: 3-8035-1014-7 S.179ff
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 12.05.2005

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