Hohenschelklingen, Schelklingen

Burg Hohenschelklingen, Schelklingen

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Hohenschelklingen liegt auf einem sacht abfallenden Sporn oberhalb des gleichnamigen Ortes. Ihr Ursprung liegt in der Zeit um 1100. Die Anlage wurde auf einen sehr felsigen Untergrund errichtet. Die Nähe zum Ort sorgte für einen lang anhaltenden Steinraub durch die Bevölkerung, so dass sich nur der hohe und schlanke Bergfried erhalten hat. Hinter dem Turm findet man noch den Halsgraben und eine Mauer, die zur ehemaligen Eingangssituation gehört. Durch den schlechten Erhalt lassen sich viele Bereiche der Burg nicht rekonstruieren. Der markante Berg, auf dem die Burg stand und der schlanke Bergfried laden zur Erkundung ein.

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Adresse

Burg Hohenschelklingen, Schelklingen
89601 Schelklingen
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 615 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:00-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenschelklingen thront auf dem Ausläufer eines Berges, oberhalb der Stadt Schelklingen und des Tals des Flusses Ach. Die Anlage zeichnet sich durch ihren wiederaufgebauten Bergfried schon aus der Ferne ab und bildet oberhalb der niederen Stadt einen Blickfang.
Von Hohenschelklingen ist nicht mehr viel erhalten. Viele Elemente sind schon vollständig verschwunden. Vereinzelte Wehrmauern und Gebäudefundamente, die sich kaum noch zuordnen lassen, geben Hinweise auf unterschiedliche Bereiche der Burg. So stößt man im Westen auf einen noch gut erhaltenen, vorgelagerten Zwinger, der mit dem im Süden verbunden war. Im Norden sind noch die Reste des Hofes und eines Gebäudes zu erkennen, die zur Kernburg gehörten.
Der Forstweg von Norden, also vom Berg her, stammt aus dem Mittelalter und bildete den Eingang der Burg. Die Eingangssituation bestand aus einem Torbau, das durch den Bergfried flankiert wurde. Der Bergfried diente zudem als Schildmauer und schützte die Anlage zum Halsgraben hin. Von ihm ging es wahrscheinlich durch eine kleine Vorburg in die Kernburg, die sich Richtung Süden erstreckte. Nach Süden, also zur Stadt hin, war die Burg durch einen vorgelegten Zwinger gesichert, da der Berg zu dieser Seite hin nur sacht anstieg und einen Angriff von hier ermöglichte. Nach Osten und Westen fällt der Bergrücken sehr steil ab und war nur durch eine relativ niedere Mauer gesichert.
Einziges wieder aufgebautes und erhaltene Gebäude der Burg ist der hohe Bergfried. Er besteht teilweise aus Buckelquadern, teilweise aus herkömmlichen Quadern. Sein Eingang lag an der Südseite, erfolgte also vom Burghof aus und lässt sich noch deutlich erkennen. Ein später entstandener Eingang auf Bodenniveau bildet heute den Zugang. Interessant sind die beiden Balkenauflager oberhalb des alten Zugangs, die wahrscheinlich einst einen Pecherker trugen, der zur Verteidigung diente.

Historie

Burg Hohenschelklingen stammt aus der Zeit um 1100. Die Burg wurde als "castrum et villae Schelklingen" zusammen mit dem Dorf in einer Urkunde erstmals 1127 erwähnt. Sie war zu dieser Zeit im Besitz des gleichnamigen Adels. Um 1530 ist die Burg soweit verfallen, dass sie nicht mehr bewohnt ist. 1650 wird sie teilweise abgebrochen. Der Bergfried ist keine reine Buckelquaderkonstruktion. Es sind viele Quader in den Reihen zu entdecken. Dies kann aufgrund von finanziellen fehlenden Mitteln so entstanden sein.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Hohenschelklingen befindet sich direkt nördlich des Ortes Schelklingen und ist durch den Bergfried nicht zu übersehen. Die Anlage liegt fast an der B492 und ist über die B28 und Blaubeuren von Ulm aus zu erreichen. Innerorts sollte man der Ausweisung zum Schloss oder der Turnhalle/Sportplatz folgen. Auf den Parkplätzen der Sporthalle kann man kostenlos parken. Der Aufstieg beginnt direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Turnhalle.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Stefan Uhl, "Schelklinger Burgen", Schelklinger Hefte Nr.18, 1991, Schelklingen, ISBN: 3-925171-23-1
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.01.2012

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