Hornberg, Götzenburg

Burg Hornberg, Götzenburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem sachten Sporn oberhalb des Neckars errichtete man zwischen 1200 und 1230 zwei Burgen, die direkt nebeneinander lagen. Anschließend wurden sie mit einer gemeinsamen Vorburg verbunden. Die schöne Ruine ist von den Mauern her noch vollständig erhalten. Die Vorburg dient heute als Gastronomie, Hotel und Souvenirladen. Die große Kernburg ist ruinös und lädt mit ihrem schönen Aufbau und den gut erhaltenen Resten zum Verweilen und Erkunden ein. Von dem Bergfried eröffnet sich ein schöner Blick auf das Neckartal.

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Adresse

Burg Hornberg, Götzenburg
74865 Neckarzimmern, Odenwaldkreis
Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Hotel
Lage: 250 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:05-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: saisonal
Burghof: offen
mehr
Eintrittspreise: Vorburg frei
Kernburg kostenpflichtig
Website: Burg-Hornberg.de

Baubestand & Beschreibung

Auf einem sachten Sporn über dem Neckar liegt die Burg Hornberg. Bei der Anlage handelt es sich um eine untypische Doppelburgkonstruktion mit gemeinsamer Vorburg. Die Burg liegt auf einem Bergrücken und besteht aus einer Unter- und einer Oberburg, die zu späterer Zeit eine in der Mitte liegende Vorburg errichteten. Die Vorburg beherbergt heute Parkplätze, einen Weinkeller, ein kleines Hotel, ein Restaurant, sowie ein kleines Museum, das man kostenlos besuchen kann.
Die Oberburg Hornbergs betritt man heute wie damals durch eine Reihe von Torzwingern, die sich um die Kernburg schlängeln und durch diese flankiert wurden. In dem Zwinger gab es ursprünglich drei Tore, die den Zugang zur Burg erschwerten. Sie wurden teilweise durch Wehrtürme flankiert. Der letzte Turm vor dem Eingang in die Oberburg beherbergt ein Verlies, in dem noch das Skelett eines ehemaligen Gefangenen ruht. Direkt daneben führt ein kleines Tor in die Oberburg.
Die Oberburg war im 17. Jahrhundert nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges noch zum Teil bewohnt. Die Reste sind heute noch sehr deutlich zu sehen. Die Grundmauern der alten Burg sind im allgemeinen sehr gut erhalten. Teilweise weist sie aufgrund des Wiederaufbaus im 17. Jahrhundert noch jüngere Elemente auf, die auch restauriert oder rekonstruiert wurden. So existiert zum Beispiel ein großes Haus, in dem ein Ritter namens Conrat Schott mit seinem Gefolge lebte, der die Burg nach einer Eroberung zurückgewann. Der gut erhaltene Treppenturm wurde im Laufe der letzten Jahre mit einem Fachwerk aufgestockt und mit einem Spitzdach versehen. In dem Palas befinden sich heute noch einzelne gut erhaltene architektonische Elemente wie z.B. ein Kreuztonnengewölbe mit verziertem Schlussstein. Auch ein altes Kanonenrohr ist stummer Zeuge von den Wirren der letzten Kriege. Das Hauptgebäude ist bis in das oberste Stockwerk über den Treppenturm erschlossen und kann vollständig besucht werden. Hier und da findet man restaurierte Butzenscheiben oder gar Ritterrüstungen. Von dem Palas gelangt man in den Bergfried, der ebenfalls mit einem Dach versehen wurde und eine weite Aussicht über das Land und den Neckar liefert.
Burg Hornberg ist ein interessanter Burgentypus. Sowohl im Mittelalter wie auch heute betritt man die Anlage über die Vorburg, die Ober- und Unterburg zum Tal hin schützte. Die Oberburg liegt stark erhöht direkt neben der Vorburg und ist nur über einen Zwinger zu erreichen, der von der Vorburg einmal um die Oberburg herumführt, bevor er vor deren Tor endet. Um in die Oberburg zu gelangen, musste man vier Tore passieren, die alle in dem Zwinger untergebracht waren. Zum Berg hin wies die Anlage einen Halsgraben und eine Schildmauer auf. Eine weitere hohe Mauer gab es zur Vorburg hin, die durch die Höhendifferenz der Vor- und Oberburg unüberwindbar war. Der Feind konnte von der Oberburg vernichtend beschossen werden, wenn er die Vorburg eingenommen hatte. Die Unterburg bestand nur aus einem Gebäude mit Hof.
Von der Atmosphäre her wirkt die Burg sehr eindrucksvoll. Die Oberburg ist zum größten Teil in ihrer Art belassen und hat eine urige Ausstrahlung.

Historie

Die beiden Burgen (Unterburg und Oberburg) stammen aus der Zeit von 1200-1230 und dem 14. Jahrhundert. Sie wurden im späten Mittelalter durch eine gemeinsame Vorburg verbunden. 1366 wurden Duo Castra Hornberg erwähnt, die Unterburg war zu dieser Zeit schon Bestandteil der Vorburg.
Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage zerstört, aber teilweise wieder aufgebaut. Die Unterburg und die Vorburg sind heute noch in Benutzung. Der Bergfried weist einen sehr seltenen Grundriss auf. Die Burg befand sich mitunter im Besitz von Götz von Berlichingen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Götzenburg ist von Neckarzimmern aus ausgeschildert. Die Stadt liegt an der B27 zwischen Obrigheim und Haßmersheim. Vom Ort aus muss man der Ausschilderung folgen und im Burghof der Vorburg oder etwas außerhalb parken. Die nächste Autobahn ist die A6 Ausfahrt "Neckarsulm".

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Gastronomie

In der Vorburg befindet sich eine Gastronomie.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 21.05.2004

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